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Stacking am Mikroskop

Begonnen von Rasmus, September 23, 2024, 19:34:24 NACHMITTAGS

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Gerd Schmahl

Hallo,
hat es schon mal jemand mit der Serienbildfunktion probiert? Müsste doch fast so ähnlich gehen wie Video. Jedenfalls hätte man dann die volle Bildgröße zur Verfügung. Beim Video ist das ja je nach Kamera doch eingeschränkt.
LG Gerd
Man sagt der Teufel sei, im Detail versteckt,
doch hab' ich mit dem Mikroskop viel Göttliches entdeckt.

Peter Reil

Hallo Gerd,

oh ja, probiert habe ich es. Aber die Kamera (CANON EOS D60) wackelte dann wie verrückt. Es gab keine scharfen Bilder mehr.

Gruß
Peter
Meine Arbeitsgeräte: Olympus BHS, BHT, CH2, CHK, Olympus SZ 30, antikes Rotationsmikrotom

Daniel Scheibenstock

Hallo Zusammen,

Mit der richtigen Kamera kann der Serien Modus auch mit dem elektronischen Verschluss zusammen verwendet werden. Meine schafft dabei bis zu 120 bps in RAW volle Auflösung, mindestens aber 60.

Ich bin aber der Meinung mit einer Fernbedienung in der einen Hand und dem feintrieb in der anderen bringt man das gut auch von Hand her.

Lg Daniel
Leica DMRB HC (DL, Pol)
Motic BA310 LED (DL: PH; DF;POL, AL: POL)
Zeiss Universal (DL: Fluo; POL AL: Fluo,POL. DIC)
Zeiss IM35 (DL; PH; Fluo;POL)
Bresser Stereolupe

Vorstellung: https://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=48126.0

Heribert Cypionka

#18
Hallo zusammen,

ich kann nur immer wieder das Video-Stacking empfehlen. Ab dem 10er-Objektiv reicht ein 4 K-Video (8,3 Mega-Pixel). Dann wird das Mikroskopobjektiv auflösungslimitierend, und man braucht nicht die volle Kamera-Auflösung.

https://www.mikroskopie-forum.de/index.php?msg=173301



Man muss nur sehr viel Licht geben, das Video manuell mit kurzer Belichtungszeit aufnehmen (<= 1/320 sec/Frame), damit nichts verwackelt. Notfalls den ISO-Wert vergrößern, damit es reicht.

Herzlichen Gruß,
Heribert

Michael K.

Hallo,

Sehr interessantes Thema. Auch die Mechanischen Anbauten sind sehr interessant. Ich würde aber anstatt des Klemmringes ein Zahnrad nehmen und darüber eine Schnecke laufen lassen. Damit bekommt man noch feinere optische Schritte als wenn man den Fokus direkt antreibt. Beispiel: Zahnrad mit 100 Zähnen am Fokusknopf Schrittmotor mit 400 Schritten pro Umdrehung macht eine Drehung für den Fokustrieb mit
40.000 Schritten. Im Gegensatz zu 400 Schritten wenn es direkt angetrieben ist.
Ich habe mir schon länger so etwas überlegt. Mein Mikroskop steht auf einem Schenkel eines gewinkeltem Schreibtisch, der PC steht auf dem anderem. Ich muss also wenn ich Stackingbilder mache mit dem gestrecktem Arm den Fokus bedienen und mit dem Trackball ein Foto auslösen.
Wenn ich den Fokusantrieb baue werde ich es mit einem opt. Drehgeber machen und 2 Tasten für einzel Schritt.


Auf der Website gibt es auch Gerätschaften die sich zum Bau für einen Mikromanipulator eignen, das nur mal am Rande.


Gruss
Michael

Nochnmikroskop

Hallo Michael,
 Zitat: Ich muss also wenn ich Stackingbilder mache mit dem gestrecktem Arm den Fokus bedienen und mit dem Trackball ein Foto auslösen.

Da gibt es USB Fussschalter zur Auslösung.

LG Frank
Meistens Auflicht, alle Themenbereiche
Zeiss Axiolab, Leitz Orthoplan, Keyence VHX, Olympus SZX16, Canon EOS 700D, Panasonic G9, Touptek u.a.
keine KI

Peter Reil

Zitat von: Heribert Cypionka in September 24, 2024, 21:03:00 NACHMITTAGSich kann nur immer wieder das Video-Stacking empfehlen. Ab dem 10er-Objektiv reicht ein 4 K-Video (8,3 Mega-Pixel). Dann wird das Mikroskopobjektiv auflösungslimitierend, und man braucht nicht die volle Kamera-Auflösung.


Danke Heribert,

ich sehe das auch so. Für das Mikroskop ist Video-Stacking völlig ausreichend.

Bei den Pilzlern hat sich das verdammt schnell verbreitet. Im Vergrößerungsbereich von (400 -) 1000 gibt es nur Vorteile.

Freundliche Grüße
Peter
Meine Arbeitsgeräte: Olympus BHS, BHT, CH2, CHK, Olympus SZ 30, antikes Rotationsmikrotom

Lupus

#22
Hallo,

es gibt sicherlich für unterschiedliche Aufnahmesituationen jeweils zu bevorzugende Stacking-Methoden.
Ich kann aber keinen allgemeinen Vorteil beim Video-Stacking im Vergleich zur automatischen Serienaufnahme erkennen - außer bei relativ schnell bewegten Objekten.

Der Vorteil einer Serienaufnahme ist neben der max. möglichen Kameraauflösung die beliebige Freiheit der Belichtungszeit, keine unnötigen Zwischenaufnahmen durch die hohe Video-Bildrate und kein Extrahieren der Einzelbilder aus dem Video. Die Erhöhung der Sensor-Empfindlichkeit bei zu kurzen Video-Belichtungszeiten verstärkt deutlich das Rauschen. Außerdem ist bei der Serienaufnahme das Verhältnis der Belichtungszeit zur "Ruhezeit", also der Zeit die zum Fokussieren verwendet wird und auch evtl. zum Abklingen von Schwingungen viel günstiger.

Hubert