Geheimnisvolle Reflexion

Begonnen von 3nzo, Dezember 03, 2024, 14:05:35 NACHMITTAGS

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3nzo

Hallo Forummitglieder,
Ich berichte über eine Erfahrung von mir, die nützlich sein könnte, aber bitte verzeihen Sie mir, wenn ich falsch liege und dieses Thema Sie nicht interessiert.
Für Mikroskopfotos, zu Dokumentationszwecken, verwende ich nach Rolfs Rat eine Kamera und ein erweitertes Periplan GF 10x Okular. Dieses Okular aus der alten Serie hat den Vorteil, dass es ein großes Sehfeld hat und einen kurzen Tubus von ca. 20 mm benötigt, was den Aufbau kompakt hält.
Bei Objektiven mit größerer numerischer Apertur, 40x oder 100x, insbesondere im Phasenkontrast, kam es zu einer Reflexion (Foto 1), die meiner Meinung nach durch einen Kratzer auf der oberen Austrittslinse verursacht wurde, aber ich habe mich geirrt. Nachdem ich mir ein weiteres kratzfreies Okular besorgt hatte, stellte ich fest, dass die Reflexion immer noch vorhanden war.
Ich habe den Komplex einer detaillierten Untersuchung unterzogen und die verschiedenen Komponenten zerlegt oder ausgetauscht, aber Beleuchtung, Kondensor, Filter, Objektiv und Triokular waren nicht für den Defekt verantwortlich, sondern wurden durch den Objektivrevolver verursacht.
Ich konnte nicht herausfinden, was das reflektierende Element war, selbst wenn ich einen serienmäßigen, innen abgeschirmten Turm verwendete. Ich habe auch versucht, den sichtbaren Teil des Fadens abzudecken. Am Ende habe ich es mit einem kleinen Bildschirm aus schwarzem Papier wie in Abbildung 2 gelöst, aber ich konnte die Ursache nicht finden.
Aus dieser Erfahrung scheint sich die kritische Bedeutung der Mikroskopoptik abzuleiten.
Beste Grüße an alle.

Enzo


MiR

#1
Hallo Enzo,

uns interessiert alles was mit Mikroskopie zu tun hat!
Ich habe einen derartigen Effekt noch nicht festgestellt, kann das Problem also nicht wirklich nachvollziehen. Ist dieser Effekt nur auf den Bildern feststellbar oder auch bei der Beobachtung durch das Okular?

Interessant wäre, etwas zu deiner Information: 
ZitatFür Mikroskopfotos, zu Dokumentationszwecken, verwende ich nach Rolfs Rat eine Kamera und ein erweitertes Periplan GF 10x Okular. Dieses Okular aus der alten Serie hat den Vorteil, dass es ein großes Sehfeld hat und einen kurzen Tubus von ca. 20 mm benötigt ...
zu erfahren. Falls es dazu einen Beitrag gibt, verlinke ihn doch bitte.

Viele Grüße,
Michael

PS: Da du die Reflexion selber geheimnisvoll nennst, hast du sicherlich mögliche vorweihnachtliche Effekte --> wie zum Beispiel: Schweif von Elfen etc. berücksichtigt ...  ;) ;) ;)

jochen53

Manchmal hilft es bei Reflektionen in optischen Systemen, alle glänzenden metallischen Teile mit mattschwarzem Schultafellack zu lackieren, schaden kann es jedenfalls nicht.
Jochen

3nzo

Hallo Michael,
Deutlich wird der Effekt bei den Aufnahmen mit zwei unterschiedlichen Kameras der gleichen Marke. Ich merke es im Okular nicht, aber ich habe kein gutes Sehvermögen und es ist auch möglich, dass die Kamera einige Aspekte des Bildes verbessert, wie zum Beispiel den Kontrast usw. Um bestimmte Archaeen im Phasenkontrast zu identifizieren, muss ich sie tatsächlich mit der Kamera untersuchen, sonst kann ich sie nicht gut sehen.
Hier ist der Link zu Rolfs Artikel:
https://mikroskopiedernatur.de/verlaengerte-okulare-als-projektiv-fuer-die-mikrofotografie
Obwohl ich das Mittel gefunden habe, bin ich nicht zufrieden, weil ich die Ursache nicht geklärt habe.
 
@Jochen
Ich habe auch versucht, die Innenseite des Verbindungsrohrs zur Kamera mit schwarzem Papier abzudecken, für den Fall, dass die Antireflexionsmaßnahmen nicht ausreichten, aber es änderte sich nichts.

Beste Grüße an alle.

Enzo

Peter_le

Abend Enzo,

ich habe gelesen, dass du alles außer dem Revolver ausgeschlossen haben willst. Aber ich habe trotzdem noch Ideen.
Der Sensor reflektiert auch Licht. Vielleicht wird das von der Okular-Fassung oder Augenlinse(n) zurückgespiegelt.

Oder das verlängerte Okular sorgt für Reflexe, eventuell muss die Feldblende zum Okular passen, die war ja nicht für Basteleien ausgelegt.

Vielleicht ist etwas in der Adaption nicht ganz gerade und eben ausgerichtet (Bei mehrfach-Reflexionen geht es vermutlich nicht gerader)

Grüße
Peter

3nzo

Hallo Peter,
Ihre Hypothesen sind richtig. Ich kann nicht garantieren, dass die Passform perfekt gerade ist, ich habe die Drehmaschine nicht benutzt. Allerdings habe ich den Weg vom Sensor zum projektiven Okular und das freiliegende Gewinde von Objektiv und Revolver mit undurchsichtiger schwarzer Pappe abgedeckt, alles ohne Erfolg. Sicherlich scheint sich die Spiegelung im Revolver zu befinden, wo sich ein freiliegender, grau gestrichener 5-mm-Abschnitt befindet, den ich jetzt mit dem Stück schwarzer Pappe abgedeckt habe.
Danke für die Anregungen und liebe Grüße.

Enzo