Hauptmenü

Karion

Begonnen von Guido, April 12, 2025, 22:33:10 NACHMITTAGS

Vorheriges Thema - Nächstes Thema

Guido

Hallo,
ich probiere seit einiger Zeit Karion als Medium für mykologische Präparate. Leider konnte ich bisher nicht viel über die Verwendung von Karion in der Mikroskopie herausfinden - oftmals gibt es eben nur den Hinweis, dass es als Medium verwendet wird bzw. wurde. Mich würde interessieren, ob jemand damit Erfahrung hat oder Hinweise geben kann.

Viele Grüße,
Guido

A. Büschlen

Hallo Guido,

zu dem erwähnten Medium Karion findet man kaum etwas. Hast du Literaturangaben?
Was möchtest du den eindecken? Warum gerade Karion?

Grüsse Arnold Büschlen
Schwerpunkt z.Z.:
- Laub- und Lebermoose.
- Ascomyceten als Bryoparasiten.

RainerTeubner

#2
Aus dem MIKROKOSMOS, Band Band 38, Heft 8, S. 255 (1959):

Karion - ein neues EinschlußmitteI.

In der Form von "K a r i o n -P u l v e r" und "K a r i o n flüssig" wird seit einigen Jahren von der Fa. E. Merck in Darmstadt ein Präparat in den Handel gebracht, das auf der Grundlage des Zuckeralkohols Sorbit aufgebaut ist.
Es ist besonders geeignet für die Durchführung der Jod-Glykogen-Reaktion in Schnittpräparaten. Celloidinschnitte oder entparaffinierte, ceUoldinierte Paraffinschnitte werden kurz mit destilliertem Wasser abgespült und mindestens 10 min in Lugol'sche Lösung (2 g Kaliumjodid in 5 ml destilliertem Wasser lösen, dann 1 g metallisches Jod darin lösen und mit destilliertem Wasser auf 300 ml auffüllen) eingestellt.
Danach kann ohne weitere Zwischenmedien in 70%iger wässriger Sorbit-Lösung (K a r i o n flüssig) eingebettet werden. Die diffuse Gelbfärbung des Präparates stört die dunkel- bis rotbraune Glykogenfärbung nicht. So eingeschlossene Präparate sind ohne weitere Umrandung mehrere Wochen haltbar.

R. SCHNABEL, Acta histochemica 5, 225 (1958)

Prof. Dr. H. F. Linskens

Viele Grüße!

Rainer
Mikroskop: Carl Zeiss Standard Universal
Bildbearbeitung: Gimp, Helicon focus und picolay
Kamera: Canon EOS 5D II

A. Büschlen

Rainer, danke!

Grüsse Arnold
Schwerpunkt z.Z.:
- Laub- und Lebermoose.
- Ascomyceten als Bryoparasiten.

Guido

Hallo Arnold,
ich fertige (Dauer)-Präparate von Pilzen an. Dafür habe ich gerne reines Glycerol verwendet, das allerdings den Nachteil hat, dass es zu Schrumpfungen führt und natürliche Farbpigmente  auflöst. Als Alternative zu Glycerol bin ich bei Piechocki auf Karion gestoßen. Es soll ähnliche konservierende Eigenschaften haben, aber weniger oder keine Schrumpfungen hervorrufen. Der Brechungsindex beträgt etwa 1,46. Und dann versiegen auch schon die Quellen ...
Ja, man findet leider nur sehr wenig zu Karion in der Literatur, aber vielleicht kennt es ja jemand.

Viele Grüße,
Guido

RainerTeubner

Hallo,

 in der Anlage befindet sich noch ein Artikel aus dem MIKROKOSMOS über Sorbit:
Mikroskop: Carl Zeiss Standard Universal
Bildbearbeitung: Gimp, Helicon focus und picolay
Kamera: Canon EOS 5D II