Unbekannt kondensor CZJ

Begonnen von Mildi, August 13, 2025, 00:03:07 VORMITTAG

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Mildi

Hallo.
Ich habe einen CZJ 0.6 Kondensor aus der Microval-Serie gekauft.
Ich kann nicht feststellen, von welchem Produkt er stammt.
Ungeprüften Informationen zufolge könnte er auf LMA 10 installiert worden sein.
Für weitere Informationen zu diesem Kondensor bin ich dankbar.


Mit freundlichen Grüßen, Vasily.

Mildi

Hallo liebe Mikroskopikerkollegen!

Ich benötige Hilfe bei der Identifizierung eines Kondensors.

Der Kondensor stammt von Carl Zeiss Jena.
Er wurde vermutlich Ende der 1920er bis Anfang der 1930er Jahre hergestellt.
Die einzigen Markierungen sind das Logo von Carl Zeiss Jena und die Aufschrift ,,Carrel-Kond.".
Ich habe die mir zugänglichen Kataloge von 1924 bis 1941 durchgesehen, konnte aber keine Erwähnung finden.
Ich wäre für jeden Hinweis zur Identifizierung sehr dankbar.

Viele Grüße, Wassili!

purkinje

#2
Hallo Vasily,
vermutlich nach Alexis Carrel benannter Kondensor mit längerer Schnittweite für Zellkulturflaschen/gefäße.
Ein durchaus umstrittener Mann, der jedoch als Pionier der Gefäßnaht gilt (dafür Nobelpreis) und 1905 das erste Herz (eines Hundes) transplantiert hat; später Zellforschung und Erbbiologie mit heute sehr befremdlichen Ansichten: https://de.wikipedia.org/wiki/Alexis_Carrel
Seine späten Schriften übten wohl auch einen Einfluss auf einen der entscheidendsten islamistischen Vordenker Sayyid Qutb aus: Der Islam und die Probleme der modernen Zivilisation
Saiyid Qutbs Auseinandersetzung mit Alexis Carrel

Beste Grüße Stefan

Mildi

#3
Hallo Stefan.

Vielen Dank für die Information.
Ja, ich hatte schon vermutet, dass dieser Kondensor für die Methoden von Alexis Carrel entwickelt wurde.

Es könnte sich um ein Sonderanfertigungsprodukt wie den achromatischen Kondensor 1.3 handeln, aber zumindest findet sich in den Katalogen ein Hinweis zum 1.3-Kondensor.
Und nichts zu diesem hier.
Daher sind seine Parameter unbekannt.

Viele Grüße, Vasily

purkinje

Hallo Vasily,
der Kondensor sieht ja nicht nach allzu großer Schnittweite aus, aber die sogenannten Carrelschen Fläschchen zur Zellkultivierung gab es wohl auch recht klein und dünn. Auch mit Öffnungen, welche dann wieder mit Glimmerplättchen verschlossen werden konnten
carrelsche fläschchen.jpg
Beste Grüße Stefan