DF-Kondensor REICHERT NEO 1,18/1,42, Fragen

Begonnen von Jakob_Wittmann, Februar 07, 2026, 05:02:23 VORMITTAG

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Jakob_Wittmann

Guten Morgen, geschätzte Runde,

der im Betreff genannte Kondensor ist ein Dunkelfeld-Kardioid Typ für das Mikroskop REICHERT ZETOPAN.

In der Bedienungsanleitung für das ZETOPAN ist der Vorgang der Justage dieses Kondensor erklärt. Man soll mit einen 10-fach Objektiv beginnen und die Höhe des Kondensors so verstellen. dass ein dunkler Kreis sichtbar wird, den man mit den zwei Justierschrauben der Kondensorhalterung in die Mitte des Bildfeld bringen soll.

Der kleine Spalt zwischen Frontlinse des Kondensors und der Unterseite des Objektträgers (OT) muss mit Immersionsöl versehen sein, d.h. anders formuliert ein nicht allzu kleiner Tropfen kommt auf die Fronlinse und dieser muss die Unterseite des OTs benetzen

(Details siehe bitte Abbildung unten)

Problem:

Ich kann den Rand dieses dunklen Kreises nicht gut bis gar nicht erkennen. Daher ist die Justage ein bisschen hin- und her Probieren.

Und: Anders als bestimmte Reichert Beschreibungen dies beschreiben, bemerkt man, dass bei einem 10-fach Objektiv die Ausleuchtung NICHT bis zum Rand homogen ist sondern vignettiert.


Sind Euch Verfahrensweisen, Methoden bekannt, die das Justieren erleichtern? Eventuell korrigierende Linsen auf den Lichtaustritt legen? Was auch immer ...  :D

Sehr willkommen sind nicht nur Anmerkungen zum NEO 1,18/1,42, sondern auch generell zum Thema Dunkelfeld. Mir fehlen dazu fundierte Erfahrungen, denn die bisherige Verwendung der geeigneten Phasenblenden des PhK-Kondensors für geringe Vergrößerungen ist doch sehr unterschiedlich im Vergleich zur Nutzung dieses Kondensors.

Danke im Voraus und beste Grüße

Jakob
jakob.wittmann@hotmail.com


,,Ein Leben mit nur einem schwarzen Mikroskop ist möglich aber sinnlos."

Bernhard-Viktor ,,Vicco" Christoph-Carl von Bülow zugeschrieben

purkinje

#1
Hallo Jakob,
Zitat von: Jakob_Wittmann in Februar 07, 2026, 05:02:23 VORMITTAGSind Euch Verfahrensweisen, Methoden bekannt, die das Justieren erleichtern?
  • Bei Immersions DF-Kondensoren zum Einstellen /Justieren nicht zu kleine Objektivvergrößerung wählen
  • Phasenteleskop/Einstellupe zum Zentrieren und Einstellen (durch Kondensorhöhe, zuvor zentrierten Lichtring größer als Objektivapertur einstellen, also diesen wieder verschwinden lassen) verwenden
Beste Grüße Stefan

Muschelbluemchen

#2
Der Objektträger darf nicht zu dick sein, optimal genau 1.3 Millimeter. Ich hatte mal so einen DFK, da hat Reichert sogar einen passenden Objektträger mitgeliefert.

LG
Leo

Jakob_Wittmann

Guten Morgen, geschätzte Runde,



Zitat von: purkinje in Februar 07, 2026, 09:37:14 VORMITTAGHallo Jakob,
Zitat von: Jakob_Wittmann in Februar 07, 2026, 05:02:23 VORMITTAGSind Euch Verfahrensweisen, Methoden bekannt, die das Justieren erleichtern?
  • Bei Immersions DF-Kondensoren zum Einstellen /Justieren nicht zu kleine Objektivvergrößerung wählen
  • Phasenteleskop/Einstellupe zum Zentrieren und Einstellen (durch Kondensorhöhe, zuvor zentrierten Lichtring größer als Objektivapertur einstellen, also diesen wieder verschwinden lassen) verwenden
Beste Grüße Stefan


Dankeschön, Stefan! Ich habe nun versucht, mit einem 25x, 30x und 40x die Sache hinzukriegen. Das Zetopan hat zwar praktischerweise eine Bertrand-Linse, aber ich habe ebenso ein Einstellfernrohr verwendet.

Ganz gelungen ist es mir nicht, aber zumindest teilweise klappt die Beleuchtung bereits besser. Vor allem bei stärkeren Vergrößerungen.

Auffällig sind ein paar Dinge:

Ich nutze die original 6 V, 30 Watt Niedervolt Beleuchtungseinrichtung. Da der verwendete Lampentyp ausgesprochen schwierig zu bekommen ist (und wenn, kostspielig!), begrenze ich die Stromstärke auf 4 Ampere. Immerhin hat die Glühlampe auf diese Weise und relativ häufiger Nutzung schon ein Jahr gehalten ...

So, endlich zum Punkt:  ;D

Dieser Dunkelfeldkondensor bräuchte mehr Licht, daher muss ich eine (LED-)Lösung finden. Teilweise habe ich Belichtungszeiten von nahezu einer Sekunde. Ohne die Video-Funktion meiner Kamera, ist es mühsam.

Die Justierung:

Man braucht einen (kurzen) Schraubendreher, um die zwei Schrauben, die in den Backen der Aufnahme für einzuschiebende Kondensoren sitzen, zu verstellen. Zeitweilig (ich bin manchmal ungeschickt  ;) ) dauert das. Besonders weil bei einem Objektivwechsel teilweise neu justiert werden muss.

Direkt am Kondensor sind auch noch zwei Schrauben fürs Zentrieren, aber ich hoffe sehr, diese nicht verstellen zu müssen.

Beim Einstellen der Höhe des Kondensors machen ausgesprochen winzige Wege bereits deutlich Unterschiede in der Abbildung aus. Etwas ungewohnt, aber ich kriege das noch hin.

Entschuldige diesen Roman, lieber Stefan, aber ich hatte gewissermaßen ein Bedürfnis, dies loszuwerden ...  ;D  :-[

Ich füge noch Bilder (10x, 25x) bei, in denen die Ansicht verschoben wurde, um die Ausleuchtung zu zeigen. Bei einem 10-fach Objektiv erreiche ich, zumindest momentan, keine gleichmäßige Dunkelfeldbeleuchtung. Aber mal sehen ... :o


DF-Reichert-Ph-Achr.25x NA 0,45.jpg

DF-Reichert-SemPlan-Achr.10x NA 0,25.jpg


Zitat von: Muschelbluemchen in Februar 07, 2026, 19:35:28 NACHMITTAGSDer Objektträger darf nicht zu dick sein, optimal genau 1.3 Millimeter. Ich hatte mal so einen DFK, da hat Reichert sogar einen passenden Objektträger mitgeliefert.

LG
Leo


Herzlichen Dank, Leo! Dieser Hinweis ist für mich wirklich hilfreich. Ich habe mir bereits vor einiger Zeit einen Bügelmessschieber beschafft, weil ich bei fast jedem Präparat darauf achte, dass die Dicke des Deckglases passt.
Man kann mit diesem Werkzeug natürlich auch die Dicke von Objektträgern messen. Was ich mir angewöhnen werde. Ist ja kaum Aufwand.


Herzliche Grüße und Dank


Jakob
jakob.wittmann@hotmail.com


,,Ein Leben mit nur einem schwarzen Mikroskop ist möglich aber sinnlos."

Bernhard-Viktor ,,Vicco" Christoph-Carl von Bülow zugeschrieben