Hilfe bei der Identifizierung von Zeiss-Zubehör

Begonnen von moutinho, März 20, 2026, 14:51:09 NACHMITTAGS

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moutinho

Hallo zusammen,

ich benötige Hilfe bei der Identifizierung von zwei Zeiss-Zubehörteilen anhand der unten stehenden Fotos.

Zubehör 1
part_1_2.jpg
part1_1.jpg


Zubehör 2
part2_1.jpg
part2_2.jpg

Vielen Dank!

Andre

Kay Hoerster

Hallo Andre, das scheint ein (Mess-)Okular zu sein mit einschwenkbaren Skalenscheiben, die sich innerhalb der Revolverscheibe befinden. Es könnte ein Okularaufsatz für ein Werkstatt-Messmikroskop sein. Ich bin mir aber nicht sicher, in Real gesehen habe ich das Teil noch nicht. Aber vielleicht ist das eine Spur, die man weiter verfolgen kann...

Viele Grüße Kay
Mit freundlichen Grüßen
Kay

3D Alfons

Nun Andre,
Ein
Okular zum Gefügevergleich bei Metallen.
Metall Probe plan Schleifen und
Ätzen..
Gefüge wird sichtbar, mit  Muster einer EInlegeplatte abgleichen.
Grüße von der Mosel.

Spectrum

Hallo Andre,
Es handelt sich bei deinem Okular, wie Kay schon richtig vermutet hat um ein Messokular für das sogenannte "Große Werkzeugmikroskop".
Ein wuchtiges aus massivem Werkzeugstahl gefertigtes Instrument mit dem man viele Messvorgänge v.a. in der metallverarbeitenden Industrie,durchgeführt hat.

In den Okularen sind runde Glasscheiben verbaut.
Mit dem Rändelring dreht man diese Glasscheibe.
Je nachdem um welche Version des Messokulars es sich handelt (deines ist die Version "Q"), sieht man dann verschiedene Maßstäbe, beispielsweise um Gewinde oder Winkel auszumessen.
Sehr gut möglich, dass auch Versionen für das Metallgefüge von Stahl darunter waren.
In weiß/grau wurden die nach dem Krieg auch von Zeiss Jena weiter gebaut.
Es gab diese Mikroskope auch schon früher (WW2) in schwarz.
Hier die Anleitung zu dieser frühen Version:

https://www.mikroskop-online.de/Mikrokop%20BDA%20uebrige/20-255-1.werkzeugmikro.pdf#:~:text=Messen%20des%20Flankenwinkels%20an%20Gewindeschneidst%C3%A4hlen%2C%20Gewindefr%C3%A4sern%20und,der%20Winkel%20an%20Schablonen%2C%20Schnitten%2C%20Formlehren%20usw.

Lässt sich die Rändelschraube an deinem Exemplar noch drehen?
Was sieht man, wenn man durch das Okular auf einen hellen Hintergrund schaut?
Grüße Holger
Holger
Duzen und meine Bilder (auch ungefragt)  bearbeiten, mit eigenen Aufnahmen ergänzen und weitergeben erwünscht!

Gerd Schmahl

Hallo,
auf Grund der Farbe und der Okularbezeichnung "P10x (20)" dürfte es sich um ein Zeiss-Jena-Teil aus den 1970er/80er Jahren handeln.
LG Gerd
Man sagt der Teufel sei, im Detail versteckt,
doch hab' ich mit dem Mikroskop viel Göttliches entdeckt.

HCLange

#5
Hallo Andre,

das erste Objekt ist ein Meßokular für ein Jena Werkstatt-Meßmikroskop. Es enthält eine Glasscheibe mit Kreisbögen R 0,5 - R 60 für Meßobjektive 1x und 3x.

Das zweite Okular ist für den Einsatz an Mikroskopen, und kann mit Meßscheibenrevolvern (die hier fehlen ?) bestückt werden. Beispiel: Musterplatten mit Korngrößengrafiken.

Herzliche Grüße
Christoph

moutinho

Hallo Christoph,

vielen Dank für die ausführliche Erklärung! Das hat mir sehr geholfen, die beiden Okulare besser zu verstehen.

Besonders interessant fand ich die Information zu den Kreisbögen und der Anwendung mit den Meßobjektiven sowie der Hinweis auf die Musterplatten für den Gefügevergleich.

Nochmals vielen Dank für deine Hilfe!

Herzliche Grüße
Andre


Zitat von: HCLange in März 22, 2026, 21:31:57 NACHMITTAGSHallo Andre,

das erste Objekt ist ein Meßokular für ein Jena Werkstatt-Meßmikroskop. Es enthält eine Glasscheibe mit Kreisbögen R 0,5 - R 60 für Meßobjektive 1x und 3x.

Das zweite Okular ist für den Einsatz an Mikroskopen, und kann mit Meßscheibenrevolvern (die hier fehlen ?) bestückt werden. Beispiel: Musterplatten mit Korngrößengrafiken.

Herzliche Grüße
Christoph

moutinho

Hallo Gerd,

vielen Dank für deine Einschätzung! Das ist sehr hilfreich und passt gut zu dem, was ich bisher vermutet habe.

Ich werde das Teil anhand dieser Information weiter einordnen.

Viele Grüße
Andre

Zitat von: Gerd Schmahl in März 22, 2026, 20:23:12 NACHMITTAGSHallo,
auf Grund der Farbe und der Okularbezeichnung "P10x (20)" dürfte es sich um ein Zeiss-Jena-Teil aus den 1970er/80er Jahren handeln.
LG Gerd

moutinho

Hallo,

vielen Dank für die Erklärung! Das ist sehr interessant und hilft mir, den Zweck dieses Okulars besser zu verstehen.

Viele Grüße
Andre

Zitat von: 3D Alfons in März 22, 2026, 16:30:48 NACHMITTAGSNun Andre,
Ein
Okular zum Gefügevergleich bei Metallen.
Metall Probe plan Schleifen und
Ätzen..
Gefüge wird sichtbar, mit  Muster einer EInlegeplatte abgleichen.
Grüße von der Mosel.

moutinho

Hallo Kay,

vielen Dank für deine Einschätzung! Das ist eine sehr interessante Spur und passt gut zu den anderen Informationen, die ich bisher erhalten habe.

Ich werde in diese Richtung weiter recherchieren, um mehr über das Okular herauszufinden.

Vielen Dank für deine Hilfe!

Viele Grüße
Andre

Zitat von: Kay Hoerster in März 20, 2026, 16:11:30 NACHMITTAGSHallo Andre, das scheint ein (Mess-)Okular zu sein mit einschwenkbaren Skalenscheiben, die sich innerhalb der Revolverscheibe befinden. Es könnte ein Okularaufsatz für ein Werkstatt-Messmikroskop sein. Ich bin mir aber nicht sicher, in Real gesehen habe ich das Teil noch nicht. Aber vielleicht ist das eine Spur, die man weiter verfolgen kann...

Viele Grüße Kay

moutinho

Hallo Holger,

vielen Dank für die ausführliche und sehr interessante Erklärung! Das hilft mir wirklich sehr, das Okular besser einzuordnen.

Der Rändelring lässt sich bei meinem Exemplar noch drehen. Wenn ich durch das Okular gegen einen hellen Hintergrund schaue, kann ich tatsächlich verschiedene Skalen erkennen, die je nach Stellung wechseln. Ich werde mir das noch genauer anschauen und versuchen, die einzelnen Muster zu identifizieren.

Der Hinweis auf das Werkzeugmikroskop und die verschiedenen Versionen ist besonders hilfreich. Auch der Link zur Anleitung ist großartig – vielen Dank dafür!

Viele Grüße
Andre


Zitat von: Spectrum in März 22, 2026, 18:43:30 NACHMITTAGSHallo Andre,
Es handelt sich bei deinem Okular, wie Kay schon richtig vermutet hat um ein Messokular für das sogenannte "Große Werkzeugmikroskop".
Ein wuchtiges aus massivem Werkzeugstahl gefertigtes Instrument mit dem man viele Messvorgänge v.a. in der metallverarbeitenden Industrie,durchgeführt hat.

In den Okularen sind runde Glasscheiben verbaut.
Mit dem Rändelring dreht man diese Glasscheibe.
Je nachdem um welche Version des Messokulars es sich handelt (deines ist die Version "Q"), sieht man dann verschiedene Maßstäbe, beispielsweise um Gewinde oder Winkel auszumessen.
Sehr gut möglich, dass auch Versionen für das Metallgefüge von Stahl darunter waren.
In weiß/grau wurden die nach dem Krieg auch von Zeiss Jena weiter gebaut.
Es gab diese Mikroskope auch schon früher (WW2) in schwarz.
Hier die Anleitung zu dieser frühen Version:

https://www.mikroskop-online.de/Mikrokop%20BDA%20uebrige/20-255-1.werkzeugmikro.pdf#:~:text=Messen%20des%20Flankenwinkels%20an%20Gewindeschneidst%C3%A4hlen%2C%20Gewindefr%C3%A4sern%20und,der%20Winkel%20an%20Schablonen%2C%20Schnitten%2C%20Formlehren%20usw.

Lässt sich die Rändelschraube an deinem Exemplar noch drehen?
Was sieht man, wenn man durch das Okular auf einen hellen Hintergrund schaut?
Grüße Holger