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Objektträger reinigen

Begonnen von Blauwal, Mai 27, 2024, 20:01:25 NACHMITTAGS

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Blauwal

Hallo zusammen,

vlt. eine blöde Frage, aber zur Sicherheit frage ich dennoch mal nach:

Wie kann man am besten größere Mengen an Objektträgern (etwa 100 Stück) reinigen?

Vielen Dank:)

Peter Woitschikowski

Also ich nutze dafür die Besteck-Schublade in der Geschirrspülmaschine und trockne ggf. anhaftende Feuchtigkeit mit einem Mikrofasertuch nach....
Peter Woitschikowski, Gütersloh

Gerd Schmahl

Hallo Balaenoptera musculus,
ich mache das ganz klassisch von Hand:
Objektträger einweichen in warmes Wasser + Spüli + etwas Spiritus (wie beim Fensterputzen). Dann mit einem fusselfreien Lappen (ja, ich weiß, den gibt es gar nicht) schön trockenreiben.

Handelt es sich um Neuware oder geht es um gebrauchte Objektträger?

Kommt auch immer darauf an, was man mit den Objetträgern vor hat. Für Dauerpräparate darf man schon einen etwas höheren Aufwand treiben, als für die Frischpräparate der Tümpelprobe, die man nach 10 Minuten wieder zurück ins Glas tut.

LG Gerd
Man sagt der Teufel sei, im Detail versteckt,
doch hab' ich mit dem Mikroskop viel Göttliches entdeckt.

Hugo Halfmann

'n Abend zusammen,

große Mengen kommen in die Spülmaschine, für kleinere haben wir Sidolin streifenfrei.
Funktioniert beides sehr gut.
Viele Grüße aus dem Bergischen Land

Hugo Halfmann

rlu

Hallo Hugo,

die Sidolin-Werbung klingt für einen Objektträger eher kontraproduktiv:
Schutz durch Imprägnierung – Durch Imprägnierung bringt der Glasreiniger Fenster & Oberflächen nicht nur zum Glänzen, sondern lässt Wasser & neue Verschmutzungen einfach abperlen.

Ein Objektträger dürfte dann perfekt sein, wenn er optisch klar ist - gegen das Licht gehalten. Und ein Tropfen Wasser eben keine Perlen macht, sondern den Objektträger gleichmäßig benetzt.

Vielleicht nur wichtig für histologische Schnitte, die auf dem Objektträger haften müssen.
Bin gerade am Suchen, an welcher Stelle ich mir eine Verschmutzung/Verfettung einschleppe,
weil Teile meiner Schnitte sich ablösen.

Vielleicht liegt es am Spiritus, am Spüli vom Streckbad?
Siehe Mikrofibel Seite: 173


Liebe Grüße
Rudolf

Gerd Schmahl

Hallo Rudolf,
Zitat von: rulEin Objektträger dürfte dann perfekt sein, wenn er optisch klar ist - gegen das Licht gehalten. Und ein Tropfen Wasser eben keine Perlen macht, sondern den Objektträger gleichmäßig benetzt.
Diese Oberflächeneigenschaft lässt sich durch Abflammen besser herstellen, als durch Abwaschen. Dadurch werden irgendwelche Ladungs-Zustände an der Oberfläche verändert, wie genau, weiß ich nicht, aber dass es funktioniert, das weiß ich.
LG Gerd
Man sagt der Teufel sei, im Detail versteckt,
doch hab' ich mit dem Mikroskop viel Göttliches entdeckt.

Alf

Ich "reinige" sie ebenso mittels Bunsenbrenner, man benötigt etwas Gefühl für die Richtige Handhabung aber es funktioniert wunderbar. Auch die Oberflächenhaftung histologischer Schnitte wird dadurch erheblich verbessert. Ein Tropfen Wasser sollte sich schön verteilen, vor dem "Abflammen" bilden sich kaum haftende Wasserperlen.