kornkreise, und wissenschaftliche klärung

Begonnen von güntherdorn, Oktober 03, 2026, 12:46:01 NACHMITTAGS

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güntherdorn

kornkreise, und wissenschaftliche klärung

ich weise vorab daraufhin, dass es nur meine persönliche betrachtung ist,
und sich jegliche diskussion erübrigt.

frühe erwähnungen von kornkreisen (=KK):
1590: Eine der ersten dokumentierten Erwähnungen stammt aus Frankreich, wo in
einem Prozess Menschen beschuldigt wurden, durch einen Kreistanz bockshufige
Wesen gerufen zu haben.
1678: Die britische Flugschrift ,,The Mowing Devil" (Der mähende Teufel) macht das
Phänomen bekannt und führt nächtliche Kreise auf den Teufel zurück.
1880: Das Wissenschaftsjournal Nature berichtet erstmals offiziell über unregel-
mäßige Kreisformationen in einem Feld in Surrey, England.

ich habe das buch "kreisrunde zeichen" bereits 1989 gekauft und gelesen.
damals wurde noch nicht auf die eigenschaften der knoten, lateinisch "nodien",
hingewiesen. ich habe einst an die autoren geschrieben denn damals war email noch
nicht so aktuell. in diesem wiess ich auf diese nodien hin. mir fiel damals schon auf,
dass die strohhalme immer nur an den nodien umgebogen waren und an den halmen
nirgends ein bruch zu sehen war, beziehungsweise ein knick.
natürlich kam keine antwort.
heute hingegen wird ganz deutlich, dass dies im mittelpunkt der forschung steht.
heute ist mit sicherheit bekannt das damit echte und unechte  (sprich von menschen
erzeugte) KKs zu unterscheiden sind. alle echten kornreise die also nicht vom menschen
erzeugt werden können, haben abgebogene, geschwollene oder sogar geplatzte nodien.
außerdem ist auffällig, dass halme immer ca. 51 grad von der senkrechten, nur in den
nodien von der senkrechten, abgeknickt sind.  ich selbst habe vom KK mammendorf-
fürstenfeldbruck/bayern halme von bodo braunsdorfinger erhalten, wobei hier die
winkel zum teil abweichen. dies hängt aber ganz sicher mit der falschen lagerung
der teilstücke zusammen. auch heute kann man mit sicherheit behaupten, dass nur
mikrowellen, starke gravitation oder vergleichbares, diese veränderung an den
nodien hervorrufen können. damit ist gesichert, dass diese echten KKe niemals
von menschen erzeugt werden konnten.

vom internet (sinngemäss modifiziert):
auffällig ist zudem, dass die halme oft verbogene oder verlängerte wachstumsknoten
(nodien) aufweisen. werden die pflanzen nicht zertrampelt, wachsen und reifen sie in
ihrer neuen lage weiter. experimente deuten darauf hin, dass bei bestimmten
formationen elektromagnetische kräfte eine rolle spielen könnten. zudem wurden
radioaktive- und eisen-metall-partikel+magnetische veränderungen im boden festgestellt.

zu meinem mikroskopischen schnitt:
ein bekannter mikroskopiker hat mir von einem weizen-halm an der deformierten stelle,
an der man nicht menschliche von mensch-gemachten kornkreise unterscheiden kann,
mikroskopische schnitte erstellt. diese knoten (=nodien) sind zellular einseitig explodiert.
mensch-gemachte sind immer einfach am boden abgeknicht. meine schnitt-präparate
sind EINDEUTIG. die halme habe ich von einem sehr guten freund (bodo braunstorfinger),
der sie in mammendorf/FFB/bayern selbst entnommen hat, erhalten > siehe mikrofotos
von mir. das KK-feld-foto ist vom internet (quelle: exojournal+exomagazin-tv).

weitere fragen und fakten zu diesem thema (...die ich mir stelle);
1. KKs nur in feldern mit getreide die nodien haben, nie jedoch z.b. blumenwiesen oder
      gemüse- oder kräuter-pflanzungen.
2. auch der reifegrad der getreide muss berücksichtigt werden.
3. die zahl der nodien ist bei getreide-arten unterschiedlich.
4. nodien sind bei getreiden immer am blatt-ansatz.
5. nodien dienen zur entwicklung von blättern, blüten, seitentrieben, knospen oder luftwurzeln.
6. gibt es eine vorzugs-getreide-art bei KKen ?
7. fast alle gefäß-pflanzen haben nodien, nicht nur getreide.
8. wird ein haupttrieb gekappt, aktivieren sich die knospen an den darunterliegenden nodien.
9. nodien sind die aktivsten teile einer pflanze und spross-fähig (=vegetationspunkte,
      wurzelbildung).
10. es gibt auch inaktive, vertrocknete nodien.
11. warum sind nur in getreide-feldern KKe ?
12. was haben die 3-4 "hotspots" (haupt-regionen der KKs) gemeinsam ?
13. nur die ganz einfachen KK´s waren fakes von menschen, komplexe bis 500 teile
      immer nodien-gebogen, -gestreckt oder -einseitig geplatzt.
14. 5cm KK-linienbreite kann kein mensch erzeugen.

bitte keine komentare, denn dies ist nur eine subjektive mitteilung.
danke günther

(ps.: textbreite für drucker eingestellt. mein nodien-schnitt-foto ist frei, der original-ice-stitch hat 152MB,
es sind aber abgestuft noch 3 weitere, kleinere grössen von mir zu bekommen)



- gerne per du -
günther dorn
http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=444.0
www.mikroskopie-gruppe-bodensee.de
gildus-d@gmx.de

Peter T.

Hallo Günther,

das ist natürlich ein viel diskutiertes Thema und von daher spannend.
Was ich mich frage, ist, warum Du das hier mit dem Zusatz "Bitte keine Kommentare" postest. Ein Forum ist doch speziell dafür gedacht, dass diskutiert wird.
Zum Kern des Ganzen will ich nichts sagen, glaube aber nicht, dass sich "jegliche Diskussion erübrigt".

Also nichts zu den Kornkreisen, aber zur Botanik (einfach, weil es meinen mikroskopischen Schwerpunkt berührt): was ist auf Deinem Schnitt zu sehen und (ganz entscheidend) wie schließt Du vom mikroskopischen Befund auf die Art der Verursachung?

Schöne Grüße

Peter

reblaus

Fragen dazu:

a) Wie kommt es, dass die relativ schwachen Knicks in den Halmen einen derart deutlichen optischen Eindruck hinterlassen

b) Was bedeutet 5 cm "Linienbreite" in deiner Frage 14 ?

Gruß

Rolf

mikropit

das sagt KI und das ist wohl eine gute Erklärung
VG Peter Mikropit
KI:
Kornkreise entstehen fast immer durch Menschen. Das ist seit Jahrzehnten belegt, nicht nur vermutet.

Wie sie gemacht werden
Zwei oder mehr Personen gehen nachts ins Feld, meist mit einfachen Mitteln:

einem Pflock in der Mitte und einer Schnur als Zirkel
Brettern oder einer Walze, mit denen die Halme in eine Richtung gedrückt werden
einem Maßband oder einer Skizze für komplexere Muster
manchmal einer Taschenlampe mit Rotfilter, damit man vom Weg aus kaum etwas sieht
Die Halme werden nicht abgeschnitten, sondern umgeknickt, oft am ersten Knoten über dem Boden. Deshalb bleibt das Muster aus der Luft scharf, und die Pflanzen wachsen oft weiter. Ein einfacher Kreis ist in einer Stunde machbar. Aufwendige Figuren mit mehreren Ringen, ,,Schlüsseln" und Fraktalen brauchen eine Gruppe, eine Vorlage und mehrere Nächte.

1991 haben die Engländer Doug Bower und Dave Chorley zugegeben, ab 1978 Hunderte solcher Kreise in Südengland gelegt zu haben, anfangs mit einer Stange und einem Brett an einer Schnur. Danach wurde die Szene größer: Wettbewerbe, Gruppen mit Namen, immer komplexere Geometrie. Viele spätere Kreise sind signiert oder von den Machern selbst dokumentiert worden.

Warum sie so ,,perfekt" wirken
Aus dem Flugzeug sieht ein Feld wie eine Zeichenfläche aus. Gerade Linien und Kreise sind mit Schnur und Pflock leichter als freihand. Dazu kommt Auswahl: Die spektakulären Muster werden fotografiert und verbreitet, die schiefen Versuche nicht. In Wiltshire und anderen Gegenden mit viel Tourismus gibt es jedes Jahr neue, oft in der Nähe von Straßen und Aussichtspunkten.

Die anderen Erklärungen
Es gibt die Idee, sie kämen von Außerirdischen, von Plasmwirbeln oder von einer unbekannten Erdenergie. Dafür fehlt ein belastbarer Beleg. Was untersucht wurde, passt zu Menschen: Fußspuren und Brettabdrücke im Boden, gebrochene statt ,,von innen" verformter Halme, Fehler in der Geometrie, Geständnisse und Filmaufnahmen beim Legen. Kreise tauchen außerdem dort gehäuft auf, wo schon welche bekannt sind, und fast nie in unzugänglichen Feldern ohne Publikum.

Einzelne frühe Berichte aus dem 17. Jahrhundert beschreiben runde Stellen im Getreide. Das waren meist Wind, Lager oder Tiere. Die modernen, geometrisch geplanten Kornkreise sind ein Phänomen ab den späten 1970er-Jahren.
mikropit

Sourdough

Hi Günther,

auch ich habe versucht, mich botanisch mit dem Thema zu beschäftigen. Es ist durchaus berechtigt, das Thema zu diskutieren, da es den betroffenen Bauern großen Schaden zufügt, insbesondere durch das Zertrampeln des Feldes durch Schaulustige. So ist es für einzelne von wirtschaftlichedr Bedeutung.

Für die wissenschaftliche Betrachtung, die du anstrebst, ist es unabdingbar, mehr über die Probe zu wissen, als dass irgendjemand auf xxx.org meint, man könne "echte" von "menschengemachten" unterscheiden. Alleine darin ist schon eine Deutung.

Nettes Buch, was du zeigst (empfiehlst?), aber in Büchern kann jeder schreiben, was er will. Da ist ein Forumsbeitrag vertrauenswürdiger, weil viele Leute drauf schauen und der Autor nicht im Verdachst steht, nur Geld verdienen zu wollen.

Es gibt noch mehr Möglichkeiten als Pit beschreibt, um KK zu machen. Mein Hauptproblem bei der Beschäftigung damit ist aber, dass mir noch kein KK untergekommen ist. Dagegen habe ich ähnliche Formen auf Wiesen gefunden und in Gemüsebeeten in meinem Garten. Da kann ich - zumindest mir gegenüber, wenn ich beim Zähneputzen in den Spiegel schaue - die Hand ins Feuer legen, dass kein Spaßvogel das gemacht hat.

Ansonsten ist die Erforschung von KK derart schwierig, dass man es vergessen kann: Spassvögel machen hemmungslos KK, Bauern mähen ab, bevor die Touristen das Feld zertrampeln, viele Wissenschaftler nässen sich ein, wenn sie öffentlich dazu was sagen solle etc. und wenn man selber ran will, hat man keinen KK zur Hand.

So long
Michael