Nochmal: Planktonnetz

Begonnen von Peter V., Juli 18, 2010, 16:31:20 NACHMITTAGS

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Bernhard Lebeda

Zitat von: Peter V. in August 06, 2010, 21:32:41 NACHMITTAGS
Lieber Bernhard,

die Dinge sind nicht immer so, wie sie scheinen....
Habe dort angerufen - ist auch das "Übliche". Und nur echt mit der dicken "Plastikpulle".

Herzliche Grüße
Peter



Merde! 
Ich bevorzuge das "DU"

Vorstellung

beamish

und hier ist noch eine erweiterte Gebrauchsanweisung für Alfonsens Vorschlag (mit Kleiderbügel...  ;D )
http://www.msc.ucla.edu/Sea_World/Plankton%20net%20lesson.pdf

Herzlich grüßend und gute Nacht wünschend,

Martin
Zeiss RA mit Trinotubus 0/100
No-Name China-Stereomikroskop mit Trinotubus
beide mit Canon EOS 500D

felix

Detlef Kramer hat einen wichtigen Punkt beigetragen, der, so scheint es, nicht richtig zur Kenntnis genommen wurde.  Die Frage ist nicht Plastik oder Metall, sondern ob das Wasser aus dem Auffangbehälter ablaufen kann. Bei den einfachen, auch von Privatpersonen bezahlbaren Planktonnetzen ist das nicht der Fall. Bei diesen Netzen wird der Fang eigentlich gar nicht in den Auffangbehälter gedrückt, er sammelt sich vielmehr im Netz an und wird erst beim Herausheben durch Schwerkraft und geschicktes Schütteln in die Flasche gespült.  Dabei ist das Material der Flasche völlig gleichgültig.  (Die teureren Schleppnetze sind vor allem deshalb aufwendiger konstruiert, weil sie dem enormen Wasserdruck standhalten müssen, der schon bei gemächlicher Fahrt an einem ziehenden Boot entsteht.)

Das Auftriebproblem entsteht bei geschlossenen Flaschen an einem Stangennetz überhaupt nicht.  Man füllt die Flasche (und das ganze Netz!) einfach mit Wasser bevor es losgeht.  Bei einfachen Schleppnetzen macht man es ebenso oder man hängt ein Bleigewicht an, das die Flasche auch mit einem Luftrest noch unter Wasser hält.  Wiederum ist es egal, ob die Flasche aus PE oder Metall ist.  PE hat allerdings den Vorteil deutlich pflegeleichter zu sein.  Außerdem ist PE transparent, so daß man sehen kann, wie der Fang sich in der Flasche absetzt.  Die weitere Entscheidung darüber, was für ein Netz angesagt ist, hängt davon ab, was man fangen will.  Für vieles reicht ein Nylonstrumpf am Spazierstock völlig aus.  Für andere Organismen ist der Strumpf deutlich zu grob. 

Schließlich verrate ich kein Betriebsgeheimnis wenn ich sage, daß die nützlichsten (= am häufigsten gebrauchten) Geräte für die Gewässerbeprobung in eine ausgebeulte Hosentasche passen: ein angeschliffener Suppenlöffel, ein Plastikschaber und eine 60ml-Spritze (PE!) mit Verlängerungsschlauch (ebenfalls aus Kunststoff).

-- felix
"Du" angenehm.

Fahrenheit

Liebe Tümpler,

hier vielleicht noch etwas für die Bastler mit den Planktonnetzen, die eine einfache PE-Flasche angeschraubt haben.

Die Flasche lässt sich ja beliebig ersetzen, z.B. auch mit einer, in die zwei oder drei "Fenster" geschnitten wurden.
Auf diese Fenster lässt sich Siebdruckgaze entsprechender Maschenweite aufschmelzen oder aufkleben (dazu die Flasche etwas anrauen).
Somit strömt auch bei dieser einfachen Konstruktion beim Fangzug Wasser durch die Flasche, was die Ausbeute verbessern dürfte.

Herzliche Grüße
Jörg 
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Arbeitsmikroskop: Leica DMLS
Zum Mitnehmen: Leitz SM
Für draussen: Leitz HM