Zeiss Revolverkondensor: Aperturblende

Begonnen von treinisch, Mai 19, 2010, 12:56:45 NACHMITTAGS

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treinisch

Hallo liebe Mitglieder des Forums,

kann mir jemand sagen, ob und wie man bei diesem Kondensor die
Aperturblende justieren kann? Die Phasenblenden sind recht einfach zu
justieren, aber falls die Aperturblende überhaupt zu zentrieren ist, geht
das irgendwie anders.

Wäre für jede Hilfe dankbar!

Herzliche Grüße
Timm

Gerne per Du!

Meine Vorstellung.

Klaus Herrmann

Hallo Timm,

vielleicht sitzt die 0,9er-Klapplinse nicht genau in der optischen Achse?

Da sollte es einen verstellbaren Anschlag geben? Wenigstens war das bei den alten Konensoren so.
Mit herzlichen Mikrogrüßen

Klaus


ich ziehe das freundschaftliche "Du" vor! ∞ λ ¼


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Herne

Hallo Timm,
wie sieht denn das gute Stück von den anderen Seiten, speziell von unten, aus ? Vielleicht kann man dort was erkennen.

m.f.G.
Herbert
Die animalcula infusoria sind Blasen mit Neigungen.
G. Chr. Lichtenberg

treinisch

das mit der Klapplinse verfolgt mich irgendwie. Es gab ja mal einen Thread um
mein Problem mit der vermeintlich schiefen Leuchtfeldblende, damals hatte ich
genau diesen Anschlag mit Benzin gereinigt und danach hatte sich das Phänomen soweit
verbessert, dass ich zufrieden war.

Um deine Vermutung zu testen, habe ich mir die Aperturblende mal durch das
5x Objektiv angeschaut und siehe da, ohne Klapplinse ist sie zentriert.

Ok, hier ein Photo vom Anschlag, für mich sieht das einerseits sehr nach ,,Finger weg" aus,
aber andererseits nützt mit schiefer Klapplinse der ganze Kondensor natürlich nichts ...

Herzliche Grüße

Timm


Gerne per Du!

Meine Vorstellung.

Nomarski

Hallo Timm,

die Aperturblende läßt sich nicht zentrieren, dafür sind die Linsen so gefasst, daß man ein wenig ausgleichen kann.
Am Frontlinsenbügel sehe ich auch schon die Madenschrauben, die man lösen muß, um diese zu verrücken und nach Anziehen wieder neu zu fixieren.
Diese Arbeit ist nur etwas unbequem, wenn der ganze Tisch im Weg ist. Ein Zentrierobjektiv wäre da nicht schlecht,
wenn der Tisch abgebaut ist.

Viele Grüße
Bernd

treinisch

Hmm,

Zentrierobjektiv habe ich noch nie gehört, ich dachte mir ich nehme einfach den
Phasenring Ph3 vom 100x Objektiv, geht das nicht?

Herzliche Grüße

Timm
Gerne per Du!

Meine Vorstellung.

rhamvossen

Hi Timm,

Which Zeiss microscope do you have? I don't recognise this phase condenser. I have in my Zeiss standard the common 0.9  phase condenser in which the same adjustment screws are used for centering both the phase rings and the aperture diaphragma. Regards,

Rolf

treinisch

Hi Rolf,

its an Axioskop 20. These condensers seem to be quite rare ;)

I think the problem is definitely the top-lens, which is not moving
into the correct position, but to me it is not obvious, why there are
two screws to adjust the stop and how to adjust these.

best regards

Timm
Gerne per Du!

Meine Vorstellung.

Nomarski

Zitat von: treinisch in Mai 19, 2010, 14:17:37 NACHMITTAGS
Hmm,

Zentrierobjektiv habe ich noch nie gehört, ich dachte mir ich nehme einfach den
Phasenring Ph3 vom 100x Objektiv, geht das nicht?

Herzliche Grüße

Timm

Hallo Timm,

ein Hilfsmikroskop mit Fadenkreuz oder Gitter wäre zunächst hilfreicher, um rauszufinden wo die Dezentrierung steckt. Man fängt zunächst ohne Optik an und prüft, ob das Stativ richtig mit dem Fuß verschraubt ist. Dann kommt die Hilfslinse, der Kondensor erst ohne Frontlinse, dann mit Frontlinse. Es ist nämlich schnell passiert, daß man an der falschen Stelle was verkurbelt. ::)

Aber zu deinem 100er Phasenring im Kondensor: Wenn der mit dem Phasenring des Objektives konzentrisch ist, ist es dann die Irisblende für Hellfeld auch, wenn du am Revolver drehst, ohne nachzuzentrieren?

Wichtiger ist aber, daß du beim Köhlern mit oder ohne Hilfslinse und Frontlinse nicht immer nachzentrieren mußt.
Das kann man am besten mit dem 10er Objektiv kontrollieren, das in Ordnung sein sollte.

Viele Grüße
Bernd

Alfons Renz

Hallo Herr Reinisch,

Bei allen Zentrierungen des optischen Systems ist es wichtig, von der richtigen Achse auszugehen und dann sukzessive alle anderen Achsen daran zu orientieren.

Vermutlich bildet bei Ihrem Axioskop der Objektivrevolver die zentrale Achse, d.h. Sie müssen alle anderen optischen Elemente nach der Achse der Objektive orientieren.

Also, in Richtung Beleuchtung zunächst die Frontlinse des Kondensors, dann die Blenden und die Hilfslinse und schliesslich die Leuchtfeldblende und die Beleuchtung. Zum Okular hin folgen die Zentrierung des Tubus und die der Okulare.

Um die Kondensorfrontlinse richtig zu zentrieren, muss zunächst der Kondensor selbst in der Achse sitzen. Dazu die Frontlinse wegklappen und ihn zentrieren (falls es eine Möglichkeit gibt). Die Marke, auf die Sie mit schwacher Vergrößerung fokussieren, wäre hier die geschlossene Aperturblende (Ev. mit Hilfsfernrohr, aber immer kontrollieren, ob der Tubus selbst zentriert über dem Objektiv sitzt).

Dann mit einem Filzstift einen Tupfer mitten auf der Frontlinse des Kondensors machen (unter einer guten Lupe kontrollieren und ggf. korrigieren) und mit schwacher Vergrößerung auf diesen fokussieren. Falls nun diese Markierung nicht mittig im Blickfeld liegt (bei verschiedenen Vergrößerungen testen), diese Frontlinse zentrieren.

Das erfolgt in zwei Stufen: Zunächst muss die Frontlinse streng horizontal im Strahlengang liegen. Dazu dienen die Schräubchen am Kipphebel (unten rechts in Ihrem 2. Bild; Ein Schraube justiert den Anschlag, die Andere blockiert gegen Verdrehen Derselben). Ob dann die Frontlinse plan liegt, können Sie mit einer Dosenwasserwaage testen (Fotogeschäft). Die laterale Zentrierung erfolgt dann über die drei winzigen Madenschräubchen im Sitz der Frontlinse..

Vermutlich ist, wie Sie auch vermuten, der Weg des Kipphebels blockiert (verdreckt) oder der Sitz des Kondensors bzw. der Kipphebelhalterung verschoben. GGf. die Schrauben etwas lösen und versuchen, die richtige Lage wieder zu finden. Bie den älteren Kondensoren ist allerdings der Sitz der Basis des Kipphebels mit einem Bolzen gesichert ('festgenagelt') und nicht zu verschieben.

Viel Erfolg,

Alfons

treinisch

Vielen lieben Dank für all die hilfreichen Hinweise.

Im Endeffekt war es wohl der Anschlag der Klapplinse,
die ist nun waagerecht und zentriert. Sobald mir ein
Hilfsmikroskop mit Fadenkreuz unter die Finger kommt
werde ich noch mal nachprüfen.

Herzliche Grüße

Timm
Gerne per Du!

Meine Vorstellung.

Klaus Herrmann

ZitatDa sollte es einen verstellbaren Anschlag geben

Dann lag ich doch mit meiner Vermutung nicht so falsch? ;)
Mit herzlichen Mikrogrüßen

Klaus


ich ziehe das freundschaftliche "Du" vor! ∞ λ ¼


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treinisch

Zitat von: Klaus Herrmann in Mai 20, 2010, 18:51:32 NACHMITTAGS
ZitatDa sollte es einen verstellbaren Anschlag geben

Dann lag ich doch mit meiner Vermutung nicht so falsch? ;)

Jaja der Klaus. Du hast ja schonmal festgestellt, dass ich bestimmt andere Talente habe.

Ich habe sooft auf den Kondensor geschaut und immer wieder habe ich mich an diesen beiden
Schrauben festgebissen. Die ich auf auf den Aufnahmen gezeigt habe.

Aber es gibt noch eine dritte Schraube! Die direkt den Anschlag bildet und auch verstellbar ist,
die ist sogar selbst mit montiertem Tisch und während man durch das Okular blickt einwandfrei
erreichbar.

Also, nein, so ganz daneben lagst Du nicht mit Deiner Vermutung  ;D

Herzliche Grüße

Timm

Gerne per Du!

Meine Vorstellung.