Beständigkeit von Färbungen

Begonnen von volki, Dezember 19, 2010, 21:51:25 NACHMITTAGS

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volki

Liebe Färbeexperten,

ich bin immer wieder beeindruckt, welchen ästhetischen Anblick botanische Schnitte nach Einsatz der verschiedenen Färbeverfahren/-rezepturen bieten. 

Gibt es Erfahrungen hinsichtlich der Beständigkeit der Farbintensität über die Zeit?
Welche Abhängigkeit der Beständigkeit besteht hinsichtlich verschiedener Einschlussmedien?

Danke für Hinweise und besten Gruß

Volker

Detlef Kramer

Hallo Volker,

nach den allgemeinen Erfahrungen, wie sie hier und anderswo transportiert werden, bleiben die Färbungen ohne Einschränkungen erhalten, sofern das Einschlussmittel pH-neutral ist. Das gilt also für praktisch alle Harze und Kunstharze (Euparal, Malinol, Eukitt, Entellan usw.), für das klassische Canadabalsum nur mit Einschränkungen, wohl aber für das sythetisch hergestellte Canadabalsam, das Bernd Heim unter dem Namen Includal CB vertreibt.

Vorsicht ist geboten bei Einschlussmitteln, die mit Wasser mischbar sind. Da fehlt mir allerdings der Überblick.

Herzliche Grüße

Detlef

PS: Was macht der Klingenhalter?
Dr. Detlef Kramer, gerne per DU

Vorstellung: Hier klicken

Muschelbluemchen

Hallo Volker

Sehr viele Färbungen sind über Jahre hinweg haltbar. Die Klassiker Safranin/Astrablau/Fuchsin/Kristallviolett haben auch nach Jahrzehnten
die gleiche Leuchtkraft wie zu Beginn.
Wie Hr. Kramer schon angemerkt hat, natürlich in Abhängigkeit zum Einschlußmittel.
Pech hatte ich mit Lichtgrün - da waren die Präparate schon nach wenigen Jahren komplett ausgebleicht und fallweise
machen die Hämatoxylinfärbungen Probleme. Dies hängt aber nicht mit dem Einschlußmittel zusammen (die heutigen sind
eigentlich pH-neutral), sondern mit Resten der Differenzierungslsg oder mit zu wenig Bläuen beim Färbevorgang.

mit herzlichen Mikrogrüßen
Leopold