Olympus BHC - was daraus machen?

Begonnen von Denis, Juni 29, 2010, 22:36:51 NACHMITTAGS

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Denis

#15
Hi @ll!

Inzwischen habe ich weitere Fotos mit dem oben vorgestellten Mikroskop angefertigt und bin hierbei am Herumexperimentieren.

Dabei ist von einer Kieselalge folgendes Foto herausgekommen:



Was ich komisch finde: Köhlersche Beleuchtung steht und das Bild ist im Kamerasucher und im Okular (bei jeweils unterschiedlichen Triebeinstellungen) perfekt scharf. Das gemachte Foto hat aber immer einen leichten Unschärfeschleier. Durch Verringerung der Belichtungszeit ist es zwar besser geworden aber nicht ganz weg.

Was ich mich frage - sind die Unschärfen auf dem Foto der Kamera geschuldet (Verwackler durch den Auslöser) oder doch eher der im Gegensatz zu den modernen Mikroskopen schwächeren Mikroskopoptik?

Gibt es einen Tipp, das zu vermindern bis ganz wegzubekommen? Irgendwie möchte man sich ja den Top-Diatomeen-Fotos der Forenprofis annähern :D

Gruss
Denis

Eckhard F. H.

#16
Hallo Denis,
um Dein Problem zu flankieren und evtl. zu erhellen wäre womöglich angebracht, diesen Thread mal zu verfolgen.
http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=7863.0
Gruß - EFH

Rawfoto

Hallo Denis

Für mich sehen Deine Doppelkonturen doch sehr nach Verwackelung aus. Wenn Du die Kamera zusätzlich an einem Reprostativ befestigst und das Mikroskop drauf stellst sollte sich das Problem verringern. Wenn Deine Kamera zusätzlich noch Spiegelvorauslösung kann & Du die verwendest hast Du gewonnen. Ich habe auch so ein Mikroskop, die mechanische Qualität ist topp. Die Planobjektive die Du zeigst habe ich auch, die sind für digitale Fotografie nur sehr beschränkt einsetzbar. Du kannst aber vom BH2 die S-Plan oder S-Plan APO verwenden. Die haben zwar eine andere Tubuslänge aber da gibt's Zwischenringe. Wenn Du aber lauten z.B. S-Plan Objektiv verwendest (ohne Zwischenring) bist Du schon weit besser dran wie jetzt. Bezüglich der Fokusdifferenz, die hast Du weil die Abgleichlänge Deiner Kamera nicht passt. Wenn Du eine Olympus OM2N verwendest wirst Du eine gleiche Schärfe haben (dafür wurde Dein Anschlussrohr gemacht. Wenn die z.B. ein Balgengerät anstelle dieses Teils verwendest kannst Du die "richtige" Länge einstellen. Wenn Du so wie ich eine Canon EOS xxx verwendest musst Du den Tubus um ca. 5 mm verlängern. Die Gleichheit brauchst Du aber nur bei lebenden Objekten & natürlich nur wenn Du sie fotografieren willst. Für diesen Zweck baue ich mir so einen Tubus gerade um, er wurde auseinander geschnitten und eine Einstellschnecke eingesetzt. Damit kann ich die Länge des Tubus um fast 30 mm verstellen (15 mm pro Richtung) und auf der Kameraseite sitzt ein Bajonett der Firma LEITAX, das ist ein sehr präzises EOS-Bajonett welches ich für Umbauzwecke seit Jahren einsetze. Woran ich noch baue sind zwei Führungen (Rechts und Links) bei denen ich per Feststellschraube die Position auf beiden Seiten fixieren kann. Durch das Gewicht der Kamera verrutscht (verdreht) sich die Einstellschnecke leicht und das kann ich nicht brauchen ...

Der Kameratubus passt übrigens auch auf das Nachfolgemodell BHT oder BHS oder BHM (nur für den Fall, dass Du so wie ich dann später auf das Zubehörreichere Nachfolgesystem umsteigen willst) ...

Wenn Du weitere Fragen hast, einfach melden ...

Grüße aus Wien

Gerhard

Gerhard
http://www.naturfoto-zimmert.at

Rückmeldung sind willkommen, ich bin jederzeit an Weiterentwicklung interessiert, Vorschläge zur Verbesserungen und Varianten meiner eingestellten Bilder sind daher keinerlei Problem für mich ...

A. Büschlen

Hallo Denis,

mit dem Olympus BHC hast du ein sehr gutes Stativ und Olympus Optik gehörte schon damals wie Heute zum ganz Feinen! Dein Objektivsatz mit der Abgleichlänge von 37mm wird sehr schwer zu ergänzen sein. Ich meine aber, dass an dieses Stativ auch Objektive mit der Abgleichlänge von 45mm eingesetzt werden können. Wichtig: Bitte nicht 37mm und 45mm mischen!

Zum Grobtrieb: Du kannst die Gängigkeit des Grobtriebes einstellen. Wenn du das Mikroskop von hinten betrachtest, ist beim Triebrad rechts direkt am Stativ ein Ring den du von Hand lösen kannst. Du merkst dann wie sich der Grobtrieb leichter bewegen lässt. Nun kannst du den Ring so feststellen, dass der Grobtrieb leicht zu bedienen ist.

Gruss Arnold Büschlen
Schwerpunkt z.Z.:
- Laub- und Lebermoose.
- Ascomyceten als Bryoparasiten.

Denis

Zitat von: A. Büschlen in Januar 09, 2011, 19:30:09 NACHMITTAGS
Zum Grobtrieb: Du kannst die Gängigkeit des Grobtriebes einstellen. Wenn du das Mikroskop von hinten betrachtest, ist beim Triebrad rechts direkt am Stativ ein Ring den du von Hand lösen kannst. Du merkst dann wie sich der Grobtrieb leichter bewegen lässt. Nun kannst du den Ring so feststellen, dass der Grobtrieb leicht zu bedienen ist.

Danke Arnold,

diese Information hat mir schon sehr weitergeholfen. Gibt es soetwas äquivalentes auch für den Objekttisch? Der obere Trieb (für die "nach vorn- und nach hinten-Bewegung") ist sehr schwergängig und dort haben ein paar Tropfen Ballistol auch nichts gebracht. Der untere Trieb (für die Seitswärtsbewegung) hingegen läuft schön flüssig...

Gruss
Denis

Rawfoto

Lieber Denis

Ja die gibt es, wenn Du den Tisch mit dem Klemmhebel demontierst und ihn dann von unten anschaust siehst Du Links und Rechts eine Reihe Kugellager. Daneben sind Leisten die Druck auf die Kugellager ausüben. Da sind bei mir auf jeder Seite 4 Schrauben über die Leisten verteilt. Die Löcher unter den Schrauben erlauben eine leichte Bewegung, so kann man den Druck einstellen. ACHTUNG ==> die Schrauben auf einer Seite nur "leicht" lockern, ja nicht herausschrauben, wenn doch hast Du die Kugeln in der Hand (im besten Fall) ==> nur zur Sicherheit in einer dichten Schachtel lockern!!!

Die Schrauben sind gesichert und Du solltest sie nach der Einstellung wieder sichern (Schrauben-Sicherungslack "BLAU") ...

Eine Seite nach der anderen einstellen, wenn Du Glück hast geht's sogar mit einer Seite. Die beiden Führungen müssen parallel bleiben. Wenn nicht läuft der Tisch aus der Stellung (Positionsabhängig) ...

:-)

Gerhard

PS: der der die Kugeln vor Jahren schon einmal in der Laborwanne hatte & dann hat's Nerven gekostet ...
Gerhard
http://www.naturfoto-zimmert.at

Rückmeldung sind willkommen, ich bin jederzeit an Weiterentwicklung interessiert, Vorschläge zur Verbesserungen und Varianten meiner eingestellten Bilder sind daher keinerlei Problem für mich ...