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Was tun bei Augenfehler?

Begonnen von Myrtaceae, Oktober 10, 2011, 12:12:10 NACHMITTAGS

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Myrtaceae

Hallo,

ich habe vor einige Wochen hier im Forum ein Lomo MBS-10 erworben.
Schon bei der Besichtigung des Gerätes viel mir auf, dass ich es nicht schaffe, die beiden Bilder zu einem einzigen zusammen zu fügen.
Da mir der Käufer sehr seriös vorkam und er scheinbar genauso betroffen war wie ich selbst nahm ich das Mikroskop trotzdem mit.
Nachdem ich nun mehrere Leute durch eben dieses Mikrosop gucken lies ist klar: es liegt defintiv NICHT am Mikroskop.

Nachdem ich im www nichts darüber finden konnte, (Augenfehler + Mikroskop bringt mir nur sämtliche Optiker deutschlands) bin ich nun endlich, wie sollte es auch anders sein, in diesem Forum fündig geworden:

"2) Eine unterschiedliche Ausrichtung der Augen (leichtes Schielen): Schauen Sie mit beiden Augen durch die Okulare und blinzeln Sie dazu abwechselnd, so dass sie in schnellem Wechsel das Bild mit dem linken bzw. rechten Auge sehen: Wahrscheinlich 'hüpfen' nun die Bilder leicht seitlich und/oder in der Höhe. Das kann an der Justierung (Blickrichtung) des Tubus liegen (ist aber eher unwahrscheinlich, wenn Sie bei Punkt 1) nichts bemerkt haben) oder, und dies ist wahrscheinlich der Fall, an der Ausrichtung Ihrer Augen. Also einem leichten (oder deutlichen) Schielen.

Um dies zu bestätigen, heben Sie den Blick aus dem Mikroskop und schauen Sie auf ein Objekt in der Ferne, wobei Sie weiter in schneller Folge 'blinzeln', also dieses Objekt abwechselnd durch linke bzw. rechte Auge fixieren. Wenn das Bild (es geht auch mit der Bildschirm, auf den Sie eben schauen) jetzt ebenso 'hin- und herwackelt', so liegt der Fehler an ihren Augen. Diese sind dann in Ruhestellung nicht ganz parallel ausgerichtet. Bei normaler Helligkeit und starkem Bildkontrast kompensiert das Gehirn diesen Bildversatz, indem die Augenmuskeln ein entsprechendes Signal erhalten. Dabei spielt das Leitauge eine wichtige Rolle, indem es die Lage des Bildes vorgibt, nach der sich das andere Auge orientiert. 

Beim Blick durch den Binokulartubus, speziell nach Ermüdung und bei fehlendem Kontrast funktioniert diese Rückkopplung nicht: Sie sehen doppelt.

Sie müssen also zunächst den Fehler lokalisieren: Liegt es am Binokulartubus oder in der Ausrichtung Ihrer Augen."

Zitiert von Herr Alfons Renz

Das in diesem Beitrag erklärte Schielen scheint bei mir der Fall zu sein, zumindest springen auch von mir anvisierte Punkte leicht hin und her wenn ich abwechselnd blinzel.
Meine Frage ist nun: Wie kann ich das Problem lösen, gibt es eine andere Möglichkeit als eine Kamera zu adaptieren?
Wenn ich das nur lang genug übe, stellt sich mein Gehirn irgendwann selbst darauf ein, OHNE bleibende Schäden?

Ich hoffe Ihr könnt mir helfen, denn meine anfängliche Euphorie musste hierdurch leider einen herben Schlag hinnehmen!!!

Liebe Grüße von Jona

Hyperion

#1
Und das Problem besteht auch, wenn der Abstand der Okulare verschoben wird?

Ich z. B. muss die Teile fast komplett zusammenschieben damit ich nur 1 Bild sehe, da passt nichtmal mehr die Nase dazwischen.

OT: Ich habe aber noch das viel schwierigere Problem, das ich mit dem hunderter Objektiv soviele Mouches volantes im Auge sehe, das ich meine Bacillen kaum noch erkenne.

Myrtaceae

Hm, so habe ich das ehrlich gesagt noch gar nicht versucht.
Ich habe immer aufgehört sobald meine Nase gequetscht wurde, kommt man so denn überhaupt noch nah genug an die Okulare?
Aber um die Frage direkt zu beantworten: Ich hab den Augenabstand versucht umzustellen, werde heute Mittag, wenn ich wieder Zuhause bin deinen Tipp versuchen und hier bescheid geben!

Rene

What about Fernglaser, do you have the same problem?

Best wishes, René

Peter V.

Hallo Jona,

das gleiche Problem habe ich auch. Der von "augengesunden" Nutzern oft begeistert beschirebene Seheindruck eines dreidimensionalen Bildes beim Blick durch ein Stereomikroskop bleibt leider auch mir verborgen. Auch ich kann ein Stemi nur als "monokulare hochvgergrößernde Lupe" verwenden. Und es gibt nicht wenige Menschen, die diesen "Augenfehler" haben.
Ich vermute mal, dass Du die beiden Bilder eines Feldstechers auch nicht miteinander vrschmelzen kannst, oder?
In den meisten Fällen muß man damit leben, wegtrainieren kann man es leider nicht.
Und man muß bei diesen Dingen auch das Positive sehen: Beim Mikroskop reicht ein preiswerter Monotubus  ;D

Herzliche Grüße
Peter
Dieses Posting ist frei von kultureller Aneigung, vegan und wurde CO2-frei erstellt. Für 100 Posts lasse ich ein Gänseblümchen in Ecuador pflanzen.

Werner Jülich

Man könnte versuchen, durch einen Eingriff in das Stereomikroskop das Schielen zu kompensieren.
Hilfsweise könnte man auch eine Reihe preiswerter oder gebrauchter Stereomikroskope auf diese spezielle Eignung hin überprüfen.

Werner Jülich

Myrtaceae

Das ist mir ja jetzt echt ein bisschen Peinlich. Außerdem rege ich mich auf, dass ich solange an mir selbst gezweifelt habe :)

AAAALSO, war heute beim Optiker, durch ein Fernglas schauen macht mir absolut keine Probleme!!!
Mit dem Tipp die Okulare näher zusammen zu machen konnte ich leider auch nicht weiter kommen.

Glücklicherweise habe ich dann eine Private Mitteilung hier in diesem Forum bekommen.
Aus eben dieser würde ich gerne einen Auszug posten (Mache ich nur, weil es selbst ein Auszug aus diesem Forum ist):

"Ich habe ihn geraten was schon von Euch auch geraten, erst einmal den Augenabstand richtig einzustellen. Dann die Augen ganz nahe an die Okulare bringen und langsam immer weiter entfernen aber immer das Bild, was vorher scharf eingestellt worden ist, im Auge zu behalten. Irgendwann  kann das, auf kurzen Blick eingestellte, Auge diese Bild(er) nicht mehr scharf sehen und es muss auf entferntes sehen umstellen. Dann macht es im wahrsten Sinne des Wortes „ klick“ und es vereinigen sich beide Ringe zu einem. Wenn Mensch und Auge das einmal gelernt haben hat „Mann oder Frau“ das Problem mit den Doppelringen gelöst. Es dauert bei wenigen etwas länger bei Heinrich ging es schnell."

Nach ein paar Versuchen hat es dann Tatsächlich geklappt!!!
Ich hatte für ca 10 Sekunden ein ganz normales "tiefen" Bild, welches sich nicht mehr überschneidet.
Ich verliere das Bild zwar immer wieder, wenn ich dann aber wieder in die Ferne "starre" kommt es mal schneller, mal langsamer wieder.
Ich hoffe mit genug Training bekomme ich das auch Dauerhaft in den Griff....

Ich möchte hiermit nochmals Michael meine besten Grüße und Wünsche aussprechen, denn er hat es geschafft, dass ich nach über einem Monat Mikroskop-Besitzt EEEEEEEEENDLICH die Triebe meiner jung gekeimten Eiche betrachten kann... Du hast einen Mikroskop-Neuling glücklich gemacht ;)

Sodann, auf dass ich euch mit meiner neuen Errungenschaft täglich neue Fragen stellen kann :)

so long, Jona ... der Jona ;)

bibbi

Oh je... das könnte erklären warum ich Probleme habe durch das Zeiss bei meiner TÄ'in zu sehen, da halte ich immer ein Auge zu um überhaupt was zu erkennen.
Ich werde da noch mal verstärkt drauf achten, kann ja nützlich sein falls ich mir ein anderes Mikroskop zulegen will.

Viele Grüße
bibbi

Guy Marson

@ hyperion
Zitatdas viel schwierigere Problem, das ich mit dem hunderter Objektiv

Es geht doch um das MBS10 von Lomo. Seit wann hat das ein 100er Objektiv?

@Myrtaceae: Quasi alle MBS10-Binos sind (ab Fabrik) miserabel justiert. Es liegt meist nicht an den Augen des Anwenders wenn die Bilder nicht übereinander passen wollen, sondern an den Prismen oder den Okularstutzen. Ich kenne einen mutigen Menschen im Ländle (Michael Eisele, Gerbersruhr, 43. D-69168 Wiesloch - Tel: 06222/4334 Fax.: 06222/4429) der diese Dinger sauber justiert und von vorn herein nur MBS10 Lupen von guter Qualität verkauft.
Ciao,
Guy

Hyperion

ZitatEs geht doch um das MBS10 von Lomo. Seit wann hat das ein 100er Objektiv?

Das nicht aber ich sehe generell bei jedem 100er so gut wie nur noch flimmern.... hat aber nichts mit dem Thema zu tun, dazu wurde schon alles wesentliche gesagt.

Wenn der TE es gar nicht mehr hinbekommt, dann wäre vielleicht eine gute Livekamera für den PC eine Alternative.

reblaus

Hallo hyperion -

auch wenn's OT ist:

Da ich sowohl nur 1 Auge richtig benutzen kann als auch unter starken mouches volantes leide hat mich das live view meiner Canon gerettet - also, ich kann das nur empfehlen.

Gruß

Rolf

Peter V.

#11
Zitat von: reblaus in Oktober 11, 2011, 15:21:07 NACHMITTAGS
Hallo hyperion -

auch wenn's OT ist:

Da ich sowohl nur 1 Auge richtig benutzen kann als auch unter starken mouches volantes leide hat mich das live view meiner Canon gerettet - also, ich kann das nur empfehlen.

Gruß

Rolf

Hallo Rolf,

aber auch der/die/das Canon LiveView kann nicht "Stereo"!  ;D

Herzliche Grüße
Peter

Dieses Posting ist frei von kultureller Aneigung, vegan und wurde CO2-frei erstellt. Für 100 Posts lasse ich ein Gänseblümchen in Ecuador pflanzen.

-JS-

Peter, Peter...
also näh...
bissken pingelich heute ?
;D ;D
Schmunzel-Gruß
Joachim
... bevorzugt es, ge_Du_zt zu werden ...

reblaus

Hallo Peter -

nachdem die Entwicklung der deutschen Sprache noch hinter Holländern und Engländern hinterherhinkt bin ich ja noch gezwungen dem public viewing - 'tschuldigung live view - ein Geschlecht nach meinem gusto zuzuordnen.
Was "stereo" ist, musste ich mir schon immer von Schulkameraden, Literatur oder meiner Frau schildern lassen. Deshalb habe ich auch auf meinem Stemi links ein 4x und rechts ein 16x Okular - das spart das Umstöpseln.
Aber nachdem Stereo schon beim Fernsehen Einzug hält, wird stereo love you auch bei den Mikroskopikern nicht mehr lange auf sich warten lassen -

Viele Grüße

Rolf

Peter V.

#14
Hallo Rolf,

dann bist Du ja ein echter Leidensgenosse! Bei meinem DMLB steckt links ein normales Okular und rechts ein Phako-Einstellfernrohr. Nicht unpraktisch zum schnellen Nachjustieren. Und bevor das zweite Rohr "ungenutzt" bleibt... Wir gehen also offenbar beide gleich pragmatisch mit unserer "Behinderung" um  ;)

Ja, und den "Stereoeffekt" habe ich selbst auch so gut wie noch nie erleben können. Ich kann nicht binokular durch Feldstecher schauen, natürlich auch nicht durch ein Mikroskop und mit Rot-Grün-Brillen kann ich auch nichts anfangen. Lediglich einmal hatte ich ( für mich selsbt erstaunlich ) für kurze Zeit bei einerm virtuellen Rundgang durch die Raumstation ISS in der Dortmunder DASA, die mit der Polarisationstechnik arbeitete, diesen Aha-Effekt. Seitdem habe ich ein ungefähre Ahnung, was "Stereosehen" ist.

Hezrliche Grüße
Peter
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