Zeiss Optovar an Olympus BH2?

Begonnen von Peter V., September 25, 2011, 13:19:23 NACHMITTAGS

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Peter V.

Hallo!

Leider sind die Optovare für Olympus relativ selten.
Kann man eigentlich ein Zeiss Optovar nach Anpassung der Schwalben am BH2 verwenden? Soweit ich sehe, müsste dazu nur die unteren Schwalbe des Optovars etwas abgedreht werden. Und die "obere" Linse ( Telanline? ) muss herausgeschraubt werden ( kann man auf die eigentlich verzichten? ).
Hat evtl. jamend Erfahrung mit dieser Adaption?

Herzliche Grüße
Peter
Dieses Posting ist frei von kultureller Aneigung, vegan und wurde CO2-frei erstellt. Für 100 Posts lasse ich ein Gänseblümchen in Ecuador pflanzen.

Florian Stellmacher

Lieber Peter,

Gegenfrage: Warum willst Du so grausam sein?  ;)

Um ehrlich zu sein, bei all den Mikroskopen mit Optovar, Variotubus oder sonstigen Vergrößerungswechslern benutze ich eigentlich ausschließlich die unterste Stufe...

Herzliche Grüße,
Florian
Vorwiegende Arbeitsmikroskope:
Zeiss Axioskop 2
Olympus BHS (DL, Pol, Multidiskussionseinrichtung)
Zeiss Axiophot (DIK und AL-Fluoreszenz)
Zeiss Axiovert (Fluoreszenz)
Wild M400 Fotomakroskop (DL, DF, AL, Pol)

Nomarski

#2
Lieber Peter,

ZitatSoweit ich sehe, müsste dazu nur die unteren Schwalbe des Optovars etwas abgedreht werden.
Die sind erstens gehärtet, zweitens landet man schnell in den Schraubenlöchern.

ZitatUnd die "obere" Linse ( Telanline? ) muss herausgeschraubt werden ( kann man auf die eigentlich verzichten? ).
Diese Frage kannst du dir selbst beantworten, schraube die Telanlinse doch einfach mal raus und setz das Optovar ans Standard. Wenn du meinst, das Bild wäre ohne Telanlinse besser, würde ich sie dir gerne abkaufen wollen.

ZitatHat evtl. jamend Erfahrung mit dieser Adaption?
Nur der Versuch macht kluch. Ich mache dir folgenden Vorschlag: Ich drehe dir einen neuen unteren Schwalbenring passend für Olympus, du gibst mir dafür die obere Telanlinse. ;)

Viele Grüße
Bernd


Rawfoto

Hallo Peter

Also ich sehe die regelmäßig, in der Bucht, bei Händlern, ... ==> also selten ist was anderes! Wo suchst Du denn?

:-)

Gerhard
Gerhard
http://www.naturfoto-zimmert.at

Rückmeldung sind willkommen, ich bin jederzeit an Weiterentwicklung interessiert, Vorschläge zur Verbesserungen und Varianten meiner eingestellten Bilder sind daher keinerlei Problem für mich ...

Hugo Halfmann

Zitat von: Peter V. in September 25, 2011, 13:19:23 NACHMITTAGS
Soweit ich sehe, müsste dazu nur die unteren Schwalbe des Optovars etwas abgedreht werden.


Hallo Peter,

Das ist Frevel. Von sowas dreht man nix ab !

Im Ernst:

Wozu ??? Die Bildqualität steigt ja nun einmal nicht mit zunehmender Vergrößerungsstufe, soviel steht fest.






Viele Grüße aus dem Bergischen Land

Hugo Halfmann

peter-h

#5
Lieber Peter,

ich besitze - welch ein Glück - sowohl für mein Oly BH-2 ein Optovar, wie auch für mein Standard 16 ein entsprechendes Optovar. Natürlich hatte ich auch Gedanken mit einer Adapterlösung von Zeiss nach Olympus. Es ginge so leidlich, ohne den jeweiligen Optos am Aluminium oder Stahl zu sägen. Aber es wäre eine Krampflösung.
Also etwas Geduld und jedes Stativ bekommt sein RICHTIGES Teilchen.

Übrigens, der einzige Vorteil oder große Nutzen für mich ist die Bertrand-Linse  ;D

Grüße
Peter

Klaus Herrmann


Hallo,

ich hatte in Abständen 4 Mal einen Optovar und immer festgestellt, dass ich ihn nicht brauche.

ZitatÜbrigens, der einzige Vorteil oder große Nutzen für mich ist die Bertrant-Linse 

Geht natürlich auch mit dem PH-Fernrohr!  ;)

Aber Peters kleiner Schreibfehler erinnert mich an eine Frage, die Rolf schon mal gestellt hat und die nie beantwortet wurde:

Wer ist der Bertrand. Natürlich wissen wir alle dass er immer zusammen mit dem berühmten Amici genannt wird.

Aber was weiß man über ihn?  Bei der Googelei dreh ich mich im Kreis. Wer kann Verlässliches und Erschöpfendes über den unbekannten Bekannten berichten?
Mit herzlichen Mikrogrüßen

Klaus


ich ziehe das freundschaftliche "Du" vor! ∞ λ ¼


Vorstellung: hier klicken

TPL

#7
Zitat von: Klaus Herrmann in September 26, 2011, 00:11:34 VORMITTAGWer ist der Bertrand. Natürlich wissen wir alle dass er immer zusammen mit dem berühmten Amici genannt wird. Aber was weiß man über ihn?  Bei der Googelei dreh ich mich im Kreis. Wer kann Verlässliches und Erschöpfendes über den unbekannten Bekannten berichten?

Hallo zusammen!
Genaueres über diesen Bertrand im Netz zu finden ist tatsächlich nicht so einfach. Da stehen nämlich auch ein paar vermeintliche Bezüge, die zwar nahe dran sind, aber trotzdem falsch ::). Zumindest nach einer relativ verlässlichen Quelle (Kerr, P.F. 1959; Optical Mineralogy, McGraw-Hill) heißt der Entwickler dieser Linse E. Bertrand. Etwas mehr erfährt man hier: Émile Bertrand lebte von 1844 bis 1909 und publizierte seine bereits seit Beginn der 1870er Jahre laufenden gerätetechnischen und methodischen Studien 1878 im Bulletin de la Société Française de Minéralogie. Nach ihm ist das Mineral Bertrandit benannt.

Problematisch für die Recherche ist, dass es nicht nur einen prominenten und exakten Namensvetter gab (Émile Bertrand; Résistance-Kämpfer), sondern auch mehrere andere Geowissenschaftler mit diesem Nachnamen, darunter Léon Bertrand, Autor eines Buches über Pol-Mikroskopie, Louis Bertrand (Geologe) und Marcel Alexandre Bertrand, ebenfalls Geologe, und zwar ein ziemlich Bedeutender für die moderne Geologie.

Wenn man jetzt noch bedenkt, dass Bertrand nicht nur ein Nachname, sondern auch ein Vorname ist, wird klar, warum die eine oder andere Referenz in's Nichts, oder schlimmer, in die Irre führt.

Den Begriff der Bertrandschen Linse gibt es übrigens schon seit gut 100 Jahren im Fachjargon (Weinschenk, E., 1901: Anleitung zum Gebrauche des Polarisationsmikroskops. Herdersche Verlagsbuchhandlung, S. 83.) Ich frage mich deshalb manchmal, wem wir eigentlich diese unsägliche "Bertram-Linse" zu verdanken haben. War das eine der tausendjährigen Germanisierungen?

Herzliche Grüße, Thomas