Lichtleiter-LAmpenhaus am Olympus BH2 & allen anderen

Begonnen von Rawfoto, Februar 13, 2012, 12:16:22 NACHMITTAGS

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Rawfoto

Liebe KollegInnen


Am Wochenende bin ich einen Schritt vorangekommen (und einen zurück) ...

Meine Ziel ist einen Blitzkopf (Studioblitzanlage) für Lichtleiter an das Mikroskop zu bringen (Einstellicht und Blitzlicht). Dazu habe ich ein Lichtleitergehäuse von Olympus erstanden (in der Bucht) und den entsprechenden Adapter auf der Drehmaschine gefertigt ...

Der erste Test zeigt aber ein Systemproblem ==> ich sehe die Lichtquelle als Lichtquellen, konkret ist jede einzelene Ader des Lichtleiters eine eigene Lichtquelle!!!

Diese kann ich perfekt scharf stellen und das Köhlern der Lichtquellen funktioniert bestens ...

Der logische Ansatz würde jetzt bei mir in Richtung Diffusion gehen aber bevor ich da zu testen beginne, hat von Euch jemand Erfahrungen mit der Übertragung von Licht via Lichtleiter für das Mikroskop?!?

Es ist vollkommen egal welche Lichtquelle ich dahinter hänge, mein Problem ist das Gleiche und ich verstehe es ja eigentlich auch ...

Das Lampengehäuse war auf einer Olympus Auflichteinheit für ein Unendlichsystem, aber damit kann das eigentlich nichts zu tun haben. Welchen Diffusor würdet Ihr empfehlen und wo kommt der idealer Weise hin. Unter den Kondensor?!?

:-)

Gerhard

PS: oder liege ich mit meiner Vermutung mit dem Diffusor falsch ....
Gerhard
http://www.naturfoto-zimmert.at

Rückmeldung sind willkommen, ich bin jederzeit an Weiterentwicklung interessiert, Vorschläge zur Verbesserungen und Varianten meiner eingestellten Bilder sind daher keinerlei Problem für mich ...

Lothar Gutjahr

Guten Morgen Gerhard,

Erfahrung habe ich keine mit den Lichtleitern am Mikroskop. Aber so aus meinem Vorstellungsvermögen heraus, würde ich sagen zuerst die Abbildung der Einzelfasern unscharf stellen, damit sich die "Einzellichtquellen überlappen und dann eventuell falls notwendig einen leichten Difusor. Unter dem Olympusteil kann ich mir jetzt nicht viel vorstellen. Und auch noch wichtig, immer schön gerade in die Fasern leuchten, sonst gibt es am anderen Ende einen Ring, dessen Durchmesser vom Eintrittswinkel abhängt.

Lieben Gruß

Lothar

olaf.med

Hallo Gerhard,

http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=5489.msg37305;topicseen#msg37305

hier gibt's ein paar Gedanken zu Lichtleitern als beleuchtende Optik (ziemlich weit unten im Thread). Wahrscheinlich hilft es Dir nicht viel weiter, aber nur so als Info.... :)

Herzliche Grüße,

Olaf
Gerne per Du!

Vorstellung: http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=4757.0

... und hier der Link zu meinen Beschreibungen historischer mineralogischer Apparaturen:
https://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=34049.0

Rawfoto

Hallo Lothar

Danke für die Rückmeldung, alle Fasern sind exact gleich groß ==> die Zentrierung passt also bei mir. Das mit dem unscharfstellen muss ich am Abend versuchen ob das aber eine wirklich homogene Fläche ohne Lichtabfälle gibt? Vorstellen kann ich es mir nicht, aber einen Versuch ist es wert ...

Hallo Olaf

Habe alles mit Spannung gelesen, hamit habe ich mich gedanklich auch schon einmal auseinandergesetzt, die 1000W-Lampe und die ca. 40kg vom Kopf und Netzteil meiner Farbmischköpfe haben mich dann doch davon abgehalten :-)

:-)

Gerhard
Gerhard
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Rückmeldung sind willkommen, ich bin jederzeit an Weiterentwicklung interessiert, Vorschläge zur Verbesserungen und Varianten meiner eingestellten Bilder sind daher keinerlei Problem für mich ...

wilfried48

#4
Zitat von: Rawfoto in Februar 13, 2012, 12:16:22 NACHMITTAGS
Der erste Test zeigt aber ein Systemproblem ==> ich sehe die Lichtquelle als Lichtquellen, konkret ist jede einzelene Ader des Lichtleiters eine eigene Lichtquelle!!!

Diese kann ich perfekt scharf stellen und das Köhlern der Lichtquellen funktioniert bestens ...


Hallo Gerhard,

das ist ein Widerspruch in sich, wenn du die Lichtquellen scharf siehst dann bist du maximal weit weg von der Köhlerschen Beleuchtung.

Sorge dafür, dass du das  Lichtleiterende mit den Lichtquellen exakt in der Ebene plazierst wo bei deiner Köhlerschen Beleuchtungseinrichtung die Wendel der Lichtquelle ist. Dann müsstest du die Lichtquellen in der hinteren Brennebene des Objektivs mit dem Hilfsokular scharf sehen, wenn du richtig geköhlert hast. Dann siehst du im normalen Bild mit Sicherheit keine Struktur der Lichtquellen mehr.

viele Grüsse
Wilfried

P.S. Ich sehe gerade das du ja schon ein Lampengehäuse hast, das von Olympus für Lichtleiter gedacht ist. Dann müsste Olympus das schon so eingerichtet haben, wie ich oben empfohlen habe. Dann kann ich mir nur vorstellen, dass durch den Adapter der Lichtleiter in die falsche Position geraten ist. Zeig doch mal ein Bild von der Anordnung.

vorzugsweise per Du

Hobbymikroskope:
Zeiss Axiophot,  AL/DL/Ph/DIC/Epi-Fl
Zeiss Axiovert 35, DL/Ph/DIC/Epi-Fl
Zeiss Universal Pol,  AL/DL
Zeiss Stemi 2000 C
Nikon Labo-/Optiphot mit CF ELWD Objektiven

Sammlung Zeiss Mikroskope
https://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=107.0

Rawfoto

Hallo Wilfried

Danke für die Rückmeldung, am liebsten würde ich jetzt testen und nicht arbeiten :-))

Ich habe die Einrichtung so gebaut das ich ca. 8 cm Verstellmöglichkeit haben. Ich bin jetzt in die Ebene gegangen wo beim 100er Lampenhaus die Lampe sitzt. Am Abend werde ich also die Position testen, habe ja ca. 4cm pro Richtung ...

Wenn ich Dich richtig verstehe muss die Lichtquelle mit der Bertrantlinse scharf zu sehen sein, ich kann also die Position durch Verschiebung der Austrittsöffnung des Lichtleiters finden ...

In 4 Stunden kann ich loslegen ...

:-)

Gerhard
Gerhard
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wilfried48

Hallo Gerhard,

du musst dabei wie folgt vorgehen. Mit Phasenkontrastobjektiv ein Objekt scharfstellen.
Dann mit Bertrandlinse auf den Phasenring des Objektivs scharfstellen. Dann Kondensorhöhe so verstellen, dass der Rand der Kondensorblende mit der Bertrandlinse gleichzeitig mit dem Phasenring scharf ist.
Dann Lichtleiter so verschieben bis du mit der Bertrandlinse auch die Lichtleiterpixel möglichst scharf siehst.

Dann ist geköhlert !  Und dann müsste auch die Leuchtfeldblende beim Zuziehen mit dem normalen Okular im mikroskopischen Bild ungefähr scharf erscheinen, wenn Olympus den Rest der Beleuchtungsoptik richtig gemacht hat.

viele Grüsse
Wilfried
vorzugsweise per Du

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Rawfoto

Hallo Winfried

Leider lese ich Deine Zeile erst jetzt, aber zum Glueck lag ich mit meiner Vorgehensweise analog (nach 2 lehrreichen Stunden). Ich liege jetzt deutlich weiter hinten, ueber zwei Zentimeter ...

Was ich jetzt auf jeden Fall sehe ist, der Leuchtkreis dieses eigentlich fuer Auflicht gebauten Lampenhaus ist deutlich kleiner wie das 100er Lampenhaus. Das wirkt sich beim 10x aus, ab dem 20x gibt es kein Problem ...

Mit ausgeklapter Kondensorlinse schaut die Welt anders aus, gibt aber einen Kontrastverlust und ist daher nur zum Schauen geeignet ...

So wie das aussieht haben die Auflichteinheiten einen geringeren Leuchtkreis wie die Durchlichteinheiten, was im Nachhinein eigentlich logisch ist ...

Also noch keine 100% Loesung ...

Danke auf jeden Fall fuer die Tipps, da muss ich noch weitertesten um auch mit dem 10x optimal arbeiten zu koennen, fest steht jetzt, mit den Standardteilen geht das nicht ...

Liebe Gruesse :-)

Gerhard

Ps: wenn jemand die Nuss schon geknackt hat, wuerde mich sehr interessieren ...
Gerhard
http://www.naturfoto-zimmert.at

Rückmeldung sind willkommen, ich bin jederzeit an Weiterentwicklung interessiert, Vorschläge zur Verbesserungen und Varianten meiner eingestellten Bilder sind daher keinerlei Problem für mich ...