Leitz SM Lux HL Auflicht, Objektiv für großen Arbeitsabstand gesucht

Begonnen von mikromeister, Oktober 13, 2012, 18:54:22 NACHMITTAGS

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mikromeister

Mit meinem Leitz Mikroskop bin ich im Prinzip sehr zufrieden.
Ich arbeite damit an kleinen Metallstrukturen.
Es ist mit Letz NPL unendlich Auflichtobjektiven ausgerüstet.




Manchmal muss ich manuell drunter arbeiten z.B. einen Schmutzpartikel vom Objekt aufsammeln und das geht derzeit nur mit dem
NPL 10x Objektiv mit 13mm Arbeitsabstand.
Das NPL 20x Objektiv hat schon nur noch 1mm Arbeistabstand und ist damit zum Arbeiten unbrauchbar.

Was kann ich tun?
Ist ein Objektiv mit großem Arbeitsabstand wie das folgende die Lösung? (aus dem Edelweiss Stacking Thread)
http://www.ebay.de/itm/10394-Planapochromat-16x-0-20-oo-0-16x-0-20-oo-2-M19-/280457369711?pt=DE_Computer_Elektronik_Foto_Camcorder_Optik&hash=item414c8fd86f#ht_2324wt_1139
Das ist natürlich Zeiss. Macht das was?
Auf die Parfokalität kann ich verzichten.

Da wäre meine Gesamtvergrößerung wenigstens Faktor 1,6x besser als bisher. ein 20x Objektiv wäre mir noch lieber.
Ein Gewindeproblem schreckt mich kaum. Ich könnte jegliche Adapter drehen sofern prinzipiell möglich.
Ist das ein gangbarer Weg oder sollte ich besser in eine andere Richtung denken.
Vielen Dank und freundliche Grüße

Markus


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hhuijbre

Dear Mikromeister,

there are infinity Leitz objectives for this microscope with special long working distance:

LL   20   10,10
L   20   7,72
HL   20   4,80
Plan L   25   11,00

Most of them are quite rare however

Best wishes,

Hans


Lothar Gutjahr

#2
Guten Abend "Mikromeister",

das mit dem kleineren Gewinde wollte ich gerade ansprechen. Wenn das kein Problem darstellt, sehe ich nur das Problem der Einbauhöhe. Wenn du etwas höhere Metallproben hast, könnte die Einschraublänge des 16.er Plamapochromaten mit 60 mm plus die ca. 20 mm Arbeitsabstand schon Probleme machen, den Tisch weit genug wegzufahren. Was die optischen Eigenschaften anbelangt, habe ich es auf dem Leitzrevolver mangels Adapter 20 nach 19 mm noch nicht getestet. Da es sich um ein unendlich Objektiv mit abschraubbarer 2mm Frontplatte handelt, denke ich, daß das ohne eine Zeisstubuslinse und Zeissokular nichts berauschendes wird. Die letzten Versuche damit, habe ich mit der Tandemanordnung mit dem SIGMa 105.er gemacht und war mit der Abbildungsleistung zufrieden.

Hier mal eine eben von einem Centstück aufgenommenes Foto mit dem 16.er ohne jede Zwischenoptik auf die NEX-5 mit einer Tubuslänge von 200 mm

Das erste Foto zeigt einen Ausschnitt aus der nicht nachbearbeiteten Aufnahme



Dieses Foto ist vom mit Bildbearbeitung nachbearbeiteten Original mit 4592 Pixel Breite auf 1000 Pixel verkleinert



Vielleicht hilft das bei der Entscheidung weiter ?

Lieben Gruß Lothar



Edit Wert auf 3,4 mm korrigiert

Nachtrag: Der ebenfalls aus der Serie verfügbare Planachromat  25x/0,50 bringt es nur noch auf etwa 3,4 mm Arbeitsabstand.

mikromeister

Hallo Lothar,

80mm Abstand vom Objekt zum Revolver ist schon grenzwertig, würde aber noch gehen.
Ich habe eine herausnehmbare Glasplatte im Tisch, so dass ich zur Not auch einen versenkten Probenhalter bauen könnte.

Wenn allerdings die Abbildungsqualität nennenswert schlechter ist als mit den vorhandenen NPL Objektiven, dann habe ich mit der 1,6 fach besseren Vergrößerung ja vielleicht fast nichts mehr an Auflösung gewonnen.
Zumal ich mir die Unannehmlichkeit der fehlenden Parfokalität einhandle und die Gefahr dass ich versehentlich mit dem langen Teil mal in die Probe rausche.

3,4mm Arbeitsabstand sind zu wenig.


Dann also doch eher ein original Leitz Objektiv aus den Serien die Hans angesprochen hat.
Aber wo bekomme ich raus, welche Objektive da genau sinnvoll sind und wie groß der Arbeitsabstand da jeweils ist?
Vielen Dank und freundliche Grüße

Markus


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Lothar Gutjahr

Da bin ich überfragt. Ich habe meine Probleme über die Abänderung des Gestelles gelöst und beleuchte im Auflicht von der Seite.So verwende ich den auch anbaubaren Metalloplankopf mit den NPL´s nur äußerst selten.

Um Apetit zu machen, habe ich gestern Abend noch das Zeiss Luminar 16 eingespannt und einen kleinen Stack vom Centstück gemacht:
das ist das auf 1000 Pixel Breite verkleinerte Bild mit dem Luminar ohne zusätzlichen Schnick Schnack am Balgengerät entsprechend 185 mm Tubuslänge mit der NEX-5


Gruß Lothar

Piper

#5
Hallo Mikromeister,

der Ebay-Link Deiner Anfrage weist genau auf diejenige Objektivserie von Carl Zeiss Jena, die für das SM-Lux HL nach eigener Testung bestens geeignet ist. Die Objektive gibt es als Planachromate oder Planapochromate. Ich arbeite konkret mit den 4 - und 16-fachen Objektiven aus diesen Serien. Man kann diese Objektive immer wieder mal bei Ebay finden,z. B. im Angebot von Foto Herbst. Bitte die Frontplatte eingeschraubt lassen - und die Objektive korrespondieren bestens mit den originalen Leitz Periplan GF-Okularen.

Hinweis zum Gewindeproblem: Diese CZJ-Objektive besitzen als ursprünglich für die Auflicht-Spektroskopie konzipierte Bauteile kein RMS-Gewinde, sondern ein 19 mm-Gewinde. Ich kenne einen "Künstler", der in der Lage ist, einen mit Innen- und Außengewinde versehenenen präzisen Adapter anzufertigen, ein kleiner Messingring, der ohne weitere Auszugsverlängerung diese Distanz überbrückt. Wegen der geringen Gewindedifferenz bedarf dessen Herstellung aber eines großen Aufwands, weshalb die Anfertigung nicht ganz billig ist. Dafür kann man dann diese Objektive ohne Probleme wie ein RMS-Objektiv in den Revolver einschrauben. Bei dieser Montur ist die Tischhub des SM-Lux HL ausreichend, um übliche flache Präparate auf Standard-Objektträgern zu fokussieren. Wenn dickere Proben zu untersuchen wären, wird es aber schnell "eng". Die Tischhub-Reserve nach unten liegt bei etwa 2 mm, wenn ein übliches Obbjektträger-Präparat mit den erwähnten CZJ-Objektiven scharf eingestellt ist.

Bei weiterem Interesse, auch an solchen Adaptern, bitte direkten Kontakt mit mir aufnehmen. Ich könnte den "Künstler" dann mal fragen, ob er  bereit wäre, als Auftragsleistung einen solchen Adapter anzufertigen und wie teuer dies wäre.

Angaben zum ungefähren Arbeitsabstand am SM-Lux-HL (Linealgenauigkeit):

Objektiv 4x: 35 mm
Objektiv 16x: 15 mm.

Zusätzlich adaptierbar: Spiegelobjektiv 40x (Riesenberg-System, das große schwarze): Arbeitsabstand: 18 mm


Schöne Grüße

Jörg Piper
Email: jpu.mp@t-online.de


mikromeister

Hallo Jörg,

das ist ja eine ganz klare Ansage.

Nun habe ich also die Auswahl,

1.   CZ  Planapochromat 16x/0,20 oo/0 16x/0,20 oo/2 M19 mit Adapter (kann ich selber drehen, ist aber 2h Arbeit) für 95 EUR
2.   Leitz Wetzlar L 25x/0,40 - oo/0,  passt ohne Arbeit, für 360 EUR 

Da wird mir wohl niemand weiterhelfen können.
Vielen Dank und freundliche Grüße

Markus


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Klaus Herrmann

Hallo Mikromeister,

Zitat2.   Leitz Wetzlar L 25x/0,40 - oo/0,  passt ohne Arbeit, für 360 EUR

habe ich da was übersehen? Wo gibt es das? Für den Fall, dass du nicht zuschlägst!
Mit herzlichen Mikrogrüßen

Klaus


ich ziehe das freundschaftliche "Du" vor! ∞ λ ¼


Vorstellung: hier klicken

mikromeister

Ich habe jetzt das Leitz Wetzlar Plan L 25x/0.4 für 300,- + MwSt. bei mikroskop-online.de gekauft.

Das Objektiv ließ sich ohne Umbau und mit fast perfekter Parfokalität (10µ) gegen das originale 20x mit Wollaston-Prisma austauschen.
Die subjektive Abbildungsleistung ist super und man kann bequem drunter arbeiten.
Ich bin hoch zufrieden.

Vielen Dank für alle Tippgeber.
Vielen Dank und freundliche Grüße

Markus


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