Leitz POL Objektführer einstellen

Begonnen von Holger Adelmann, Februar 03, 2013, 16:21:50 NACHMITTAGS

Vorheriges Thema - Nächstes Thema

Holger Adelmann

Liebe Kollegen,

weis jemand wie man die Federspannung des Armes am Leitz POL Objektführer einstellen kann ?
Die ist bei einem meiner Exemplare zu hoch und durch die so erzeugte Spannung wirft sich der Objektträger etwas, so dass ich kein planes Sehfeld bekomme.

Vielen Dank & herzliche Grüsse
Holger




Stefan_O

#1
Hallo Holger,

Du meinst den beweglichen Arm, oder? Kann es sein, dass dein Anschlag (33) dort gebrochen ist? Kannst Du ein Foto des Objektführers ohne Präparat einstellen? Das Problem hatte ich beim letzten Ebay Kauf.

Einstellen kannst Du dort eigentlich nichts, ausser vielleicht die Schraube 44 weiter hineindrehen und hoffen, das die Reibung über 42 das System bremst. Arm 7 ist auch gerne leicht verbogen und hebt den Objektträger etwas ab.



Gruss,
Stefan

Holger Adelmann

Hallo Stefan,

danke für die rasche Antwort.
nein der Arm ist nicht verbogen, der Objektführer ist auch sonst nicht defekt.
Durch die starke Spannung auf die Kante des Objektträgers verliere ich einfach die Planlage der Unterlage (egal ob ein Glasobjektträger oder eine dünne Aluplatte).
Ich denke, nur ein schwereres Objekt würde plan liegenbleiben.

Die Schraube 44 sitzt fest, da geht nicht mehr.
Hmm - kann ich die Feder des Arms evt. modifizieren ?

LG
Holger


Stefan_O

Hm, ich glaube nicht, dass Du an der Feder etwas machen kannst. Würde ich jedenfalls nicht. Wenn die Feder bricht, ist der Träger unbrauchbar, und die ist mit ihren beiden Enden ziemlich genau auf den Träger zugeschnitten. Hast Du geschaut, ab die 42 bei dir vorhanden ist? Vielleicht fehlt die Scheibe ja.

Wie kann die Planlage verloren gehen? Das geht ja nur, wenn der Objektträger angehoben wird. Kommt die Kraft von der Seite, ist der Druck egal.

Gruss,
Stefan

Frank D.

Hallo Holger,

ich kenne den Objektführer nicht, aber Feder 13 greift oben in Arm 7 und unten in Teil XX.
Kann Teil XX nicht verstellt (gedreht) werden, so dass die Federspannung geringer wird (evtl. durch Schraube 33 fixiert)?

Gruß
Frank


Stefan_O

Hallo Frank,

33 ist keine Schraube, sondern ein zyl. Stift, der die Bewegung des Armes einschränkt. Der Stift bewegt sich in einer Aussparung des Arms. Der Arm bleibt dadurch in der Position wie in der Zeichnung stehen. Fehlt der Stift, klappt der Arm soweit ein, dass er den festehenden Teil berührt.

Bei meinem ist XX fest montiert, sonst wäre es noch frickeliger, die Feder mit Vorspannung und den Arm zu montieren. Es lassen sich nur die nummerierten Teile trennen/lösen.

Gruss
Stefan

Frank D.

#6
Hallo Stefan,

wie wäre es, den Arm zu lösen und mit Feder eine Umdregung gegen den Uhrzeigersinn zu drehen?
Holger schrieb ja von zu hoher Armspannung.

Gruß
Frank

Stefan_O

#7
Hm, zumindest aufmachen und schauen, ob alles komplett ist, wäre ein Ansatz. Vielleicht ist die Feder ja auch schon verbastelt. Ich denke, wenn man ein komplette Drehung zurück macht, erhöht sicher Federdurchmesser so, dass sie nicht mehr passt. Trotzdem: wenn der Arm nicht verbogen ist, kann sich der Objektträger nicht abheben, egal wie gross der Anpressdruck ist. Eine Möglichkeit wäre vielleicht, eine zweite/dritte Scheibe 42 hineinzulegen?

Gruss,
Stefan

PS Der Listenpreis für den Objektführer 42 war 1236.00 US$.....

Holger Adelmann

Hallo Frank, auch Dir vielen Dank.

Ja, wenn man die Federspannung einstellen könnte... sowie beim Objektführer am grossen biologischen Kreuztisch zum Orthoplan, das meintes Du, nicht wahr?
Wahrscheinlich muss ich das mal aufschrauben.....

LG
Holger


Frank D.

Hallo Holger,

ich würde die Schraube 44 nur so weit lockern, dass man den Arm vorsichtig anheben und vom Zapfen 33 abkoppeln kann. Danach merkst Du ja, wie weit sich die Feder entspannen lässt und vielleicht ist nach einer Umdrehung noch genügend Spannkraft vorhanden.
Stefan hat es bereits erwähnt: Besitzt der Arm auf seiner Achse evtl. zu viel Spiel nach oben?

Gruß
Frank

Jürg Braun

Guten Morgen

Ich habe das Teil auch. Bei meinem ist die Feder wirklich sehr sanft eingestellt. Das kann dazu führen, dass, wenn etwas Wasser zwischen Präparat und Objekttisch kommt, sich das Präparat nicht mehr verschieben lässt. Die Theorie, dass der Objektträger nicht abgehoben werden kann, beweist sich in der Praxis jedoch als falsch. Weshalb? Dies wäre nur der Fall, wenn alle auf das Objekt wirkenden Kräfte genau in einer Ebene liegen würden. Durch die eher fragile Konstruktion ist dem nicht so. Wirt der dünne Federamt nicht genau in der Mitte des OT aufgesetzt, entsteht eine diagonale Kraft. Eben diese hebt die Konstruktion dann an.

Gruss in die Runde

Jürg

Holger Adelmann

Hallo zusammen.
Danke für Eure Kommentare.

@Frank: Gute Idee, ich probiere das mal ohne die Schraube ganz zu lösen.
Nein, der Arm ist nicht verbogen.

@Jürg: Genau so ist es: Wenn der Arm nicht genau seitlich mittig auf den Objektträger drückt entsteht eine diagonale Kraft !
Das Problem wird noch verstärkt durch eine oft nicht ganz winklige Kante des Objektträgers.

Alternativ lasse ich die Federkraft so und bestelle mir beim Glaser einen 5 mm starken Objektträger und lasse die Kanten fluchtig schleifen ...

Herzliche Grüsse
Holger