Lomo und Bresser Biolam - Unterschied?

Begonnen von Oecoprotonucli, Mai 06, 2013, 18:12:13 NACHMITTAGS

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Hugo Halfmann

Hallo Wilfried, hallo Sebastian,

nur ein Hinweis: Das Lomo Wasserimmersionsobjektiv gab es auch mit 45mm Abgleichlänge.
Viele Grüße aus dem Bergischen Land

Hugo Halfmann

Oecoprotonucli

Zitat von: liftboy in Mai 07, 2013, 20:21:04 NACHMITTAGS
Sag, welche Okulare Du brauchst, und ich leihe Dir welche.

Hallo Wolfgang und Alle,

ich werde mal einen Vergleich anstellen, wenn mir Wolfgang Okulare leiht. Vielleicht mit Fotos, kommt drauf an, wie weit ich dann mit der Kamera bin.

Vielen Dank und viele Grüße

Sebastian
Ich benutze privat:
Leitz SM-Lux mit (LED-) Durchlicht und Phaco-Ausrüstung (ca. 1975-77)
Hensoldt Wetzlar Stereomikroskop DIAMAL (1950er Jahre)

Oecoprotonucli

#17
Hallo Allerseits,

Wolfgang hat mir zwei Sorten Lomo-Okulare geliehen, wofür ich ihm hier danke und nun etwas zu den Ergebnissen schreibe:

Ich habe 3 verschiedene Okulare und 3 Objektive am Leitz SM-Lux ausprobiert, also 9 Kombinationen.

Objektive:
Leitz 40/0.65  160/0.17      - Abgleichlänge 45 mm
Lomo Phaco 40/0.75  160/0.17 Wasserimmersion - Abgleichlänge wohl 33,5 mm - plus Verlängerungsring
Leitz L 32/0,40  170/- Phaco 1     - Abgleichlänge 45 mm

Ich habe festgestellt, dass die Lomo-Teile (Objektive und Okulare) stärker vergrößern als die Leitz-Teile. Das Lomo-Objektiv vergrößert grob um den Faktor 1,1 stärker als das Leitz-Objektiv der gleichen Vergrößerungsstufe. Das Lomo-Nicht-K-Okular um den Faktor 1,3 stärker als das Leitz-Okular, und das Lomo-K-Okular um den Faktor 1,4 stärker als das Leitz-Okular. Bezogen auf die Leitz-Ausrüstung (400-fache Vergrößerung) komme ich also mit Lomo-Kombination auf rund 620-fach, obwohl die gleichen Zahlen draufstehen! Das ist also schon mal "komisch". Da fragt man sich, wie genau andere Angaben, z.B. die numerische Apertur, zwischen unterschiedlichen Herstellern wohl vergleichbar sind.

Edit 26.05.: Fehler: Ich bin durch die unterschiedliche Bildweite/Bildwinkel durcheinandergekommen, das Lomo zeigt nur weniger Striche! (Siehe Beitrag weiter unten)

Nun zu den Kombinationen, gemessen mit einem Objektmikrometer mit 0,01mm-Teilung, Deckglas und Wasser drunter (und beim WI-Objektiv auch drüber):


Okular 10x Leitz Periplan      Okular 10x Lomo (ohne K)      Okular Lomo K10x      
Obj 40x Leitz     RU deutlich, ca. 15%RU deutlich, ca. 12%RU deutlich, ca. 12%
Obj 40x Lomo     RU sehr stark, ca. 25%RU sehr stark, KV, ca. 20%RU sehr stark, ca. 27%
Obj 32x Leitz     RU sehr gering, ca. 5%RU gering, ca. 11%RU gering, ca. 9%

RU = Randunschärfe
KV = eine Art Kissenverzeichnung (die Linien bogen sich aber im Schärfebereich beim Durchfokussieren gerade)
Prozentangabe = % unscharfer Bildrand auf einer Seite bezogen auf Gesamtbilddurchmesser (* edit)
(wenn ich durch ein 10er-Okular fotografiere, bekomme ich übrigens die mittleren 40% auf das Foto, also ist das in allen Fällen einigermaßen scharf)

* edit: Randunschärfe: Ich habe geschaut, ob mir die Mikrometerstriche am Rand stark oder weniger stark verschwommen erscheinen.
Prozentangabe: Ich habe geschaut, wieviele Striche auf einer Seite am Rand erscheinen noch erkennbar unscharf. Bezogen auf das Gesamtbild muss man die Prozentwerte noch mit 2 multiplizieren, denn der Durchmesser hat ja zwei Ränder (z.B. links und rechts). Beim Lomo-Objektiv sind also nur noch um die 50% des Bildes scharf, bezogen auf den Durchmesser. Auf die Fläche bezogen sind dann nur noch die mittleren 25 % scharf.
Kissenverzeichnung: Eigentlich wohl ein Begriff, der für Bildschirme verwendet wird, aber hier passend, weil auf meinem Objektmikrometer in der Mitte ein Quadrat ist, welches entsprechend verzeichnet wurde (Linien nach innen eingedellt).

Die Ergebnisse sind etwas subjektiv und es könnte sein, dass ich es beim zweiten Betrachten etwas anders messen würde, aber das qualitative Ergebnis ändert das nicht.

Schlussfolgerungen:
- In Zahlen ausgedrückt ist die Unschärfe ganz schön erschreckend  :'(
- Leitz-Okulare sind mit Lomo-Objektiv bei mir nicht schlechter als Lomo mit Lomo. (Ich kaufe mir also keine Lomo-Okulare, höchstens gleich ein ganzes Mikroskop).
- Nicht-kompensierende Lomo-Okulare sind bei mir nicht schlechter als Lomo-Kompensationsokulare.
- Das Leitz 32 Ph L Objektiv ist entweder am besten oder es liegt an der 170 mm Tubuslänge, während das 40er Leitz ja 160 mm hat. Möglicherweise hat mein Mikroskop also 170 mm Tubuslänge (das wollte ich ja schon immer mal wissen).
- Ob das Lomo-Objektiv durch den Zwischenring (oder Prismen im Tubus??) so relativ schlecht an meinem Mikroskop abschneidet, würde mich interessieren. Herausfinden könnte ich es nur an einem anderen Mikroskop.

Es würde mich interessieren, ob Ihr ähnliche Erfahrungen gemacht habt. Auch das mit den Vergrößerungsunterschieden muss doch eigentlich jedem auffallen!? Wie erklärt man sich das? Hat tatsächlich jede Firma ihr "eigenes Urmeter" oder liegt es wieder am Mikroskop, der Abgleichlänge usw.?

Gute Nacht...

Sebastian
Ich benutze privat:
Leitz SM-Lux mit (LED-) Durchlicht und Phaco-Ausrüstung (ca. 1975-77)
Hensoldt Wetzlar Stereomikroskop DIAMAL (1950er Jahre)

liftboy

Hallo Sebastian,

erwischt!
Du hast es selbst gesagt: Leitz mit Tubuslänge 170mm und Lomo mit 160mm Tubuslänge.
Die wirkung ist die gleiche, wie an einem Mikroskop mit Ausziehtubus (den könnt ich Dir auch noch zu testen leihen).
Es ist tatsächlich so: gleich geht nur mit gleich (Leitz hat an meinem Lomo auch nicht funktioniert; leider).

Viele Grüße
Wolfgang
http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=785.msg3654#msg3654
LOMO-Service
Das Erstaunen bleibt unverändert- nur unser Mut wächst, das Erstaunliche zu verstehen.
Niels Bohr

Oecoprotonucli

#19
Hallo Wolfgang,

Danke für das Angebot, ich denke, den Ausziehtubus brauche ich erst einmal nicht* - ich habe wohl eher unfreiwillig ein ähnliches Problem bei meinem Kameraanschluss, an dem ich arbeite, dort will ich nämlich erst einmal mit Okular arbeiten, aber das eingesteckte Okular liegt beim Kameratubus ein Stück zu hoch. Das ist nicht parfokal und wenn ich jetzt weiß, dass es sich auch so merklich auf die Bildqualität auswirkt, gibt es mir eine gewisse Unzufriedenheit... Ich werde dazu bei Gelegenheit in einem separaten Thread eine Frage stellen.

Nicht dass ich Dir nicht glaube, aber irgendwie würde ich die Sache natürlich schon gerne mal an einem Mikroskop mit 160er Tubuslänge vergleichen. Bzw. mit zwei 40x Leitz-Objektiven mit 170 und 160 mm TL (habe ich ja, nur ist das 170er das Defekte, das ich neulich hier im Forum gezeigt habe). Dann hätte ich es endgültig bestätigt und mit eigenen Augen gesehen, wie groß der Unterschied ist. Mich verunsichert auch noch, dass angeblich laut Leitz und anderen Forumsbeiträgen eigentlich der Unterschied ja nicht groß sein sollte (kann ich heraussuchen, wenn's sein muss) - aber über eine entstehende Unschärfe bzw. wie groß sie ist, habe ich bisher noch nichts hier gelesen.

Sind nun wirklich alle Dinge nur durch die Tubuslänge zu erklären? Sollte der Vorteil der Lomo + Lomo Kombination und der Kompensationsokulare dadurch komplett untergehen? Und was ist mit den starken Vergrößerungsunterschieden? Einfach "Herstellervarianz"? Nicht "das drin, was draufsteht"?

Edit 26.05.: Fehler: Ich bin durch die unterschiedliche Bildweite/Bildwinkel durcheinandergekommen, das Lomo zeigt nur weniger Striche! (Siehe Beitrag weiter unten)

Besten Gruß

Sebastian

* wie sieht denn so ein Ausziehtubus aus, und ist es nicht dasselbe, wie wenn man das Okular ein Stück herauszieht? (Allerdings müsste ich es für die 160er TL wohl eher ein Stück hineinschieben, was schwer möglich ist)
Ich benutze privat:
Leitz SM-Lux mit (LED-) Durchlicht und Phaco-Ausrüstung (ca. 1975-77)
Hensoldt Wetzlar Stereomikroskop DIAMAL (1950er Jahre)

knipser009

Viele Grüße aus dem SaarPfalzKreis

Wolfgang
gerne per "Du"

Oecoprotonucli

#21
Hallo Wolfgang ("knipser009"),

ah ja, habe ich schon mal gesehen, aber nicht ganz so bewusst: Da steht ja sogar die Tubuslänge drauf.

@ Wolfgang (liftboy): Da könnte man natürlich optimal ausprobieren, wie sich die jeweilige Länge auf die Bildqualität auswirkt, also vielleicht doch interessant für mich  :) - nur gehen diese Tuben ja nicht an mein Leitz!? (Ich habe eine 43 mm Ringschwalbe)

Wenn ich natürlich bedenke, was ich schon für Geld für einzelne Leitz-Teile ausgegeben habe, ist natürlich zu überlegen, ob ich nicht doch mal ein ganzes Lomo Biolam für ca. 35 Euro bei Ebay erjage...

Ist echt eine Suchtgefahr mit den Mikroskopen, ich wollte ja auch aufpassen, dass ich das eigentliche Ziel, etwas zu Mikroskopieren, nicht aus den Augen verliere, außerdem verträgt sich das Sammeln (abgesehen vom Geld) nicht mit der Größe meiner Wohnung...

Besten Gruß

Sebastian
Ich benutze privat:
Leitz SM-Lux mit (LED-) Durchlicht und Phaco-Ausrüstung (ca. 1975-77)
Hensoldt Wetzlar Stereomikroskop DIAMAL (1950er Jahre)

Gerd Schmahl

Hallo Sebastian,
dass die Kompensations-Okulare von LOMO in Deinem Versuch nicht so gut abschneiden wie die "normalen" LOMO-Okularen wundert mich nicht. Die sind ja schließlich für Apochromate gerechnet und nicht für Achromate.

Grüße
Gerd
Man sagt der Teufel sei, im Detail versteckt,
doch hab' ich mit dem Mikroskop viel Göttliches entdeckt.

liftboy

Hallo Sebastian,

Gerd hat es auf den Punkt gebracht!
Apochromate kann ich Dir leider nicht borgen (ich hab keine, und brauch auch keine, da ich nicht oder selten fotografiere)
Meine Arbeit  besteht aus Breiten- und nicht Spitzensport :-)
Bezgl. Lomo-Mikro müssen wir ev. nochmal kontakten; die 35€ Mikros aus der Bucht sind nur gut, wenn du basteln kannst (99% sitzen fest)
Da hätt ich was für Dich.

Viele Grüße
Wolfgang
http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=785.msg3654#msg3654
LOMO-Service
Das Erstaunen bleibt unverändert- nur unser Mut wächst, das Erstaunliche zu verstehen.
Niels Bohr

wilfried48

Hallo,

das stimmt so nicht, zumindest bei Zeiss Jena von denen Lomo ja abgekupfert hat, waren die Kompensokulare

für Apochromate (auch niedrigvergrössernde) oder Achromate mit höherer Vergrösserung (und da gehört das 40x dazu) gedacht.

Ausserdem ist die Bewertungsmethode von Sebastian sehr subjektiv und beurteilt nur die geschätzte Randunschärfe an einem planaren Objekt.

Hier geht natürlich neben der Planarität des Objektivs die CVD nur untergeordnet ein, sodass ein K Okular subjektiv betrachtet nicht viel ändern wird. Der vebleibende Rest ist

sicherlich auch der falschen Tubuslänge geschuldet.

Dass die Vergrösserung des Objektivs bei abweichender Tubuslänge nicht mehr stimmt ist natürlich klar (geometrische Optik), da kann der Hersteller nichts dafür !

Theoretisch könnte das 40x Objektiv sogar nur 1x vergrössern, man müsste dazu nur die Tubuslänge auf die doppelte Brennweite des Objektivs verkürzen  ;D

Abschliessend kommt auch bei dieser Diskussion mal wieder heraus, dass man nur zusammenpassende Komponenten und die richtige Tubuslängeverwenden sollte.

Das Lomo 40er Wasserimmersionsobjektiv hat allerdings auch noch den Vorteil, dass man es  direkt im Wasser ohne Deckglas bei grossem Arbeitsabstand

von ca 1mm ohne grosse Abstriche an Bildqualität benutzten kann, und das ist für Tümpler manchmal offensichtlich ein Vorteil.

viele Grüsse
Wilfried

vorzugsweise per Du

Hobbymikroskope:
Zeiss Axiophot,  AL/DL/Ph/DIC/Epi-Fl
Zeiss Axiovert 35, DL/Ph/DIC/Epi-Fl
Zeiss Universal Pol,  AL/DL
Zeiss Stemi 2000 C
Nikon Labo-/Optiphot mit CF ELWD Objektiven

Sammlung Zeiss Mikroskope
https://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=107.0

Oecoprotonucli

#25
Hallo wieder,

zunächst mal eine gute Nachricht: Ich habe mein "defektes" 40er Leitz (beschrieben in anderem Thread) auseinandergenommen, dort in Öl o.ä. badende Linsen gefunden, sie gereinigt und es wieder zusammengesetzt - ich fand es eigentlich gar nicht mal so schwer (nachdem ich mir allerding ein zusätzliches Werkzeug kaufen musste). Und das Ergebnis ist: Es funktioniert wieder! Ich habe Fotos gemacht und werde das irgendwann mal hier einstellen, habe aber im Moment keine Zeit (wollte das eigentlich sowieso alles später machen, aber es hat mich wieder gejuckt...).

Zum Vergleich zwischen 160 und 170 mm Tubuslänge dann noch eine Bemerkung:

Zitat von: wilfried48 in Mai 26, 2013, 14:31:08 NACHMITTAGS
Dass die Vergrösserung des Objektivs bei abweichender Tubuslänge nicht mehr stimmt ist natürlich klar (geometrische Optik), da kann der Hersteller nichts dafür !

Theoretisch könnte das 40x Objektiv sogar nur 1x vergrössern, man müsste dazu nur die Tubuslänge auf die doppelte Brennweite des Objektivs verkürzen  ;D

Lieber Wilfried, das mag schon sein, allerdings sind die Unterschiede hier wohl doch ungewöhnlich extrem, denke ich, vor allem betrifft es ja auch die Okulare. Faktor 1,4 bloß durch 10 mm Tubuslängen-Unterschied (OK, im Falle des Lomo-Objektivs Faktor 1,1, den 12 mm-Verlängerungsring nicht vergessen)? Außerdem unterscheiden sich ja sogar die beiden Lomo-Okulartypen untereinander.

Edit 26.05.: Fehler: Ich bin durch die unterschiedliche Bildweite/Bildwinkel durcheinandergekommen, das Lomo zeigt nur weniger Striche! (Siehe Beitrag weiter unten)

Und nun habe ich auch noch die beiden Leitz 40er mit den AGL 160 und 170 mm verglichen (Objektiv ist repariert/gereinigt, s.o.): Sie unterscheiden sich nicht oder kaum in ihrer Vergrößerung, was der Theorie widerspricht, dass es durch den Tubuslängenunterschied zustandekommt. Die Randschärfe ist übrigens nach meinem Empfinden beim 170 nun etwas besser, also da könnte schon ein kleiner Effekt sein.

Zitat von: wilfried48 in Mai 26, 2013, 14:31:08 NACHMITTAGS
Das Lomo 40er Wasserimmersionsobjektiv hat allerdings auch noch den Vorteil, dass man es  direkt im Wasser ohne Deckglas bei grossem Arbeitsabstand

von ca 1mm ohne grosse Abstriche an Bildqualität benutzten kann, und das ist für Tümpler manchmal offensichtlich ein Vorteil.

Das ist ja auch der Grund, warum ich es mir angeschafft habe und gut finde, und meines hat ja sogar zusätzlich Phako, womit ich mir ein leichteres Auffinden mancher Tümpelorganismen erhoffe. Auch wenn sich die Zahlen oben etwas krass lesen, so schlimm ist es natürlich auch nicht, es lässt sich schon gebrauchen. Nur für Spitzenfotos könnte es vielleicht weniger geeignet sein.

Viele Grüße

Sebastian
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Oecoprotonucli

Hallo Wolfgang (liftboy),

OK, Beratungen per PN, aber öffentlich will ich Dir für Deine Hilfe und Angebote trotzdem Danken!  :) :)

Viele Grüße

Sebastian
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Oecoprotonucli

#27
Uiuiui,

jetzt habe ich ein bißchen gegrübelt und glaube, ich bin dahintergekommen (habe es eben ausprobiert):

Ich habe für die Vergrößerungsbestimmung einfach Striche auf dem Mikrometer gezählt - innerhalb meines Leitz-Systems kann ich dadurch natürlich Vergrößerungsverhältnisse berechnen: je weniger Striche ins Bildfeld passen, desto höher die Vergrößerung.

Nun haben die Lomo-Okulare aber wohl eine andere Sehfeldzahl! Das ist wohl des Rätsels Lösung! Es passen weniger Striche "ins Okular", aber die Vergrößerung bleibt!

Der Test: in den linken Augentubus ein Lomo, in den rechten ein Leitz, dann abwechselnd blinzeln ---> Die Vergrößerung ist die selbe, nur der Bildausschnitt ist kleiner im Lomo!

Nun muss ich mich wohl bei Lomo und allen Lomo-Fans für die "falschen Verdächtigungen" entschuldigen...! Ich kann die Beiträge oben noch editieren, aber vielleicht reicht es auch erstmal mit der Streichung? So sieht man wenigstens, wie man nicht rechnen sollte, ... hättet Ihr aber wirklich auch drauf kommen können...  ;D ;) (bitte, das war IRONIE/SPASS!).

Die Sache mit der Bildunschärfe bleibt aber vorerst noch stehen - und die Sache mit der stärkeren Vergrößerung des Lomo-Objektivs muss ich dann wohl auch noch mal überprüfen, das könnte dann vielleicht wirklich am Zwischenring liegen.

Viele Grüße

Sebastian

P.S.: Noch ein Nachtrag: Laut einem Lomo-Katalog haben die Lomo 10er-Okulare wohl Sehfeldzahl 13. Das spricht doch immerhin wenigstens für meine Messung: Denn 18/13 = 1,38 = fast der von mir zuerst als Vergrößerung angenommene Faktor...

P.P.S.: Die bei Lomo anscheinend häufiger vorkommenden, aber hier nicht getesteten 7x Okulare haben laut demselben Katalog übrigens Sehfeldzahl 18
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