Motorisierter Kreuztisch mit Arduino und Schrittmotor im Selbstbau

Begonnen von MICROFX, Juli 10, 2013, 23:37:05 NACHMITTAGS

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Rawfoto

Liebe Schrittmotorfans

Ich habe vor zwei Jahren einem Olympus-Tisch das autobewegen beigebracht ...

Der Schrittmotor ist der gleiche der von der Firma Stackshot verbaut wird, das hat den grossen Vorteil das man ueber den Zerene Stacker Pro oder ueber den Helicon Stacker die Einstellungen vornehmen kann ...

Die Motoren gibt es einzeln zu beziehen und sie sind stark, 3kg heben sind kein Problem ...

Liebe Gruesse

Gerhard
Gerhard
http://www.naturfoto-zimmert.at

Rückmeldung sind willkommen, ich bin jederzeit an Weiterentwicklung interessiert, Vorschläge zur Verbesserungen und Varianten meiner eingestellten Bilder sind daher keinerlei Problem für mich ...

jibi

Hallo Jan,
die Sache mit Getriebe an Schrittmotoren ist nicht ganz so einfach. Die üblichen Modellbau-Getriebe aus Plastik bzw. Plastikgehäuse haben ein zu
großes Getriebespiel. Es gibt aber einstufige Schneckengetriebe in Ganzmetall, die recht passgenau arbeiten. Das Problem ist aber die präzise Montage am Motor. Ohne diverse Erfahrung und Ausrüstung in Feinmechanik sehe ich da einiges an Improvisation auf dich zukommen. Zu bemerken
ist noch, daß der handelsübliche Kreuztisch ja für manuellen Betrieb gedacht ist und somit i.d.R. auf Basis von Zahnstangen aufbaut. So dürfte auch hier noch etwas Spiel auftreten, die Fettdämpfung dürfte aber nur eingeschränkt helfen.

Ein praxisorientierter Vorschlag:
kaufe einen kleinen Schrittmotor mit möglichst hoher Winkelauflösung, besuche ein Modellbau-Fachgeschäft (oder google intensiv) und schaue dir
passende Bowdenzüge bzw. flexible Wellen an, wie sie bei Schiff- und Flugmodellen eingesetzt werden. An das Ende der Welle setze ein Rad oder
Drehteil mit gleichem Durchmesser wie dein Tischtriebsknopf. Verbinde beides mit passender Schlauchkupplung (ebenf. Modellbau-übl.).
Dann einfach mal den Motor mit verschiedenen Schrittfrequenzen (mögl.Mikroschritt) laufen lassen und ein passendes Präparat am Okular/Bildschirm
beobachten. Dann kannst du immer noch entscheiden, ob ein Getriebe notwendig wird.
Passende Links kann ich auf die Schnelle nicht auftreiben, da braucht man viel Geduld und Zeit.

Mit besten Grüßen
Jürgen


 

MICROFX

Wie sieht es denn mit folgenden Motoren aus:

http://www.pololu.com/search/compare/51 - die scheinen eine recht hohe Auflösung zu haben - ist da auf den ersten Blick was passendes dabei?

Lieben Gruß,
Jan

MICROFX

Hallo Jürgen,

Deine Ausführungen sind zwar detailreich aber für mich nicht wirklich verständlich (von Mechanik/Modelbau habe ich absolut keine Ahnung) - daher kann ich Dir nicht ganz folgen - wozu sollte ich denn Bowdenzüge und flexible Wellen und Schlauchkupplungen brauchen? Meine Konstrutionsidee kommt glaub ich ohne das alles aus :D 'Drehteil' an den Motor dann 'n Gummi als Verbindung zwischen Motor und Mikroskop - fertig (so jedenfalls dachte ich mir das).

Lieben Gruß,
Jan

jibi

Hallo Jan,
so ungefähr habe ich mir das auch vorgestellt, allerdings mechanisch getrennt vom Objekttisch. Deshalb die Flex-Welle.
Oder willst du den Motor am Objekttisch festklemmen ? Dann viel Spaß am Okular ! ;D

Mit besten Grüßen
Jürgen



MICROFX

Hallo Jürgen,

das Okular benutz ich bei der Anwendung, die mir vorschwebt eh so gut wie nicht (externer Monitor / Laptop oder LiveView an der Kamera direkt). Und ja - das war meine Idee: ein Gestell basteln, das mit dem Mikroskop verbunden wird.

Lieben Gruß,
Jan

the_playstation

#21
Hallo,
Mit welcher Vergrößerung bzw mit welchem Objektiv willst Du hauptsächlich arbeiten?
Bedenkt bitte bei euren Ratschlägen, die XY Auflösung der Kreuztischverstellung!!!
1x Umdrehung in X-Richtung. 2x Umdrehungen in Y-Richtung. Das wird dann eine ziemlich digitale, pulsartige Veränderung von einem Schritt zum Nächsten.
Mit einem 100x Objektiv könnte es von der Schrittanzahl sehr knapp werden bei 1x Umdrehung für die ganze Strecke.

Ein Getriebe, natürlich eines aus Metall, würde da wahre Wunder bewirken.

Anders sieht es z.B. bei meinem Ergaval mit Schneckengetriebe aus.
Da kann man wunderbar direkt den Schrittmotor anklemmen (über eine Welle).

In deinem Fall bezweifle Ich es. Aber ein Versuch schadet ja nichts. ;)

Liebe Grüße Jorrit.
Die Realität wird bestimmt durch den Betrachter.

MICROFX

Hey Jorrit,

deswegen meine Idee, das ganze nicht mit einem Schrittmotor zu machen sondern einem Getriebemotor (wie hier http://www.pololu.com/search/compare/51) - jetzt muss ich nur noch überlegen, welche Übersetzung am schlausten ist. Wirft natürlich auch das restliche Setup wieder über den Haufen ...denn die Shields/Driver gehen natürlich dafür dann nicht mehr. Die Getriebemotoren laufen mit 6V und brauchen (z.B. solche Shields: http://www.mhobbies.com/l298n-dual-h-bridge-dc-stepper-motor-driver-controller-for-2wd-arduino-robot-car.html) Würde immerhin ein bzw. zwei Bauteile sparen vom ursprünglichen Setup.

Habe übrigens 3x und 1x gezählt (3x in X und 1x in Y - oder vertu ich mich hier Y würde ich sagen ist orthogonal vom Stativ weg und X parallel zum Stativ). 

Schrecke auch etwas zurück vor irgendwelchen Scheckengetrieben (sofern man die nicht plug&play-mäßig einfach auf die Welle vom Motor stecken kann - wie Jürgen schon gesagt hat, würde das viel Feinjustage bedeuten).

Lieben Gruß,
Jan

the_playstation

#23
Hallo Jan.
Ups. Da hatte Ich mich mit der 2 wohl vertan.
Ändert aber am Prinzip nichts.

Denk daran, daß Du auch eine Rückmeldung brauchst.

Bei Schrittmotoren wird wegen der Haltekraft davon ausgegangen,
daß die x Impulse auch in exakt die selben Schritte umgesetzt werden.
Eine Rückmeldung des Istwertes findet meist nicht statt.

Bei Gleichspannungsmotoren + Inkrementgeber werden die Schritte des Sensors zurückgemeldet
und gezählt.

Das muß man bei der Schaltung und Programmierung berücksichtigen.
Z.B. beim AT Mega Mikroprozessor.

Liebe Grüße Jorrit.
Die Realität wird bestimmt durch den Betrachter.