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Novex RZB SF-Zoom

Begonnen von Inox, Juni 12, 2010, 23:28:37 NACHMITTAGS

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Inox

Hallo,

nachdem ich hier schon so oft von den Beiträgen der Forumsgemeinde und deren Erfarhung profitiert habe möcht ich selbst auch einen Beitrag liefern, der für den ein oder anderen interessant sein könnte.

Ich habe hier seit zwei Tagen das Novex RZB SF Binokular stehen und möchte einen kleinen, größtenteils subjektiven ;) , Erfahrungsbericht abgeben.
Die technischen Daten kann man z.B. hier nachlesen: http://www.mikroskop-shop.de/Novex/RZ_-_Reihe/rz_-_reihe.html

Bei meiner Vorstellung hatte ich schon erwähnt, dass ich wohl eine neue Stereolupe anschaffen will:

ZitatUnser Sohn, 7 Jahre alt, ist an allem sehr interessiert und liebt seine Lupe und schaut auch gerne mit einem Fernglas zum Beobachten von Vögeln und den Kaninchen in den Garten. Nun hat er außerdem in einem naturhistorischen Museum durch eine Stereolupe eine Spinne anschauen können und war natürlich ebenfalls sehr begeistert. Ihm fiel natürlich auch sofort auf, dass uns neben Fernrohr, Lupen, Ferngläsern eine Stereolupe fehlt... Unentschlossen
Nun halte ich also Ausschau nach einer Stereolupe. Ich hatte mal das Vergnügen durch eine Stereolupe von Olympus zu schauen und war schwer beigeistert, aber für den geplanten Einsatz sind mir die Preise zu hoch und ich hätte bei einem Geräte oberhalb von 2000 Euro auch keine gutes Gefühl wenn meine Kinder damit umgehen. (Beim Zeissmikroskop haben wir meine Kinder nur selten schauen lassen, da sie in der Regel auch noch nicht begreifen, was sie dort sehen.). Da mein Sohn aber schon viel mit verschiedenen Lupen arbeitet dürfte er mit einer Stereolupe zurecht kommen. Das wird in diesem Falle aber eher ein "günstiges" Chinamodell,  auch wenn ich weiss, dass die Qualität den gehobenen Hobbyansprüchen meist nicht standhält. Ich habe mich nun für eine Chinastereolupe entschieden, die regelbares Auflicht hat, Durchlicht und ein Zoomobjektiv, welches eine 6,5 bis 45x Vergrößerung zuläßt. Besonders gereizt hat mich an dem Gerät, dass es mit einer relativ kleinen Vergrößerung von 6,5x anfängt und einem Sehfeld von 31mm, so dass die Kinder auch noch den Zusammenhang zwischen ihrem Objekt und dem Blick ins Okular erkennen. Wenn sie dann noch stufenlos höher vergrößern (sogar parafokal) können, bleibt dieser Zusammenhang vielleicht länger bestehen, als wenn die Vergrößerung sprunghaft wechselt. Außerdem hat das Gerät einen minimalen Augenabstand von 50mm und mein Sohn hat schon 52mm Augenabstand. Mit etwas Glück kommt es nächste Woche an und dann werde ich sehen, ob es optisch eingermaßen erträglich und mechanisch einigermaßen stabil steht. Wenn nicht, haben wir immerhin ein 14-tägiges Rückgaberecht.

Nachdem also die Kinder im Bett sind, durfte ich auch mal intensiver die neue Stereolupe unter die "Lupe" nehmen. ;)

Zur mechanischen Verarbeitung:

Der Aufbau ist mit ca. 6,75kg durchaus schwer und solide. Die Triebe laufen ordentlich und spielfrei. Bis auf die Treibknöpfe ist alles aus Metall und macht bisher einen stabilen Eindruck. Beim mikroskopieren wackelt nichts und es macht durchaus Spaß das Instrument zu bedienen.

Zur Beleuchung. Die Auflichtbeleuchtung ist eine Halogenbeleuchtung und läßt sich in der Stärke regeln. Sie reicht bis zu Höchstvergrößerung von 45x gerade aus. Die Durchlichtbeleuchtung ist eine Leuchtstoffröhre die okay ist und sich z.B. auch bei Blütenblättern sinnvoll und gewinnbringend einsetzen läßt. Für Tümpelwasseruntersuchungen habe ich sie nocht nicht ausprobiert.



Zur den optischen Eindrücken. Die Okulare haben einen angenehm großen Augenabstand und beide Okular sind mit einer Dioptrineinstellung versehen. Die Gummiaugenmuscheln sind angenehm und stinken mal nicht nach billigen Plastik ;) . Die Okulare habe auf der Augenlinse eine violett schimmernde Vergütung, sind von innen schwarz mattiert und zeigen keine Reflexe.

Zum Eindruck der Bildqualität. Das Bild ist in der Mitte scharf und leicht ist das Bild im Bino  zur Deckung zu bringen. Man bekommt auch bei längerem Schauen keine Kopfschmerzen, so dass wohl alles ganz gut zentriert sein muß. Insgesamt bin ich mit der Bildqualtität gut zufrieden und bei der Beobachtung von Objekten ist die Bildschärfe in der Mitte bis ca. 35x richtig gut, danach nimmt sie allerdings bis 45x ab.

Schaut man mal etwas genauer hin und sucht sich ein ebenes Objekt mit großen Helligkeitsunterschieden fällt auf, dass die Bildqualität mit der Vergrößerung stark schwankt.

Ich habe ein paar Bilder freihand durch das Okular geschossen. Die verwendete Kamera ist eine Canon G7 mit 10MP. Die Bilder sollen den Text nur illustrieren und geben aufgrund der einfachen "Knipserei" nicht genau den visuellen Eindruck wieder.

Vergrößerung 6,5x:

Beim ersten Hinsehen ist das Bild angenehm und farbfehlerfrei.
Bei genauer Betrachtung sind aber nur die inneren 10mm des 30mm Feldes wirklich scharf.



Vergrößerung 10x:

Ab hier wird die Stereolupe immer besser. Bei 10x sind schon 2/3 des Gesichtsfeldes schön scharf und farbfehlerfrei.



Vergrößerung 15x:

Jetzt ist das Bild richtig gut. Mindestens 5/6 des Bildfeldes sind knackig scharf und es ist kein Farbfehler visuell zu erkennen.



Vergrößerung 25x:

5/6 des Bildfeldes sind richtig schön scharf, aber zum Rand hin macht sich bei genauem hinsehen ein blauer Farbsaum an starkten Kontrsten bemerkbar.



Vergrößerung 35x:

Noch immer ist fast das gesamte Bildfeld schön scharf, aber die blauen Farbsäume an scharfen Kontrasten werde im gesamten Bild auffällig.



Vergrößerung 45x:

Die blauen Farbsäume sind auffällig und man muß auch in der Bildmitte nicht erst nach ihnen suchen. Insgesamt wird das Bild deutlich flauer. 2/3 des Bildes sind noch als scharf zu bezeiche, aber auch in der Mitte ist das Bild jetzt flauer.





Fazit: Dies soll kein Testbericht sein, sondern meinen perönlichen Eindruck von der Sterolupe schildern.
Ich suchte eine stabile Stereolupe, die auch von den Kindern benutzt werden soll. In der Handhabung, Verarbeitung und auch vom Bildeindruck bin ich sehr zufrieden. Für gut 500 Euro erhält man erstaunlich viel. Trotzdem sollte man die Stereolupe sicher nicht mit den teuren Markenlupen der großen Vier vergleichen. Ich hatte mal die Gelegenheit durch eine Olympusstereolupe zu schauen und auch durch ein Zeiss Stemi 2000. Das sind schon ganz besonders tolle Geräte und wer die Mikroskopie als sein wichtiges Hobby ansieht, dass er über Jahre betreibt wird sicher irgendwann zu einem dieser Stereomikroskope wechseln. Dann muß man aber auch mit Preisen oberhalb von 2500 Euro rechnen. Wer eine Stereolupe auch für Kinder ensetzen will, und/oder gerade keine 2500 Euro dafür ausgeben möchte oder kann, bekommt nach meiner Meinung mit der Novex RZ-Reihe eine taugliche Stereolupe und viel Gegenwert für sein Geld.


Zur Handhabung: Mein 7-jähriger Sohn ist mit der Stereolupe nicht zu bremsen. Er hat schon ca. 100 Blüten, Blätter, Bienen, Blattläuse, Steine, Rindenmulch, usw., usw. usw. beobachtet. Oft steht ihm dabei vor staunen der Mund auf, oder er lacht dabei. Schon nach kurzer Zeit spielte er wie selbstverständlich mit der Vergrößerung und der Scharfstellung und durchwandert dabei ständig die Schärfeebenen der untersuchten Objekte. Es ist eine wahre Freude und ich bekomme bei diesem Anblick das Grinsen ebenfalls nicht aus dem Gesicht.  :) :D





Gänseblümchen bei 25x:



Schon verstaubte Biene bei ca. 20x:



Hier ein paar Bilder aus der Praxis mit Blattläusen:
https://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=6193.0



Viele Grüße,
Jürgen

P.S.:Ich bin nicht verwandt mit irgendeinem Novex-Händler und habe keinerlei geschäfltiche Interessen mit diesem Erfahrungsbericht.





Roland Ehrlich

Vielen Dank für den ausführlichen Bericht, für das Modell interessiere ich mich nämlich, hauptsächlich zum Kleinmineraliengucken, zur Zeit auch. Hatten Sie zufällig Gelegenheit, mit z.B. einem Motic SMZ-140 zu vergleichen?

Viele Grüße,

Roland Ehrlich

Inox

Hallo Roland,

nein, leider konnte das Gerät nicht direkt mit anderen vergleichen. Das SMZ 140 war bei mir auch durchaus in der engeren Wahl, aber ich hatte mich dann doch für das Novex RZB entschieden.

Viele Grüße,
Jürgen

Inox

Hallo Roland,


noch eine kleine Ergänzung. Im Spinnenforum http://spinnen-forum.de/ sind ebenfalls eine Menge netter Leute unterwegs, die auch viel Erfarhungen mit Stereolupen haben. Dort gibt es auch einige Mitglieder die mit dem Novex RZ arbeiten. Einfach mal ein wenig die dortige Suchfunktion nutzen.

Viele Grüße,
Jürgen

Udo Hammermeister

Hallo

Ich besitze auch dieses Mikroskop, und bin auch zufrieden; aber ohne den direkten Vergleich mit zum Beispiel Zeiss.
Zur mechanischen Verarbeitung: Es ist fast alles aus Metall, sauber gedreht, selbst die Hülse um die beiden Objektive.
Hier mal ein Bild von der Zoom-Verstellung, wo die inneren Linsen über Kurvenschlitze geführt werden. Alles massiv Messing und läuft wie geschmiert.



Ich wolle noch einiges mehr erzählen, aber ich muss jetzt zur Arbeit, vielleicht heute Abend.

Udo Hammermeister

Noch ein paar eigene Erfahrungen zur Bestätigung und Ergänzung:

Dass auf dem Ding mit so großer Schrift "Holland" steht, ist schon ziemlich infantil. Ein richtiger holländischer Hersteller hätte das nicht nötig. Wir wissen ja, wo es herkommt, aber deswegen ist es nicht unbedingt schlecht.

Einen Vergleich mit einem Gerät der großen Marken hatte ich noch nicht machen können. Einmal hatte ich es mit einem Krüss (knapp 300€) vergleichen können: das Novex war eindeutig besser.

Letzten Ends ist so ein Stereomikroskop ein ziemlich nützliches Ding. Ich benutze es mittlerweile öfters als das gute Durchlichtmikroskop von Zeiss.

Das mit dem parfokal stimmt, zoomen ohne neu zu fokussieren; man muss dazu den Okularabstand einstellen, abhängig von den Augen (Brillenträger). Die beste Abbildungsleistung ergibt sich in der Mitte der Zoom-Stellung, also so bei 1,7-fach. Jürgen hat das ja auch schon mit Probeaufnahmen demonstriert.

Dieses Novex hat ein massives Streulicht-Problem. Besonders störend, wenn man dunkle Objekte betrachtet, die auf einem hellen Untergrund liegen. Ein dunkles Plättchen, was genau das Gesichtsfeld bedeckt und auf der weißen Unterlage liegt, erzeugt im Bild auf der gegenüber liegenden Seite einen hellen Grauschleier, der etwa 1/3 des Gesichtsfeldes überlagert, zum Rand hin stärker, bei starkem Störlicht auch bis zur Mitte. Ich nehme aus diesem Grunde praktisch nur die schwarze Unterlage.

Wer eins kaufen möchte, unbedingt mit Beleuchtung. Der Aufpreis beträgt ganze 30 €. Dafür bekommt man zwei unabhängige Beleuchtungs-Systeme (Auflicht und Durchlicht) mit separaten, eingebauten Netzteilen. Die Auflicht-Lampe ist mit einigen geschickten Details versehen. Das Auflicht kann man regeln, aber in der Praxis benutze ich das nicht, es ist immer ganz auf. Bei 45-facher Vergrößerung könnte man schon die doppelte oder noch höhere Lichtmenge vertragen. Der Fuß ist so groß, dass er auch bequem weitere Netzgeräte und Potis aufnehmen könnte, für zusätzliche LED-Beleuchtung (Bastler).

Der Verstellknopf für den Zoom geht butterweich. Die Knöpfe für den Fokus kann man gegeneinander verdrehen und so die Reibkraft einstellen. Da das Mikroskop ziemlich schwer ist, muss man sie schon gewaltig anknallen, damit es nicht von selbst herunterrutscht. Daher geht der Fokus dann ziemlich schwer, sinnvolles Bedienen nur mit der ganzen Faust. Ich weiß nicht, ob Markenmikroskope da andere Lösungen entwickelt haben, z.B. mit Gegengewicht oder -feder?

Der Arbeitsabstand beträgt 90 mm. Das reicht locker, um auch darunter "arbeiten" zu können, auch z.B. Löten, Fräsen. Um die empfindliche Optik zu schützen, kann man unten ein Filter für Kameras (z.B. Skylight) einschrauben. Gewinde M48X0,75, diese Größe ist sehr schwer zu bekommen, aber es gibt sie. Die normalerweise 2 mm dicke Glasscheibe beeinträchtigt das Bild nicht, so weit ich es beurteilen kann; ich habe diesen Filter immer drauf. Merkwürdig, dass so was von den Händlern nicht als Zubehör angeboten wird.

Ein Messokular (ca. 50€) ist für mich auch ganz nützlich. Ein Paar 15-er-Okulare benutze ich fast nie. Die Objektklemmen mit ihren Schrauben habe ich sofort abgeschraubt. Ich kann damit nichts anfangen, stören nur beim Schieben.

Grüße
Udo



Inox

Hallo Udo,

vielen Dank für Deine Ergänzungen und den Bericht über Deine Erfahrungen mit dem Novex RZ. Ich habe auch die Variante mit Auf- und Durchlicht.

Bei mir ist allerdings die Lupe nicht genau parafokal. Ich muß bei verschiedenen Vergrößerungen doch mehr oder weniger stark nachfokussieren. Dafür scheint mein Fokussiertrieb ganz gut eingestellt. Er läßt sich mäßig schwergängig bewegen, aber mein 7 Jahre alter Sohn hat keine Probleme die Fokussierung zu bedienen. Andererseitz kann ich ruhig meine G7, mit der Hand auf das Okular drücken, ohne das etwas wackelt.

ZitatDieses Novex hat ein massives Streulicht-Problem. Besonders störend, wenn man dunkle Objekte betrachtet, die auf einem hellen Untergrund liegen. Ein dunkles Plättchen, was genau das Gesichtsfeld bedeckt und auf der weißen Unterlage liegt, erzeugt im Bild auf der gegenüber liegenden Seite einen hellen Grauschleier, der etwa 1/3 des Gesichtsfeldes überlagert, zum Rand hin stärker, bei starkem Störlicht auch bis zur Mitte. Ich nehme aus diesem Grunde praktisch nur die schwarze Unterlage.

Das hat mich jetzt doch interessiert und ich habe mir ein schwarzez Stück Wellpappe auf die Milchglasscheibe gelegt. Ich muß sagen, dass bei allen Vergrößerungen ich überhaupt kein Streulichproblem habe, selbst bei Auflicht mit der höchsten Lichtintensität. Kein sichtbares Streulicht, weder im Gesichtsfeld, noch am schwarzen Rand ist eine Aufhellung zu sehen. Hier mal ein Bild mit der schwarzen Wellpappe bei voll aufgedrehtem Auflicht bei 6,5x:



Und nun bei 15x:




In beiden Fällen habe ich absolut keine Aufhellung, Geisterbilder,  Grauschleier, Reflexe oder Streulicht. Auch der Rand um das Sehfeld ist pechschwarz. Wenn ich zu meinem Bericht etwas einfügen würde, wäre es der Hinweis, das ich überrascht bin, wie gut das Streulicht bei diesem Novex unterdrückt ist, also genau das Gegenteil von dem was Du bei Deinem Gerät erlebst.

Kann es sein, dass Novex im Laufe der Produktion da mal nachgebssert hat? immerhin ist die RZ-Reihe wohl seit über 10 Jahren auf dem Markt. Oder gibt es eventuell doch eine größere Serienstreung bei den Geräten? Oder das bei Deinem Gerät etwas nicht in Ordnung ist?

Viele Grüße,
Jürgen




Inox

Noch eine Ergäzung,

jetzt habe ich nochmal die Parafokalität überprüft. Da habe ich wohl einen Denkfehler gemacht. Ich bin von niedriger Vergrößerung gestartet und dann zu den hohen Vergößerungen gegangen.
Es ist natürlich logisch, dass ich bei kleinen Vergößerungen eine dickere Schärfeebene habe und ich dann bei großen Vergrößerungen nachfokussieren muß. Stelle ich bei höchster Vergrößerung die Schärfe ein, kann ich bis zur kleinsten Vergrößerung runtergehen ohne nachfokussieren zu müssen. In sofern nehme ich meine Aussage zurück, dass bei mir das Novex RZ nicht ganz parafokal ist, es ist es doch. ;)

Viele Grüße,
Jürgen

Roland Ehrlich

Herzlichen Dank euch beiden für die ausführlichen Erfahrungsberichte, das ist recht wertvoll (sicher nicht nur für mich). Im Spinnenforum war ich zuerst, noch bevor ich hier das Forum fand, dort hab ich mich aber schnell wieder getrollt, nachdem es dann hauptsächlich darum ging, wie man die armen Spinnen am besten ins Jenseits befördert, damit sie Ruhe geben beim Mikroskopieren...  >:(

Mit dem Streulicht gibt mir etwas zu denken...

Lieber hätte ich übrigens ein Trino, wo beim Fotografieren nicht ein Okular aus dem Strahlengang genommen wird, aber da muß man anscheinend satte 1000 Euro mehr hinlegen...

Danke erstmal...

Roland

Inox

Hallo Roland,

[quotehauptsächlich darum ging, wie man die armen Spinnen am besten ins Jenseits befördert, damit sie Ruhe geben beim Mikroskopieren...  Ärgerlich][/quote]

... ja , die sind da schon etwas abgebrüht...  ;D

ZitatMit dem Streulicht gibt mir etwas zu denken...

Also, wie oben schon erwähnt habe ich bei meiner Lupe überhaupt kein Streulichtproblem, aber vielleicht mußt Du die Lupe einfach mal selber testen.

ZitatLieber hätte ich übrigens ein Trino, wo beim Fotografieren nicht ein Okular aus dem Strahlengang genommen wird, aber da muß man anscheinend satte 1000 Euro mehr hinlegen...

Die Trinoversion kostet, glaube ich, ca. 100 euro mehr und da brauchst Du dann ja kein Okular mehr aus dem Auszug nehmen. Ich mache übrigens meine Fotos nur durchs Okular.

Viele Grüße,
Jürgen

Roland Ehrlich

ZitatDie Trinoversion kostet, glaube ich, ca. 100 euro mehr und da brauchst Du dann ja kein Okular mehr aus dem Auszug nehmen. Ich mache übrigens meine Fotos nur durchs Okular.

Bei der Trinoversion (wie auch beim Motic SMZ-143) scheint ein Okular beim Umschalten des Strahlengangs in den Fototubus blind geschaltet zu werden... das finde ich etwas umständlich...

Grüße,

Roland

Robert Götz


ZitatWer eins kaufen möchte, unbedingt mit Beleuchtung. Der Aufpreis beträgt ganze 30 €. Dafür bekommt man zwei unabhängige Beleuchtungs-Systeme (Auflicht und Durchlicht) mit separaten, eingebauten Netzteilen. Die Auflicht-Lampe ist mit einigen geschickten Details versehen. Das Auflicht kann man regeln, aber in der Praxis benutze ich das nicht, es ist immer ganz auf. Bei 45-facher Vergrößerung könnte man schon die doppelte oder noch höhere Lichtmenge vertragen

Warum dann mit Beleuchtung? Da hat man wieder ein Kabel mehr, das eine Steckdose sucht. Wäre eine externe LED - eventuell mit Akku - nicht die flexiblere Lösung - natürlich nur für Auflicht?
Ich frage mich sowieso manchmal, wieviel von den Mehrkosten für bessere Stereolupen durch die aufwendigere Beleuchtung verursacht werden. Sind diese teuren Beleuchtungen nicht entbehrlich, wenn man nicht fotografieren will?
Bei Amazon kostet das Novex ohne Beleuchtung 490 Euro, ein Preis, bei dem auch ein Fehlkauf noch zu verschmerzen wäre.

Hat jemand die Vorsatzlinse 2x (ca. 100€) ausprobiert?

Gruß
Robert Götz




Inox

#12
Hallo Robert,

also man kann sicher auch mit Akku LED auf Ständern oder ähnliches arbeiten, aber als praktischer sehe ich das nicht unbedingt an, denn dann brauch ich noch eine LED-Leuchte und einen Ständer. So ist alles in einem Gehäuse. Auf das Durchlicht wollte ich übrigens nicht verzichten, sowohl bei Blüten und anderen Blättern, aber natürlich auch bei Teichproben liefert das Durchlicht ganz andere und interessante Ansichten.
Übrigens finde ich die Abbildung mit meiner LED-Taschenlampe nicht so gut, wie mit der installierten Halogenbeleuchtung. So scheint zumindest meine LED im blau/violetten Bereich besonders viel abzustrahlen, was sich bei hohen Vergrößerung in einem verstärktem Blausaum bemerkbar macht, den ich so ausgeprägt bei der Halogenbeleuchtung nicht vorfinde. Das mag aber mit der speziellen CREE-LED meiner Taschenlampe zusammenhängen und kann mit anderen LED's vielleicht anders aussehen.
Ich persönlich finde die eingebaute Durchlicht und Auflichtbeleuchtung sehr praktisch und wollte sie keinesfalls missen, unabhängig von visueller oder fotografischer Nutzung.


Viele Grüße,
Jürgen

sepp222

Melde mich 3 Jahre zu spät.Aber wo gibt es das Schutz-filter oder Glas mit dem M48x0,75 Gewinde.Habe auch so ein Teil und möchte die Objektive
nicht verschmieren.Anderes Fabrikat aber gleiche Funktion.

                                                                                                         Gruß Hans