Liebe Freunde des gepflegten Mikrobildes und ..

Begonnen von WinfriedK, Oktober 15, 2013, 19:06:48 NACHMITTAGS

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WinfriedK

.. liebe Lichtkünstler,

aus "nicht so geheimen Gründen" habe ich einen schönen stinkenden "Heuaufguß" (#9 bei Google) angesetzt.



Daraus haben sich z. Zt. Kryptomonaden im Überfluß entwickelt, wie kürzlich in Darmstadt "amtlich" festgestellt wurde.



Leider machen die winzigen durchsichtigen Flitzer mir und meiner Canon 650D Probleme bei der sauberen Aufname ihrer Lebensgewohnheiten.

http://www.youtube.com/watch?v=WNRbsfUW4e8

Mal vom Quetschen und Deckeln mit sauberem Wasser abgesehen - welche Belichtungeseinstellungen brauche ich, um das wuselige Geschehen einigermaßen realitätsgetreu  auf den Speicherchip zu bekommen ?

Alle Variationen mit Belichtungszeit und Blende und ISO-Empfindlichkeit haben bisher nicht zum Erfolg geführt. wie man selbst sehen kann.

Gibt es eine systematische Annäherungsweise an die optimale Belichtung ?

"Etwas" fehlbelichtet ..

Winfried

JB

Hallo Winfried,

Auf dem Video bewegt sich der "Schmutz" im Hintergrund nicht, wenn sie den Objekttraeger verschieben. Also wird an Ihrem Mikroskop an einer Stelle Schmutz nahe der Fokusebene abgebildet. Ist es das, was Sie stoert?

Wenn ja, muessen Sie ich systematisch auf die Suche nach der Ursache machen.

1. Welches Mikroskop ist es? Ein Photo hilft uns vielleicht schon weiter.

2. Kann man Koehler-Beleuchtung einstellen und wenn ja, wie haben Sie das gemacht? http://www.mikroskopie.de/pfad/koehlerbeleuchtung/vier.html

3. Suche nach Schmutz in allen konjugierten Ebenen. http://www.mikroskopie.de/pfad/koehlerbeleuchtung/drei.html
wie hier beschrieben, Seite 130: http://www.klaus-henkel.de/mikrofibel.pdf

Jon

Peter V.

Hallo Winfried,

Deine Frage ist eher "unspezifisch". Was genau gefällt Dir denn nicht an dem Video? Was ist den nicht "einigermaßen realitätsgetreu"?

Bitte formuliere doch mal Deine eigenen Kritikpunkte genauer und teil uns bitte einmal das genaue "Setup" mit. Welches Mikroskop, welches Objektiv, wie ist die Kamera adaptiert?

1) Fangen wir man mit dem Schmutz im Hintergund an: Da hat Jon schon Einiges erwähnt. Vemutlich verwendest Du ein hoch vergrößerndes (hochaperturiges) Objektiv. Je höher die Objektivapertur und je weiter zugezogen die Aperturblende (hast Du sie vielleicht sogar viel zu weit zugezogen?), desto deutlicher wird der Schmutz sichtbar. Regel: Aperturbelde nur soweit zuziehen, dass sie etwa ein Drittes des Bildesfeldes einnmmt, das kontrollierst Du am besten, indem Du ohne Okular in den Tubus schaust.
Nicht bei jedem Mikroskop macht sich der Schmutz an der gleichen Stelle auch im Bild stark bemerkbar. Die üblichen Verdächtigen ganz allgemein sind:

1) Lichtaustritt im Mikroskopfuß
2) Frontlinse des Kondensors (hier hilft es zumeist, den Kondrnsor einfach ein paar Millimeter abzusenken, und wie von Zauberhand ist der Schutz im Bild futsch).
3) Schmutz im/auf dem Okular.

Das Objektiv ist diesbezüglich eher unverdächtig, Schmutz im und auf dem Objektiv sieht man üblicherweise nicht, er macht sich nur durch ein falueres Bild bemerkbar.

2) Dann fällt leider ein heftiger "lilafarbener" Hot Spot auf! Das ist ein übler Knackpunkt, weil es dafür unendlich viele Ursachen gibt und sich solche Hot Spots manchmal (zum Glück nicht immer) hartnäckig ihrer Eliminierung widersetzen. Zumeist sind irgendwelche Reflektionen im Strahlengang verantwortlich, z.B. innen nicht ausreichend mattierte und geschwärzte Fotodapter. Wenn wir uns da auf die Fehlersuche begeben wollen, bedarf es schon sehr detaillierter Informationen über den geamten optischen Aufbau, insbesondere die Kameraadaption.

Herzliche Grüße
Peter


Dieses Posting ist frei von kultureller Aneigung, vegan und wurde CO2-frei erstellt. Für 100 Posts lasse ich ein Gänseblümchen in Ecuador pflanzen.