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Adapterring RMS-M27

Begonnen von Rudolf Krönung, Dezember 06, 2013, 16:50:33 NACHMITTAGS

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Rudolf Krönung

Liebe Technikfreaks,

Ich suche einen Adapterring für ein Objektiv mit RMS-Gewinde auf M-27-Gewinde. Ein vorhandener Adapterring passt nicht, da er für Ojektive mit kleinerem Durchmesser angefertigt ist. Er könnte maximal Objektive unter 31 mm Ø aufnehmen. Mein Objektiv beginnt mit 33,2 mm und erweitert sich konisch auf 35 mm (siehe nachfolgende Zeichnung).

Frage gibt es für solche Objektive einen passenden Adapterring und wenn ja, wo kann man ihn beziehen. Im Web habe ich vergeblich gesucht.
Danke und viele Grüße,

Rudolf

Klaus Herrmann

Hallo Rudolf,

die gibt es bei Zeiss. Die HD-Objektive der Unendlich-Reihe haben M 27, deshalb hat Zeiss die auch hergestellt. Ich kenne 2 Versionen, die nur eine andere Nummer tragen:

Mit der 6stelligen kann man die sicher bestellen. Ich schätze 30.-/Stück (76.- DM in der Liste 1993) ;D


Mit herzlichen Mikrogrüßen

Klaus


ich ziehe das freundschaftliche "Du" vor! ∞ λ ¼


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reblaus

Hallo Rudolf -

das Problem hatte ich auch - es gibt solche Ringe nicht bei Zeiss!

Die älteren Ringe 44 49 10 von Zeiss funktionieren ausschließlich für die alten Objektive mit Durchmesser kleiner als 24 mm (ähnliche gibt es von LOMO). Die neuere Version 1095-168 nimmt zwar auch einen dickeres Plan-Neofluar 40x/1,30 (Nr. 1056-602 (1083-997)) auf, mit einem Durchmesser von 29 mm, aber nur weil es eine entsprechende konische Stufe eingebaut hat, die beim Einschrauben in das RMS-Gewinde für Abstand sorgt und genau in dem Ring verschwinden kann.

Mit einem Kompromiss bei der Parfokalität habe ich dafür folgendes Verfahren: Von einem LOMO-Ring wurde der Kragen abgestochen, sodass nur der Gewindeteil übrig blieb. Wenn ich diesen auf das RMS-Gewinde setze und das Objektiv ganz einschraube, wird leider die korrekte Auflagefläche nicht benutzt, sodass das Objektiv etwa 0,2 mm zu tief kommt. Der Ring sitzt dabei innen auf einem kleinen Kragen auf, der eigentlich nicht als Anschlag gedacht ist, jedoch wird das Objektiv nicht verkantet. Die mangelnde Parfokalität könnte man beheben, wenn der Gewindering genau die richtige Länge hätte.

Dieses Problem gäbe es eigentlich nur bei Objektiven, bei denen die Auflage kleiner als 27 mm ist, sodass sie in das M27-Gewinde eintaucht. Leider hat aber auch mein 34 mm dickes LD-Objektiv keine plane Fläche, sondern eine kleine Stufe von etwa 0,3 mm mit 25 mm Durchmesser eingebaut, sodass man eine entsprechend dünne Unterlagscheibe mit Innendurchmesser 25 mm benutzen müsste um Parfokalität herzustellen.

Ich vermute auch, dass auch Dein skizziertes Objektiv keine völlig plane Fläche bis zum RMS-Gewinde hat?


Viele Grüße

Rolf

Klaus Herrmann

Hallo,

Zwischenring Höhe Null gibt es natürlich auch. Ich hatte die Rahmenbedingung überlesen (für die neuen dicken Plan-Neos) Nur die Bestellnr von CZ habe ich nicht gefunden.
Mit herzlichen Mikrogrüßen

Klaus


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Rudolf Krönung

Hallo Klaus, Jon und Rolf,

danke für die ausführlichen Antworten. Ich denke, ich werde erst mal mit dem von Jon vorgeschlagenen Adapterring der Fa. Thorlabs experimentieren. Das Objektiv, ein 40x /Achroplan Ph 2 von Zeiss hat einen Messingkern, der mit ungefähr 25mm Ø und 0,4 mm Überstand aus dem Außenmantel hervorragt. Notfalls muss ich mich um eine entsprechende Unterlagscheibe bemühen. Auf den Ring von Zeiss (der ja auch deutlich teurer ist) kann ich dann immer noch zurückkommen, wenn ich so keinen Erfolg habe.
Ich glaube, Ihr habt mir sehr weiter geholfen.
Ganz herzlichen Dank und viele Grüße,

Rudolf

reblaus

Hallo Klaus -

die beiden von Dir abgebildeten Adapter haben die Höhe Null - aber halt nur mit den dünneren Objektiven!

@ Rudolf -

guter Link von Jon - diese Ringe gab es dort vor einiger Zeit noch nicht - es ist genau das, was ich dann aus den LOMO-Adapterringen habe machen lassen. Natürlich kann man die mechanische Unmöglichkeit, einen Adapter für dicke Objektive und die korrekte Auflagefläche mit Höhe Null zu konstruieren überlisten, in dem man für alle Objektive mit RMS-Gewinde einen Adapter mit Kragen und Unterlagescheibe verwendet und für die M27 Objektive eine Unterlagscheibe allein. Aber der Aufwand war schon sehr lästig - ich nehme da lieber die mangelnde Parfokalität in Kauf.

Viele Grüße

Rolf

Klaus Herrmann

Hallo Rolf,

Zitatdie beiden von Dir abgebildeten Adapter haben die Höhe Null - aber halt nur mit den dünneren Objektiven!
Ja natürlich, aber eben nicht für die dicken,

Diese Unterlagsscheiben von Zeiss habe ich eine ganze Tüte voll. Wenn man den Ausgleich einmal ausgetüftelt hat, dann hat man Ruhe!
Aber am besten ist es natürlich die HD-Objektive am HD-Revolver zu haben und die RMS am RMS-Revolver. Das geht aber nur bei den Axioplanen I und Axiophot I, die noch einen Wechselrevolver hatten.

Die Adapterringe ohne Wulst sind natürlich universell.
Mit herzlichen Mikrogrüßen

Klaus


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Klaus Herrmann

Hallo zusammen,

eine kleine Korrektur muss ich anbringen: ich habe zwar eine ganze Tüte voll dieser Unterlagsscheiben, aber die sind für die alten 160 mm HD-Objektive mit Gewinde M 24. Dafür habe ich sie in 2 Versionen: Messing schwarz bräuniert und in matt verchromt. :D Der farbliche Unterschied kommt bei dem Scan nicht wirklich raus. ;D

Mit herzlichen Mikrogrüßen

Klaus


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Wutsdorff Peter

Hallo Herr Krönung,
ich bin zwar nur Maschinenbauingenieur, und verstehe die Zeichnung nicht. Die Bemaßungen sind leider nicht vollständig. Sie skizzieren unter dem Adapter das Objektiv. Es hat eine Abschrägung. Wo ist das Gewinde (RMS ?) des Objektives?? Sie Benötigen einen Innendurchmesser des Rezesses von 35 statt 31 mm. Drehen Sie den Rezeß ab, sodaß nur noch eine Scheibe mit einer Dicke von ca. 0,5 bis 0,8 mm übrig bleibt. Drehen Sie sich eine neue Scheibe mit dem gewünschten Durchmesser des Rezesses. Die Scheibe sollte ein Loch  mit einem Durchmesser von 27,2mm haben. Sie wird dann von oben über das M 27-Gewinde gestülpt. Welche Steigung hat das M-27 Gewinde? Vermutlich "fein". Wie tief soll der Rezeß sein?
Am besten schicken Sie mir per Mail (pdpwffatt-online.de) eine komplette Zeichnung und ich gebe Ihnen eine Zeichnung mit dem Adapter, den ich mir vorstelle.
Übrigens: Bei BW-Optik gibt es RMS-Verlängerungen für 18€. Mit denen kann man auf einer Drehbank einiges anfangen.

Mit fertigungstechnischen Grüßen                Peter aus Lorsch

Rudolf Krönung

Hallo Herr Wutsdorff,

mit Ihnen als Maschinenbauingenieur kann ich keinesfalls mithalten. Ich habe auch nicht daran gedacht, mir den Adaper selbst zu drehen. Vielmehr würde ich gerne einen kaufen und wissen, wo das geht. Da sind die Anregungen die ich bis jetzt hier bekommen habe für mich schon außerordentlich hilfreich.
Was die Zeichnung betrifft: Da es mir im wesentlichen darum ging, zu veranschaulichen, dass bei meinem Adapterring der Rezess für die Aufnahme des Objektives zu schmal und daher hinderlich ist, habe ich nur das gezeichnet und das Ojektivgewinde weggelassen.
Besten dank für Ihre Erläuterungen, die viel Kompetenz erahnen lassen und viele Grüße,

Rudolf Krönung

Wutsdorff Peter

Hallo Herr Krönung,
zur  Not kann ich Ihnen so einen Adapter drehen.

Gruß                   Peter aus Lorsch

Wutsdorff Peter

Noch was: habe nachgedacht: Wozu dient der Rezeß von 31 mm? Zum Zentrieren des Objektives? Da aber am 27mm-Gewinde  kein Zentrieransatz zu sehen ist, wäre das sinnlos. Bekanntlich zentrieren Gewinde nicht!!
Drehen Sie doch einfach den Rezeß ab. Das könnte ich Ihnen auch machen.

Gruß   Peter aus Lorsch

Rudolf Krönung

Hallo Herr Wutsdorff,

ich war einen Tag unterwegs und lese gerade Ihr Angebot. Das finde ich wirklich sehr entgegenkommend von Ihnen. Ich habe aber inzwischen über den von Jon angebotenen Link bei der Fa. Thorlabs 2 Ringe bestellt. Die kosten da pro Stück incl. MwSt knapp 22 € +Versand. Die werde ich erst mal probieren. Sollte sich daraus kein befriedigendes Resultat ergeben, komme ich gerne nochmals mit Fragen auf Sie zu.
Was Ihre Frage zu dem Rezess betrifft, kann ich die nicht beantworten. Ich vermute eher nicht, dass er zum Zentrieren des Objektives dienen soll, sondern dass er in erster Linie eine griffige Außenfläche bietet, um den Ring aus dem Objektivrevolver wieder herausschrauben zu können. Ich vermute, dass die in meiner Zeichnung ohne Bemaßung dargestellte kleine Vertiefung (unter den Gewindebacken) eher diese Zentrieraufgabe für Objektive mit kleinem Durchmesser (ca. 24,5 mm) hat.

Nochmals ganz herzlichen Dank für Ihre Hilfsbereitschaft
und viele Grüße,

Rudolf Krönung

Wutsdorff Peter

Das, 24,5mm, ist der sog. "Hinterstich", wenn es nach einem Gewindedurchmesser (hier nach unten) auf einen anderen größeren Durchmesser übergeht. Das hat allein fertigungstechnische Gründe. Der Drehstahl für das Gewinde muß einen kleinen axialen "Auslauf" haben. Sie wollen ja schließlich, wenn Sie den Adapter in Ihr Mikroskop einschrauben eine sichere uns satte axiale Anlage haben.

Gruß  Peter Wutsdorff