Reinigung von Okularen und Objektiven in Ultraschall-Geräten

Begonnen von Hagen v.T., Dezember 21, 2013, 14:47:37 NACHMITTAGS

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Hagen v.T.


Hallo zusammen - "long time no see"

Seit vorgestern sind wir wieder aus Westafrika zurück und ich muß 5-6 total verdreckte Mikroskope warten.

Das Thema "Ultraschall-Geräte bei Optiken" wurde hier einmal nur kurz angesprochen, da schrieb einer, dass Olympus davon abgeraten hätte, es gab aber nicht mehr Info darüber.

Ich habe eine sehr gutes Ultraschall-Reinigungsgerät, weiss aber nicht, ob das Gerät den Kitt der die Linsen einfasst auflöst bzw. ob irgendwelche Beschichtungen gelöst werden.

Hat hier jemand eigene Erfahrung hier ?

Bin für jeden Tip dankbar, ich will ja nicht 5-6 Mikroskope (Zeiss West, Olympus etc. !!) schrotten.

Liebe Grüße an alle

der Nibelungen-Nils




Wer glaubt im Besitz der alleinigen Wahrheit zu sein, scheitert am Gelächter der Götter.  frei nach Albert Einstein

the_playstation

#1
Hallo Nils,
Ich wäre da sehr vorsichtig!
1.) Eindringen der Reinigungsflüssigkeit zwischen Linsen.
2.) Delamination oder Lösen von Linsen aufgrund von der Ultraschall-Vibrationen.
3.) Unterschiedliche Materialien und Schmutz, ... müssen unterschiedlich behandelt werden.
4.) Entfernung von Schmierfetten, ....

Ich bevorzuge das Putzen mit der Hand exakt dort, wo sich der Schmutz befindet.
Dadurch werden auch andere Partien, Teile, ... geschohnt.
Und unterschiedliche Materialien werden artspezifisch gereinigt, ...

Ultraschall ist natürlich verführerisch und bequem und einfach.

Eventuell einzelne, komplett demontierte, rein mechanische Teile.
Aber die müssen danach wieder neu gefettet werden, ...

Liebe Grüße Jorrit.
Die Realität wird bestimmt durch den Betrachter.

Eckhard F. H.

ZitatBin für jeden Tip dankbar, ich will ja nicht 5-6 Mikroskope (Zeiss West, Olympus etc. !!) schrotten.

Hallo von Tronje,
mangelnde Erfahrung verbietet mir eigentlich, bezügliche Tipps abzugeben. Trotzdem: Sieh ab davon! Der Preis der Erkenntnis würde den Wert der Erfahrung wahrscheinlich nicht aufwiegen.  ;D
Gruß - EFH
P.S.: Die eigene Erfahrung hat (zwar) den Vorteil vollkommener Gewissheit.
A. Schopenhauer

Dünnschliffbohrer

#3
Sei gegrüßt Nibelunge,

aber bitte Finger weg vom Ultraschall. Ich hab erst gar keine eigene Erfahrungen gesammelt, nachdem mir seinerzeit mal einer unserer Prof´s erklärt hatte, dass man selbst bei der Reinigung von Tuschefüllern "Radidographen" im Ultraschall vorsichtig sein müsse, weil Kunststoff und Metallteile mit unterschiedlichen Frequenzen schwingen würden, und daher sich bei längerer Anwendung voneinander lösen. Das dürfte für verkittete Linsen erst recht gelten. Die Brillengläser, die der Augenoptiker damit sauber macht, sind ja nicht verkittet! Wie es richtig geht, findest du hier: http://www.zeiss.de/C125792900358A3F/0/D76F6AAF3D54F5A8C125790600481F7E/$FILE/50-1-0025_das_saubere_mikroskop_d.pdf

Viel Erfolg, Dünnschliffb.
"Und Gott sprach: Es ist nicht gut, daß der Mensch allein sei; und er schuf um ihn Laubmoose und Lebermoose und Flechten und ein Mikroskop!"
[aus: Kleeberg, Bernhard (2005): Theophysis, Ernst Haeckels Philosophie des Naturganzen,  S. 90]

Peter V.

Hallo Nils,

vermutlich hat damit noch niemand Erfahrung, weil es noch niemand versucht hat. Mir würde der GMV (Gesunde Menschenverstand) sagen: NICHT EINMAL DARAN DENKEN!!!!  ;)

Herzliche Grüße
Peter
Dieses Posting ist frei von kultureller Aneigung, vegan und wurde CO2-frei erstellt. Für 100 Posts lasse ich ein Gänseblümchen in Ecuador pflanzen.

ortholux

Hallo Nilshagen,

hast du denn keine Optiken in der Bastelkiste, die Du opfern kannst?

Wenn nicht, sag bescheid!

Wolfgang


Hagen v.T.


Hallo zusammen und vielen Dank !!!

(Hallo Peter !!!)

Das einleuchtenste war die Sache mit den unterschiedlichen Materialien, die unterschiedlich schwingen.
Aber nicht nur deswegen: ich laß es besser - wie bereits von Euch geschrieben: der gesunde Menschenverstand.

Das mit den "Opferteilen" ist nur bedingt gut - einen Schaden wird man evtl. nicht sofort erkennen.

Wie gesagt: ich laß es und danke Euch allen !

Liebe Grüße aus dem Nibelungenland !

Wer glaubt im Besitz der alleinigen Wahrheit zu sein, scheitert am Gelächter der Götter.  frei nach Albert Einstein

Dünnschliffbohrer

Um es nochmal kurz zusammenzufassen:
1) Bitte als erstes den losen Staub (oft Sandkörner d.h. Quarz!) mit der Gummipuste abblasen, damit keine Kratzer entstehen.
2) Danach erst feucht (!!!) mit Augenwatte und dest. H2O abwischen, wie in der PDF beschrieben - auch hier: feucht um Kratzer zu vermeiden.
3) Fettige Verschmutzungen hinterher mit Wundbenzin aus der Apotheke, also kein Reinigungsbenzin oder gar Kraftstoff, entfernen.
"Und Gott sprach: Es ist nicht gut, daß der Mensch allein sei; und er schuf um ihn Laubmoose und Lebermoose und Flechten und ein Mikroskop!"
[aus: Kleeberg, Bernhard (2005): Theophysis, Ernst Haeckels Philosophie des Naturganzen,  S. 90]

liftboy

Hallo erstmal,

das mit dem Färbekörbchen mach ich auch, aber in der Spülmaschine; klappt wunderbar!

Grüße
Wolfgang
http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=785.msg3654#msg3654
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Das Erstaunen bleibt unverändert- nur unser Mut wächst, das Erstaunliche zu verstehen.
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