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Lochblende?

Begonnen von Eckhard F. H., August 05, 2014, 14:20:37 NACHMITTAGS

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Eckhard F. H.

Hallo Rätseler,
was könnte das wohl sein?
Gruß - EFH


beamish

Ein ziemlich heftiger Sporenabwurf? Champignon?

Grüße
Martin
Zeiss RA mit Trinotubus 0/100
No-Name China-Stereomikroskop mit Trinotubus
beide mit Canon EOS 500D

Eckhard F. H.

Hallo Martin,
natürlich ein Sporenabdruck. Es ist ja kein richtiges Rätsel und auch nicht aus dem Mikrobereich. Daher auch die schnelle ´Auflösung´. Champignon liegt zwar nahe, ist es aber nicht. Es ist der nächtliche Fallout von Bolétus lúridus, dem Netzstieligen Hexenröhrling. Der Durchmesser des Abdrucks (engl. Print) ist 11cm und die Schichtdicke (Meßschieber, verdichtet) 0,09mm. Die einzelne, elliptische Sporen mißt etwa 13x5,5µm. Jetzt kann jeder Interessierte grob überschlagen, wieviel Sporen dort liegen und welche Strecke sich ergäbe, legte man alle hintereinander. Interessant wäre allerdings zu vergleichen, auf welche Zahl jeder so käme.
Gruß - EFH

-JS-

#3
Hallo Eckhard,

ich probier's mal.
Zur Vereinfachung wird die Einzelspore als Quader mit 5,5 * 5,5 * 13 µm angenommen (393,25 Kubik-µm Volumen).
Dann habe ich den sporenfreien Radius zu 1,83 cm ermittelt (Bildschirm, Lineal, Dreisatz).
Mit 90 µm Höhe ergibt sich so ein Rest-Volumen von stattlichen 760.225.086.000 Kubik-µm.
Dort hinein passen 1.933.185.216 Sporen.
Bei einer Sporenlänge von 13 µm ergeben diese Sporen aneinandergereiht eine Strecke von 25.131.407.802 µm oder oder 2.513.141 cm oder 25,13 km.
Hätte ich nicht gedacht... (wenn ich richtig gerechnet habe  ;D)

Viele Grüße
Joachim

Korrektur: ich hatte falsch gerechnet...die Zahl 'Pi' spielt doch noch eine entscheidende Rolle  :-[

... bevorzugt es, ge_Du_zt zu werden ...

Eckhard F. H.

#4
Hallo Joachim,
schön, daß Du Dich trautest. Man verheddert sich bei solchen Rechnung nämlich schnell mal um paar Zehnerpotenzen. Aber Du bist sehr nah dran - gratuliere. Edmund Michael, namhafter Deutscher Mykologe (1849-1920) erwähnt in einem seiner Pilzbücher einen gewissen A. H. R. Buller. Der hatte auch gerechnet und kam beim Feldegerling (Agáricus campéster, Dm 8cm, Sporenmaße 8x5µm) zu diesem Ergebnis: Seine 1800 Millionen Sporen hintereinandergereiht ergäbe eine Strecke von 20km Länge. Das wäre aber noch gar nichts gegen einen Riesenbovist (jung eßbar!). Seine Sporen würden für eine Strecke halb um die Erde reichen.
Gruß - EFH