rote Wimpertiere - Lidtierchen ?

Begonnen von Frank Fox, Februar 01, 2015, 12:39:27 NACHMITTAGS

Vorheriges Thema - Nächstes Thema

Frank Fox

Hallo liebe Mikrofreunde,

ich tippe mal in Richtung Blepharisma ... (Lidtierchen)
Vielleicht liege ich richtig?
Länge ca. 200μm

Diese Aufnahmen entstanden ohne Blitzeinrichtung.

Wer gerne mehr sehen möchte hier der Link zu weiteren Fotos:

http://www.mikro-foto.de/uroleptopsis_roscoviana.html

Viel Vergnügen beim Betrachten der Aufnahmen.
















Herzliche Grüße Frank Fox  
Mikrofotografie
www.mikro-foto.de
www.fotofind.eu

Faszination Mikroskopie
www.dustri.com/nc/de/hachinger-verlag/category/sachbuch.html

Zeitschrift Mikroskopie
http://www.mikroskopie-journal.de/

YouTube - Kanal
www.youtube.com/channel/UC32f7n_zGHMphTHSTC5wylg

ruhop

Hallo, Frank.

Wie immer : großartige Aufnahmen!

Was hast Du mit den Tierchen gemacht? Die schauen so vorwurfsvoll in die Linse.

Schönen Gruß aus dem Hintertaunus

Holger

limno

#2
Hallo Frank,
eine Blepharisma(Lidtierchen)  konnte ich schon auf den ersten Blick ausschließen, denn diesem Tier fehlt das "Lid", also jene undulierende Membran(aus 2 Wimpernlamellen verklebt), die Deinem SuperduperDIK nicht entgangen wäre. Es sieht sehr stark nach einem hypotrichen Ciliaten aus:
Bestimmung nach KAHL S. 537(verkürzt): Oxytrichidae:Transversalcirren fehlen; Ventral- und Marginalcirren verlaufen nicht ausgesprochen spiralig;Frontalcirren nicht auf 3-6 vereinzelt stehende Cirren reduziert, sondern zahlreicher u. in Reihen geordnet; langovale bis langelliptische Formen; Frontalreihen laufen im Bogen um das Peristom herum nach vorn, wenigstens eine Reihe zieht parallel dem vorderen Körperrand; marine Form nach hinten verjüngt.....Gattung Uroleptopsis S. 543;rot pigmentierte nach hinten verjüngte Form = Uroleptopsis roscoviana  Größe: 190-220µm, sehr biegsam und beweglich. KAHL betont, dass es noch mehr ähnliche rote marine Oxytrichiden gibt. Fazit: 100% ist es nicht sicher, aber die Richtung stimmt wohl.
Dein Exemplar scheint mir von Parasiten o.ä. befallen zu sein. Diesem prächtig ziegelroten Ciliaten hätte wöhl kaum ein gnädigeres und würdigeres Ende beschieden sein können, als ausgerechnet unter Deinem Mikroskop zu landen.
Weiterhin gut Licht und viele Grüße!
Heinrich
So blickt man klar, wie selten nur,
Ins innre Walten der Natur.

Fahrenheit

Lieber Frank,

wunderschöne Aufnahmen von einem faszinierenden Tierchen. Alleine die Farben!

Vielen Dank fürs Zeigen und herzliche Grüße
Jörg

p.s.
Darf ich? :)
Hier geht's zur Vorstellung: Klick !
Und hier zur Webseite des MKB: Klick !

Arbeitsmikroskop: Leica DMLS
Zum Mitnehmen: Leitz SM
Für draussen: Leitz HM

Frank Fox

Lieber Jörg,

Danke, ja, wie immer  ;) .

Hallo Holger,

ja, wenn das Tierchen sprechen könnte  :D

Hallo Heinrich,

vielen Dank für die hilfreichen Hinweise.
Das Tierchen stammt aus einer marinen Wasserprobe die schon etwas (2 Jahre!) älter ist.
Warum glaubst Du, dass das Tierchen von Parasiten befallen ist?

Herzliche Grüße
Frank
Mikrofotografie
www.mikro-foto.de
www.fotofind.eu

Faszination Mikroskopie
www.dustri.com/nc/de/hachinger-verlag/category/sachbuch.html

Zeitschrift Mikroskopie
http://www.mikroskopie-journal.de/

YouTube - Kanal
www.youtube.com/channel/UC32f7n_zGHMphTHSTC5wylg

limno

Guten Abend, Frank,
das ist jetzt nur so ein Gefühl, aber nach Nahrungsvakuole sieht das eher nicht aus, weil zu groß. Die Vakuolen sind  recht weit vom Cytostom entfernt, der Inhalt sieht aber noch unverdaut, ja quicklebendig aus. Wahrscheinlich ist es aber  der Makronukleus, der bei hypotrichen Ciliaten oft aus separaten Teilen besteht (wichtiges Bestimmungsmerkmal!) und die Größe der "Vakuolen" ein Artefakt ist, der infolge der  Quetschung des Präparats entsteht. Martin Kreutz wendet diese "Quetschmethode" jedoch häufig dann an wenn er uns den Parasitenbefall zeigen möchte, daher stammt wohl meine Vermutung. Am besten, Du fragst ihn selbst, er weiß es bestimmt!
Beste Grüße
Heinrich
So blickt man klar, wie selten nur,
Ins innre Walten der Natur.