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Süßwasserdiatomeen

Begonnen von Päule Heck, November 22, 2016, 17:40:58 NACHMITTAGS

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Päule Heck

Hallo,
nachdem ich nun meine neue gebrauchte EOS 550D aus der Bucht bekommen habe, kann ich endlich weiterarbeiten. Ich bin sehr zufrieden mit ihr und ich muss mich kaum umstellen. Nach dem Updaten der Ulility-Software funktioniert nun auch alles einwandfrei.
Hier nun die ersten Fotos, immer noch von dem ergiebigen Streupräparat von Herrn Ringel. Aus dem Salinekanal in Rheine.....

1.

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Herzliche Grüße
Päule


anne

Hallo Päule,

ja das ist super!
Dann herzlichen Glückwunsch zur Kamera, auf das wir noch viele Bilder zu sehen bekommen.

lg
anne

Carlos

Hallo Päule,
Wie immer, sehr schöne Aufnahmen von Diatomeen. Für mich besonders interessant ist die nur ca. 30 µm lange Diatomee in Bild 1.  Diese ist weit kleiner ist als ,,die üblicherweise gezeigten" Diatomeen.
Derzeit beschäftige ich mich immer noch damit, aus ,,Watt-Schlick" die darin enthaltenen Diatomeen zu isolieren.  Nach Abtrennung der Feinstpartikel (vermutlich Tonmineralien) und Zerstörung allen organischen Materials finde ich jetzt (neben vielen Bruchstücken großer Diatomeen-Schalen) sehr viele, intakte Schalen von sehr kleinen Diatomeen (5 bis 30 µm lang). Darunter scheint mir auch die in Bild 1 gezeigte Diatomee recht häufig zu sein.
Bisher waren diese ,,Klein-Diatomeen" stets in Feinstpartikel eingehüllt und so für mich nicht erkennbar. Das Bauprinzip, Form und Muster der Schalen dieser kleinen Diatomeen ist, wie ich jetzt sehen kann, sehr unterschiedlich und sehr vielfältig. Bisher habe ich leider nur vereinzelt Bilder derart kleiner Diatomeen gesehen.
Meine mikroskopischen und fotografischen Fähigkeiten reichen allerdings nicht aus, die Vielfalt dieser ,,Klein-Diatomeen" wiederzugeben. Ich gehe aber davon aus, dass Du als Fachmann für Diatomeen und Meister der Mikroskopie-Fotographie auch hierzu entsprechende Bilder einstellen könntest. Ich würde mich sehr freuen.
Gruß Carlos

Päule Heck

Guten Abend, Anne und Carlos,
ja, bei der Vielzahl größerer Diatomeen vernachlässigt man schnell die kleineren. Sie stellen schon eine gewisse Herausforderung dar und ich habe mich, wann immer ich konnte, darum gedrückt sie zu fotografieren. Deshalb liebe ich die marinen auch mehr als die Süßwasserdiatomeen. Nun durchforste ich ja seit Wochen das ergiebige Präparat von Herrn Ringel aus dem Salinekanal von Rheine und entdecke immer noch neue Spezies. Die größeren habe ich alle durch, nun geht es an die kleinen! Ich stelle mich  er Herausforderung  ;D
Hier sind erste Ergebnisse:

1.

2.

Die gehen ja noch, aber bei der folgenden komme ich doch schon an meine Grenzen:

3.

Auch die nächste D. ist nicht groß. Ich habe die drei zunächst einzeln fotografiert und dann zu einem einzigen Bild "gelegt".  Wenn man so gut wie keine "Musterung" bei den Scheibchen erkennt: Es gibt sie auch nicht. Beruhigend, denn so finde ich das Bild noch recht annehmbar  ;)
4.

Alle Aufnahmen am Zeiss Amplival mit schiefer Beleuchtung und dem Objektiv HI 100 / 1,32 Öl immergiert.
Ca. 20 bis 75 Fotos gestackt mit Helicon Focus und nachbearbeitet mit Photoshop C2 und Picasa.  Kamera: Canon EOS 550D.

Irgendwie beginnen die kleinen Diatomeen mich zu reizen. Ich gehe weiter auf die Suche.....

Herzliche Grüße
Päule



anne

Hallo Päule,
geniale Bilder!

Ich gestehe die ganz kleinen Diatomeen lasse ich zumeist auch links liegen.
Vielleicht sollte ich es auch mal versuchen.

lg
anne

Carlos

Hallo Päule,
Zitat Anne:
ZitatWirklich geniale Bilder!
Da kann ich mich nur anschließen. Danke fürs Zeigen.
(etwas ,,off topic") Mein verstärktes Interesse an ,,Diatomeen" ist darauf zurückzuführen, dass ich von Anne hervorragende Streu-Präparate von Diatomeen, unterschiedlicher Herkunft, erhalten und untersucht habe.
Da ich einige Erfahrung in (fraktionierender) ,,Separationstechnik" habe, schien mir die Isolierung von Diatomeen aus ,,Nordsee-Watt-Schlick" ein geeigneter Einstieg und eine Herausforderung zu sein, mich mit Diatomeen intensiver zu befassen.
Zu meiner großen Überraschung habe ich dabei festgestellt, dass in Watt-Schlick, von der Anzahl her, mehr ,,Klein- und Kleinst-diatomeen (5 bis 50µm)" enthalten sind, als ,,die üblich beschriebenen", großen Diatomeen (>100 µm). (Obwohl auch diese reichlich vorhanden sind.)
Erstere hatte ich allerdings zunächst fast vollständig übersehen, da sie von ,,Feinpartikeln" des Wattschlicks eingeschlossen waren. (Die ,,kleben" praktisch an den Diatomeen.) Erst nachdem ich diese Feinpartikel hinreichend entfernen konnte, waren die Klein-Diatomeen ,,sichtbar".
In Form und Struktur scheinen sie mir mindestens ebenso variabel wie die großen Diatomeen. Es freut mich, dass ihr (Du und Anne) euch mit diesen Klein-Diatomeen beschäftigen wollt und bin gespannt, auf Eure Bilder.
Gruß Carlos