Reichlich Gift im alten Kosmos Arbeitskasten Mikroskopie

Begonnen von Baldrian, Dezember 17, 2016, 22:14:26 NACHMITTAGS

Vorheriges Thema - Nächstes Thema

the_playstation

Ich sehe das wie Wolfgang. Die Originalchemikalie wird verteufelt und man kann Sie kaum mehr bekommen. Der Umgang wird auch nicht beigebracht. Aber unter anderem Namen wird Sie fröhlich an Jeden ausgegeben. Andererseits bin ich froh darüber. Sonst würde man an gar keine Chemikalien mehr herankommen. Z.B. für die Diatomeen-Aufbereitung. Bald wird alles verboten. Meiner Meinung nach ist Aufklärung besser als jedes Verbot. Auch z.B. bei Naturschutzgebieten, Brandgefahr, ... Aber ein dummer Bürger mit Verboten ist anscheinend besser als ein verständnisvoller Aufgeklärter.

Zum Mikroskopie-Kasten:
Mich würde interessieren, welche Substanzen wirklich enthalten waren (Liste) und welche und wie viele davon gefährlich waren. Tom hat ja schon ausgeführt, daß div. davon NICHT im Orgiginalkasten enthalten waren.

Schule und Lehrer:
Mir kommt es auch so vor, als wenn es immer weniger Lehrer gibt, die Experimente machen. Auch in der Physik. Experimente müssen vorbereitet werden. Oft in der Freizeit, ...
Graue Theorie mit Formeln ist da viel einfacher. ZUmindest 2 Jahre hatte ich einen sehr motivierten Physiklehrer, der sich sehr viel Mühe gegeben hat, und dem ich sehr dankbar war und bin.

Liebe Grüße Jorrit.
Die Realität wird bestimmt durch den Betrachter.

Thomas M

#16
Ein achtsamer, respektvoller und verantwortungsbewußter Umgang mit Chemikalien ist in jedem Fall angeraten. Das schließt neugierige Entdeckerfreude ja nicht aus.

Kurze Anmerkung zu Flusssäure:
Der Umgang mit Flusssäure gehört in entsprechend geschulte Hände. Da gibt es überhaupt keine Diskussion. Im professionellen Bereich zählt dazu nicht nur die Schutzbrille sondern eine insgesamt angemessene Schutzausrüstung ist unerlässlich. Dazu gehören unter anderem auch Schutzhandschuhe aus HF-festem Material, Maßnahmen zu Vermeidung von Inhalation (das inhalationstoxische Potential wird häufig unterschätzt), ein spezifisches Erste-Hilfe Paket, eine Schulung des Personals mit wiederholten Sicherheitsunterweisungen (zweimal jährlich), eine entsprechend unterrichtete ärztliche Anlaufstelle für Notfälle sowie eine Logistik zur sachgerechten Entsorgung HF-haltiger Produkte. Das waren die Mindeststandards, die uns durch eine entsprechende (unfallfreie) Produktentwicklungs-Phase begleitet hatten.

Mit besten Grüßen
Thomas


Baldrian

Zitat von: the_playstation in Dezember 18, 2016, 12:08:40 NACHMITTAGS
Zum Mikroskopie-Kasten:
Mich würde interessieren, welche Substanzen wirklich enthalten waren (Liste) und welche und wie viele davon gefährlich waren. Tom hat ja schon ausgeführt, daß div. davon NICHT im Orgiginalkasten enthalten waren.

Ich möchte keine Liste aufstellen und bei mir war einiges an Beifang bei.

Aber jemand bietet diesen Kasten offenbar unbenutzt an und mit allen Papieren, die bei mir fehlten. Vielleicht hat jemand ein historisches Interesse daran? Falls ja, wäre es nicht schlecht, wenn die Dokumente gescannt werden und als PDF allen zugänglich gemacht werden.

https://www.ebay-kleinanzeigen.de/s-anzeige/kosmos-arbeitskasten-mikroskopie-sammlerstueck-von-1971-/551770549-234-2590

Tom 
Eine meiner Websites: http://www.photoinfos.com

the_playstation

Hallo Tom.

Habe Ihn mal angeschrieben. Da ich ein Fan und Sammler von Kosmos Kästen bin, würde ich Ihn gerne haben. Wenn Ich Ihn habe, mache ich gerne einen Scan bzw fotografiere.

Liebe Grüße Jorrit.
Die Realität wird bestimmt durch den Betrachter.

Baldrian

Jorrit, schick mir mal deine Adresse als PN. Ich nehme mir aus meinem Kasten einige Sachen raus und schicke dir den Kasten mit den anderen Dingen. Vielleicht brauchst du die zum Komplettieren.

Tom
Eine meiner Websites: http://www.photoinfos.com

the_playstation

Hallo Tom.

Ist noch zu haben. Da ich neu bei "Ebay Kleinanzeigen" bin. Wie ist der Ablauf? Austausch der Adressen. Überweisung. Versand-ID?

Liebe Grüße Jorrit.
Die Realität wird bestimmt durch den Betrachter.

JB

Zitat von: Eckhard F. H. Nowack in Dezember 18, 2016, 05:27:30 VORMITTAG
eine Alltagschemikalie ist HF nun wahrlich nicht

Hallo Eckhard,

In Italien konnte (kann?) man im Supermarkt kleine Flaeschchen mit 7% HF kaufen. Ich habe mit immer gefragt, wozu? Jetzt habe ich es nachgeschlagen; es handelt sich wohl um Rostentferner "Leva Ruggine".

Beste Gruesse,

Jon

Peter V.

Hallo Jorrit,

da gibt es kein "Verfahren". Das ist wie bei einer Kleinanzeige in der Zeitung. Ihr müsst die Modalitäten bestimmen und Euch austauschen. Alles natürlich mit entsprechendem Risiko.

Hezrliche Grüße
Peter
Dieses Posting ist frei von kultureller Aneigung, vegan und wurde CO2-frei erstellt. Für 100 Posts lasse ich ein Gänseblümchen in Ecuador pflanzen.

Peter V.

#23
Ups, da ist es ja wieder - unser Lieblingsthema!  ;)

Ja, das ist schon so eine Sache mit der Giftigkeit und der Gefährlichkeit. Ich rate Euch übrigens mal, beim nächsten Tankstopp auf die Seite der Tanksäule zu schauen, was da alles so steht:



Hat deshalb jemand von Euch Angst beim Tanken? Und falls die Antwort heißt: "Nein", dann frage ich Euch: Wieso denn nicht bei einem so gefährlichen Stoff? Benzin ist: Explosiv, feuergefährlich, umweltschädlich, giftig, karzinogen, mutagen.... Ein echtes Teufelszeug!!! Eigentlich hat es fast jede nur denkbare "gefärhliche" Eigenschaft. Und: An der Tankstelle hantieren wir nicht mit 50 ml-Fläschchen, sondern im Hektolitermaßstab! Dabei ist Benzin ehrheblich gefährlicher als alle Substanzen, die in diesem Thread aufgeführt wurden (mit Ausnahme der Flußsäure natürlich).

Nein, wir haben deshlab keine Angst, wiel wir von Kindheit an mit diesem Stoff "groß geworden" sind, weil er "alltäglich" ist und wir die Gefahren kennen und einschätzen können und uns deshalb "automatisch" immer richtig verhalten, wenn wir mit diesem Stoff umgehen. Wir wissen eben, dass man an der Tankstelle nicht mit Feuer hantiert, dass wir Benzin nicht trinken dürfen und halten unsere Nase beim Tanken im Normalfall auch nicht direkt über den Tankstutzen. Auch baden wir unsere Hände nicht darin wie einst Tilly in Palmolive.

"Gefährlich" wird eine Substanz erst durch unsachgerechten Umgang infolge unzureichenden Wissens.

Ich kenne mich mit dem Chemikalienrecht nicht aus und und weiß insofern auch nicht, wieso genau welche Substanzen nicht mehr an Privatpersonen abgegeben werden dürfen. Zweifelsohne hat es eher wenig mit der objektiven "Gefährlichkeit" zu tun. Widersprüche wurden hier ja auch schon reichlich angeführt, beispielsweise die Unmöglichkeit, Reinsubstanzen im Chemikalienhandel zu bekommen, während die identische Substanz allein oder als Inhaltsstoff in industriellen Produkten für Jedermann zugänglich ist. Anscheinend ist es nicht nur eine Frage der Gefährlichkeit, sondern auch möglicher mißbräuchlicher Verwendung.

Die Gefährlichkeit einer Substanz ist auch immer eine Frage der Exposition bzw. Expositionsdauer. Wir wissen, das Feinstaub krebserregend ist, und wenn man lange genug hohen Konzentrationen ausgesetzt ist, wird es sicher seine Folgen haben. dennoch hat vermutlich kaum jemand Panik in den Augen, wenn er einmal eine Hauptverkehrsstraße in der Großstadt überquert.
Und so ist es beispielsweise auch bei den Substanzen Xylol und Formalin. Jahrelange Exposition bei entsprechend hoher Konzentration ist vermutlich nicht gerade gesundheitsförderlich, in dem Umfang in dem der normale Hobbymikroskopiker damit zu tun hat, würde ich das Risiko einer abendlichen Flasche Bier oder der "Zigrrette danach" (nach dem Mikroskopieren, meine ich  ;)) höher einschätzen. Ich erinnere mich übrigens, in meiner bereits 17 Jahre zurückliegenden Raucherkarriere das Formaldehyd gelegentlich deutlich aus dem Zigarettenrauch herausgeschmeckt zu haben.

Und die "Gefährlichkeit" hat auch eben damit zu tun, ob der Verwender die Gefahren kennt und damit umgehen kann. Nur, wer denn Umgang nicht erlernt, lebt gefährlich. Ich habe schon früh im Chemieunterricht gelernt "Erst das Wasser, dann die Säure, sonst geschieht das Ungeheure". Ich weiß gar nicht, ob das im heutigen Chemieunterricht noch zum Tragen käme, denn wo werden noch starke Säuren verdünnt?

Eines gebe ich aber gerne zu: Vor Flußsäure habe ich höchsten Respekt, ich habe sie nie besessen und das "Sauzeug" käme mir auch nicht ins Haus! Noch gefährlicher als amputatiosnwürdige Verätzungen sind mögliche Todesfälle durch nicht mehr medizinisch beherrschbare Hypokalzämien. Und besonders heimtückisch ist eben, dass man evtl. zunächst gar nicht bemerkt, wie groß die Gefahr ist. Wer einmal nach Flußsäureunfällen googlet, kommt das kalten Grausen.

Herzliche Grüße
Peter
Dieses Posting ist frei von kultureller Aneigung, vegan und wurde CO2-frei erstellt. Für 100 Posts lasse ich ein Gänseblümchen in Ecuador pflanzen.

Klaus Schloter

Hallo,
ohne die Dinge zu dramatisieren oder zu beschönigen,ich bin mit diesen Chemikaliennachlässen sehr vorsichtig,den ist in den Flaschen/DosenGläsern auch drin was draufsteht ??
In meinen Jugendjahren kam mir mal ein Glas mit Kaliumchlorat in die Hände,welches der Vorbesitzer als Kaliumnitrat etikettiert hatte !!!!!!!

Die Kohle/Schwefel Mischung mit diesem Pulver entzündete sich beim Mischen und ich büßte meine Augenbrauen und den Mischtiegel ein.

Hatte glücklicherweise Schutzbrille und Schutzhandschuhe an,die Substanzmenge war gering und ließ die Mischschale noch rechtzeitig fallen.

Die Lehre daraus: Schutzkleidung tragen ,keine Experimente mit unbekannten Substanzen.

Schönen Abend
Klaus

treinisch

#25
Hallo Peter,

eigentlich wollte ich mich nicht beteiligen. Ich möchte mich fast entschuldigen.

Aber zu einem Aspekt, den Du ins Spiel bringst, der in dem anderen Faden nicht explizit vorkam würde ich doch gern einhaken.

Zitat von: Peter V. in Dezember 18, 2016, 18:38:14 NACHMITTAGS
Hat deshalb jemand von Euch Angst beim Tanken? Und falls die Antwort heißt: "Nein", dann frage ich Euch: Wieso denn nicht bei einem so gefährlichen Stoff? [...]

Ich stimme Dir zu, niemand hat Angst vor Benzin und ich will es auch gar nicht gefährlicher machen, als Du es geschrieben hast. Es haben übrigens auch überraschend wenige Menschen Angst vor kochendem Wasser, Flüssiggas oder Lampenöl. Es geht mir nicht um die Gefahr, es geht mir um die von Dir gemutmaßte Ursache, an der ich dann doch gern allergrößte Zweifel anmelden möchte:

Zitat von: Peter V. in Dezember 18, 2016, 18:38:14 NACHMITTAGS
Nein, wir haben deshalb keine Angst, wiel wir von Kindheit an mit diesem Stoff "groß geworden" sind, weil er "alltäglich" ist und wir die Gefahren kennen und einschätzen können und uns deshalb "automatisch" immer richtig verhalten, wenn wir mit diesem Stoff umgehen.

alltäglich! Genau. Ich würde das Gewöhnung nennen, wie man hier so schön sagt: Man gewöhnt sich an allem. Gewöhnung würde ich allerdings fast für das Gegenteil von Kompetenz halten.

Nach der Mechanik, die es macht, dass die Menschen durch regelmäßiges tanken die Gefahren von Ottokraftstoff besser kennen lernen würde ich schon gern fragen!

Du meinst also, wenn ich einen Tankstellenpächter überreden würde, dass ich vorne an der Straße ein Schild aufstellen darf: ,,Zapfsäule 4: Heute keine Erdung". Würde das dazu führen, dass unter den lebenserfahrenen Tankstellenbenutzern, sagen wir mal Ü50 praktisch niemand mehr Zapfsäule 4 benutzen würde? Da melde ich ganz erhebliche Zweifel an!

Machen wir ein anderes Experiment: Ich stelle zwischen die Zapfsäulen eine Kaffemaschine: ,,AKTION! Heute kostenlos!", Kanne Milch steht oben drauf. Du gehst jetzt wirklich davon aus, dass den niemand trinken würde? Ich wette dagegen! Ich wette sogar, dass ein offener Milchkannendeckel den Konsum nur marginal schmälern würde, auch wenn ich da wohl schon mit einem Zehennagel im Knast stehen würde.

Man hat entweder keine Angst, weil man in einem irrationalen Trugschluss denkt: Et hätt noch emmer joot jejange oder weil man sich denkt, dass so viel reglementiert ist, dass eine Tankstelle schon sicher sein wird. Ein zumindest in Deutschland nicht ganz irrationaler Ansatz.

Zitat von: Peter V. in Dezember 18, 2016, 18:38:14 NACHMITTAGS
Und die "Gefährlichkeit" hat auch eben damit zu tun, ob der Verwender die Gefahren kennt und damit umgehen kann. Nur, wer denn Umgang nicht erlernt, lebt gefährlich. Ich habe schon früh im Chemieunterricht gelernt "Erst das Wasser, dann die Säure, sonst geschieht das Ungeheure". Ich weiß gar nicht, ob das im heutigen Chemieunterricht noch zum Tragen käme, denn wo werden noch starke Säuren verdünnt?

Hmm, ich bin ja nun Dipl. Chemiker und wenn ich so zurückdenke, ich glaube nicht, dass ich auch nur ein einziges Mal konzentrierte Schwefelsäure verdünnt habe. Früher in der Apotheke war die viel viel viel zu teuer um sie zu verdünnen und an der Uni braucht man entweder konz. oder eine genau bekannte Konzentration und konzentrierte hat ja nur eine ungefähr bekannte Konzentration. Es kann also durchaus sein, dass ich noch nie konzentrierte Schwefelsäure verdünnt habe. Ich würde allerdings eine hohe Wette darauf eingehen, dass ich die besagte Operation recht erfolgreich durchführen könnte!

Eine Putzfrau, die Jahr für Jahr mit Chlorbleichlauge hantiert, hat entweder gelesen was draufsteht, dafür braucht man aber nicht jahrelang damit hantieren oder hat durch Glück und Zufall schonmal einen Unfall überlebt. Ansonsten geht sie hops, wenn sie auf die Idee kommt, den bei mir zuhause verwendeten Sanitärreiniger mit 30% H3PO4, Buzil, dazuzukippen, damit es richtig sauber wird. Die Kompetenz, zu wissen, dass Chlorbleichlauge mit Säure Chlor entwickeln wird, wird sie auch durch jahrzehntelangen Gebrauch nicht erwerben und auch nicht die Kompetenz, die Gefahr vorauszusehen.

Es ist doch gerade typisch, dass chemische Gefahren sich nur teilweise mit Alltagserfahrungen überschneiden. Die massive spontane Gasentwicklung, die heimtückische Wirkung andauernder Exposition mit krebserregenden Stoffen, das Selbstentflammen von Lappen, das Explodieren von Zapfanlagen durch Funkenflug, die Auswirkungen eines platzenden Schlauches am Flüssiggas-Heizpilz, all das sind doch Dinge, die gerade die normale Erwartung um Größenordnungen übersteigen.

Die beiden mir bekannten Fälle von durch Spiritus hingerichteten Menschen wurden auch durch angesehene Grillgurus mit größter Erfahrung verursacht. Die hat ihnen nur nicht gesagt, dass sie die Spiritusflasche lieber einfach hinstellen sollten, statt sie wegzuschleudern, wenn sie brennt. Die explodiert ja nicht, die Verpuffung, die häufig zu lesen ist entsteht ja erst beim Aufprall.

Mit der Schwefelsäure ist es genauso! Die Erfahrung im Umgang mit Säuren lehrt, dass es einige Minuten dauert, bis es auf der Haut brennt und dass man in aller Regel in aller Ruhe zum Wasserhahn gehen kann und einfach mal abspülen kann. 5 oder selbst 10% ige Säure wird niemanden mit Erfahrung veranlassen in Hektik zu geraten. Bei konz. H2SO4 hingegen ist das Spiel schon anders. Was machen, wenn der Liter auf dem Boden liegt? Wasser drauf? Benetze Kleidung? Und im Auge: 0.0s bis zum irreparablen Schaden. Das lernt man doch nicht durch regelmäßigen Umgang?

vlg
Timm

Edit: Mit Kaffeemaschine oben meinte ich diese schönen 10l-Dinger, wie bei der Bundeswehr. Morgens 10l rein und abends mit dem Rest die Dächer abdichten.
Gerne per Du!

Meine Vorstellung.

the_playstation

Hallo Klaus.

Danke für den Hinweis und die Warnung. "gebrauchte" Chemikalienflaschen, ... muß man wirklich mit allerhöchster Vorsicht testen, ... und im Zweifelsfall lieber fachgerecht entsorgen (lassem).

Liebe Grüße Jorrit.
Die Realität wird bestimmt durch den Betrachter.

Hugo Halfmann

Wer wissen möchte, was im alten Kosmos Arbeitskasten Mikroskopie drin war, kann hier (oder im Stehli) gucken:
http://www.experimentierkasten-board.de/viewtopic.php?f=4&t=1281
Viele Grüße aus dem Bergischen Land

Hugo Halfmann

the_playstation

#28
Hallo.

Heute sind beide Kosmos Mikroskopierkästen angekommen.
1.) Der gekaufte von Ebay Kleinanzeigen war vom Deckel etwas stärker eingerissen. Innen aber noch sehr jungfräulich. 2x kleine Röhrchen zerbrochen. Die großen braunen Plastikflaschen sind leer. Auch die größere Glasflasche. Die kleineren zu 70 - 80% mit kleinen Mengen Farbstoff-Flüssigkeiten gefüllt. In einem kleinen Röhrchen ist "Fixiersalz".
Dazu div. Filterpapier, Pipetten, Nadeln, eine Pinzette, div. Kleinkram.

An "Beipackzetteln gibt es die eingeschweißten Tafeln auf denen die Vorgehensweisen beim Färben abgedruckt sind. Ein Heftchen mit z.T. farbigen, größtenteils SW Abblildungen und ein dickeres Heftchen mit eher mikroskopfremden Inhalt wie Radioaktivität, ... Eher eine wissenschaftliche Zeitung. Den Rest pflege ich noch nach.

2.) Der geschenkte Kasten war von Aussen wesentlich besser erhalten und auch vorbildlich besser verpackt. Innen natürlich schon gebraucht aber nahezu vollständig mit den selben kleinen und größeren Plastikfläschchen. Die größere Glasflasche war gefüllt. Ansonsten war der Inhalt ähnlich dem des gekauften. Nur das die Tafeln und Heftchen fehlten, was ja bekannt war.

Beide Kästen hatten noch ihre Schaumstoffabdeckungen, die aber wegen ihrem Alter langsam das zeitliche segnen und sich bestimmt in ein paar Jahren weiter auflösen.

Noch einmal vielen Dank an Tom für den zweiten Kasten!!! :) Nachher mache ich mich an das Fotografieren des "Beipack-Heftchen" und der Tafeln.


Hallo Hugo.
Danke für den Link. Viele haben sich mit viel Liebe einen kleinen Holzkasten gebaut. Die sehen wirklich toll aus. :)

Edit:
Hier der Deckel des Kastens:


Hier der Inhalt des Kastens:


Liebe Grüße Jorrit.
Die Realität wird bestimmt durch den Betrachter.

Jürg Braun

Guten Abend

Ich konnte vor einiger Zeit einen solchen Mikroskopkasten erwerben. Beim Abholen musste ich feststellen, dass er nicht von Kosmos war, sondern von einer Fa. Duss aus Dietlikon bei Zürich. Leider waren alle Gläser fein säuberlich gereinigt.

Ich vermute, dass es sich um einen Nachbau des Kosmoskasten handelt. Da der Stehli mitgeliefert wurde, denke ich, dass auch die gleichen Chemikalien dabei waren.