Rückstände von PEG auf Schnittfläche bei Holz

Begonnen von MSchwartz, März 08, 2017, 14:05:26 NACHMITTAGS

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MSchwartz

Hallo allerseits,

bei der Herstellung von Präparaten von verschiedenen Hölzern habe ich ein Problem, bei dem mir keine Lösung einfallen will.
Die Holzklötze gebe ich für 24 h in PEG 4000 bei 63°C, dadurch werden fast alle Hohlräume mit PEG gefüllt. Nach dem Abkühlen schneide ich mit Schlittenmikrotom und Mikrotommesser Querschnitte, wobei das PEG ein Ausbrechen der Zellwände verhindert. Anschließend löse ich das PEG mit Wasser wieder aus den Klötzen heraus, das funktioniert eigentlich auch sehr gut. Nur auf den geschnittenen Zellwänden, vor allem bei denen des Spätholzes, bleibt eine Schicht zurück.
Ich habe es mit 5fachem Wasserwechsel, tagelangem Wässern, Temperatur, Ethanol, 2-Propanol, Aceton und einem Ultraschallbad (Wasser) versucht, die Schicht bleibt weitestgehend erhalten.
Vielleicht hat jemand im Forum schon einmal ein ähnliches Problem gehabt und kann mir weiterhelfen.

Viele Grüße,
Marcus

jochen53

Hallo,
mikroskopisch kann ich Dir leider nicht helfen, aber wenn sich da etwas nicht löst, dann ist das kein PEG. Alle PEGs sind sehr gut wasserlöslich und auch in den von Dir verwendeten Lösemitteln. Das muß was anderes sein, das nicht wasserlöslich ist (Harz?). Hast Du einfache Polarisation? Kristallisierte PEGs geben in polarisiertem Licht wunderbare Farbeffekte, auf einer uralten Broschüre über Polyethylenglykole von Hoechst (jetzt Clariant) ist so ein Foto auf dem Umschlag.
Gruß Jochen

Peter Reil

Hallo Marcus,

ich glaube auch nicht, dass das PEG zurückbleibt, da es gut wasserlöslich ist.

Weshalb nimmst du überhaupt PEG? Holz ist doch hart genug, dass man es auch so schneiden kann.

Freundliche Grüße
Peter
Meine Arbeitsgeräte: Olympus BHS, BHT, CH2, CHK, Olympus SZ 30, antikes Rotationsmikrotom