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Canon EOS 60D

Begonnen von Christian Linkenheld, Juni 12, 2017, 16:57:15 NACHMITTAGS

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Peter V.

Hallo Eckhard,

und was soll dieses Vorgehen bezogen auf diese Fragestellung bringen? Verstehe ich nicht, Altmännerbart hin oder her. Es geht hier um Verwacklungsunschäfen und Vibrationen, die man gerade bei kurzzen Verschlusszeiten und nicht bei Langzitbelichtungen sieht. Bei Langzeitbelichtungen ist das Problem doch gar nicht relevant.
Oder stehe ich da total auf dem Schlauch?

Herzliche Grüße
Peter
Dieses Posting ist frei von kultureller Aneigung, vegan und wurde CO2-frei erstellt. Für 100 Posts lasse ich ein Gänseblümchen in Ecuador pflanzen.

Eckhard F. H.

#16
ZitatEs geht hier um Verwacklungsunschäfen und Vibrationen, die man gerade bei kurzzen Verschlusszeiten und nicht bei Langzitbelichtungen sieht.
Hallo Peter,
die Belichtung währt nur so lange, wie der Strahlengang durch die Handbewegung freigegeben wird. Ein Stück Papier mit Schlitz oder Loch ermöglicht auch sehr kurze Belichtungen. Die Erschütterung durch den Kameraverschluß wird dadurch ausgeschlossen.
Gruß - EFH
P.S.: Diese ´Methode´soll nur ein Vergleichsbild liefern, wie ein garantiert verwacklungsfreies Foto auszusehen hat.

Peter V.

Hallo Eckhard,

ach so! Jetzt habe ich es verstanden!

Herzliche Grüße
Peter
Dieses Posting ist frei von kultureller Aneigung, vegan und wurde CO2-frei erstellt. Für 100 Posts lasse ich ein Gänseblümchen in Ecuador pflanzen.

Klaus Herrmann

Hallo Eckhard, nein war mir nicht bekannt.

Wenn ich das jetzt richtig verstehe findet man damit Erdbeben, Lastwagen die gerade am Haus vorbei fahren, Tische bei denen an einem Bein noch ein weiterer Bierdeckel fehlt  - aber nicht Verwacklungsunschärfen, die durch Spiegelschlag in der Kamera verursacht werden?
Mit herzlichen Mikrogrüßen

Klaus


ich ziehe das freundschaftliche "Du" vor! ∞ λ ¼


Vorstellung: hier klicken

Peter V.

#19
Lieber Klaus,

genau so hatte ich auch erst gedacht! Aber ich meine, es jetzt verstanden zu haben:

Vorausgesetzt, es gib KEINE Erdbeben, KEINE Lastwagen und UND keine Tische mit Bierdeckeln*, würde man mit der Methode feststellen können, wie das mikroskopische Foto aussieht, wenn der Verschluß- und Spiegelschlag ausgeschaltet sind. Diese Faktoren werden nämlich durch das Verfahren von Eckhard ausgeschlossen, da nur das wedelnde Händchen quasi den Verschluß bildet. Deshalb auch mehrere Sekunden:  Kameraverschluß auf, aber noch nicht belichten (also Beleuchtung zu). Etwas warten, dann hat sich das System vom Spiegel-und Verschlußschlag erholt und ist stabil. Dann erst die Belichtung durch Öffnen des Beleuchtungsstrahlenganges (mit dem "Händchen") beginnen und beeden. Danach Kameraverschluß schließen. Gibt es dabei noch eine Schlag, spielt der auch keine Rolle, weil die Belichtung durch das "Händchen" ja schon beendet wurde.

Hat man mit diesem Verfahren ein scharfes Foto und bei "normaler" Auslösung ein unscharfes Foto, liegt die Unschärfe am Spiegel-/Verschlußsystem. Hat man aber auch mit Eckhards Verfahren ein unscharfes Foto, liegt es an anderen Faktoren - vielleicht eben am Lastwagen, Erdbeben, Wackeltisch oder an was auch immer..

* (was es hier im Ruhrpott alles reichlich gibt!  ;))

Herzliche Grüße
Peter
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Jürgen Boschert

Hallo zusammen,

man kann mit dieser Methode übrigens auch mit Belichtungsautomatik arbeiten:

Wenn wir schon dabei sind - Bierdeckel auf Lichtaustritt am Mikroskopfuß legen, Raum gut abdunkeln. Kamera auf Automatik stellen und auslösen >>> Spiegel geht hoch, Verschluss öffnet. Jetzt warten, bis die Schwingungen zur Ruhe gekommen sind, dann Bierdeckel wegnehmen. Die Automatik schließt dann den Verschluss nach der korrekten Belichtungszeit, Spiegel klappt zurück. Beschrieben u.a. z.B. in Werner Nachtigalls Buch.

Gruß !

JB
Beste Grüße !

JB

Kay Hoerster

Hallo ihr lieben Belichter,

das Verfahren, welches von Eckhard beschrieben wurde, ist seit langem in der Astronomie unter 'Hutmethode' bekannt: https://de.wikipedia.org/wiki/Hutmethode

Viele Grüße

Kay
Mit freundlichen Grüßen
Kay

Jürgen Boschert

Hallo Kay,

in der ersten Zeit des Aufkommens der Fotografie, die ja auch weitgehend deckungsgleich mit der Mode der Zylinderhüte war- wurde der Hut einfach auf´s Objektiv gehängt - Verschlüsse kamen später.

Gruß !

JB
Beste Grüße !

JB

cabo

Die Pappkartonmethode hat ja mit der OM2 recht gut funktioniert.

Aber wie Peter schon schrieb, hat man eigentlich immer irgendwelche Erschütterungen. Mein BH2 steht im 2. Stock auf einer Betondecke, wenn ich im Liveview mit der Lupe 100 % vergrößere wackelt aber auch schon dieses Bild.

Ich hab nun mit dem 40er belichtet, einmal mit 3.2 s, 1/30 s und 1/100 s............ alles gleich scharf, bzw. unscharf.

Ich behalte die 60D, für meine Zwecke (die Fotos kleiner DINA5 in Flickr zeigen) reicht die Schärfe.

Beispiel:


verwackelten Gruß

Christian

Klaus Herrmann

Lieber Peter,

Zitatgenau so hatte ich auch erst gedacht! Aber ich meine, es jetzt verstanden zu haben:

öhm...kann man denn aus meiner Antwort etwas anderes herauslesen? Wenn ja, dann habe ich mich flasch ausgedrückt: Erdbeben, Wackeltische, schwingende Stative, Elefanten, die durchs Zimmer laufen sind doch die äußeren Wackler, die nichts mit Spiegelschlag zu tun haben. Und die findet man mit der Bierdeckel-Hut-Handwedler-Methode.
Mit herzlichen Mikrogrüßen

Klaus


ich ziehe das freundschaftliche "Du" vor! ∞ λ ¼


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Eckhard F. H.

Zitat... Erdbeben, Wackeltische, schwingende Stative, Elefanten, die durchs Zimmer laufen sind doch die äußeren Wackler, ...
Hallo Klaus,
sehr richtig! Ehe man sich aber an die aktive Kompensation von Erschütterungen solcher Art ranmacht scheint angebracht, neben dem Mikroskop einen (geliehenen) Spektographen zu positionieren, möglichst einen mit Monitoranzeige. So kann der Zeitpunkt der Aufnahme sehr gut bestimmt werden. Die Verkettung mit einer Kombination aus Stabilisator und Manipulatior, welche den Zeitpunkt der Aufnahme selbsttätig auswählen und ausführen, scheint mir derzeit noch ein wenig überzogen.  ;D
Gruß - EFH