Olympus Universalkondensor Bedienungsfragen

Begonnen von MikroTux, September 18, 2018, 17:36:12 NACHMITTAGS

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Klaus Herrmann

#15
Hallo zusammen,

Frieder hat mir den Kondensor zur Reparatur gegeben, weil ein seltsames Phänomen aufgetaucht ist:beim ausgebauten Kondensor kann man die Aperturblende nur komplett schließen wenn er umgedreht in der Hand liegt. Dreht man ihn in die Einbaulage, hakt die Blende ab einer bestimmten Öffnung und es geht nicht weiter. Irgendwas blockiert und das muss auch noch beweglich sein, weil es von der Lage des Kondensors abhängt.
Nur in der Hellfeldstellung kann die Aperturblende bewegt werden, was ja sinnvoll ist, weil im DF und PH bleibt sie ja voll geöffnet. Nach Ausbau des einfachen Drehknopfs mit dem Mitnehmerkranz für die LFB-Lamellen sieht man, dass an einer Stelle eine Nase heraussteht. Leider müssen zur weiteren Bearbeitung die Lamellen raus (meine Lieblingsbeschäftigung die Lamellen wieder einzusetzen! :'(  )

Da fast alles aus Kunststoff ist bei diesem einfachen Universalkondensor kann man diese blockierende Nase mit einem feinen Skalpell unterm Stemi mit vielen dünnen Schnitten abarbeiten. Wahrscheinlich ein Fertigungsfehler an dem sich schon mal jemand versucht hat wie es aussah. Gegenüber war noch eine 2. Nase, die auch bearbeitet aussah. Es handelt sich hier um schräge Gleitflächen die gegen eine zentrale Feder arbeiten, dadurch kann das Blendenrad leicht angehoben werde, damit man es aus der Rastposition in die Drehposition herausdrückt. Durch diese Konstruktion hat das ganze in Rastposition etwas Spiel und dann fällt das Blendenrad auf den Drehknopf und die Mitnehmer-Aussparungen für die Lamellen verhaken sich dann in der Nase.
Kleine Ursache große Wirkung.

Das behutsame Abtragen der Nase ist etwas nervig. Die Rampe muss ja intakt bleiben. Mikrochirurgie halt. Der Patient ist aber wieder wohlauf. Alles funktioniert, wie es soll.  Die Positionen sind am richtigen Platz, man kann das Blendenrad auch versetzt einsetzen, wenn man nicht genau aufpasst. Die Blendenlammellen sind dann noch ein Thema für sich, es fehlten nämlich 2 und ich musste auf Lücke setzen, weil die Öffnung sonst eckig aussah. Diese fehlenden Lamellen deuten auf frühere Versuche hin den Fehler zu beheben.
Zum Schluss einer der abgehobenen Späne im Pol. Die Farben kommen durch die Schneidbelastung.

Mit herzlichen Mikrogrüßen

Klaus


ich ziehe das freundschaftliche "Du" vor! ∞ λ ¼


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