Neuvorstellung Erdmann&Grün in Wezlar

Begonnen von Gero, März 01, 2020, 14:20:36 NACHMITTAGS

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Gero

Ich möchte Euch ein kleines seltenes Labormikroskop der Marke Erdmann&Grün vorstellen!
Selten deshalb weil ich kein weiteres im Netz gefunden habe. Die Verarbeitung ist sehr gut die optische Leistung gut, gut deshalb weil ich es mit der Abbildungsleistung des Leitz Ortholux II Metallux vergleiche das Baujahr schätze ich auf 1980 ein. Der allgemeine Zustand ist sehr gut.
Im Holzkasten mit einfacher elektrischer Beleuchtung R14 Gewinde wird von hinten einfach eingeschoben.
Interessant finde ich die Feinstellung die sich hinter dem Objektivkopf befindet meistens sind die Triebe ja zusammen.
Der Kondensor ist einfach gehalten eine Köhlerische Beleuchtung nicht möglich aber mit Filtereinsatz.
Der Kreuztisch ist horizontal Fixierbar.
3 Okulare 1xZeiss 12x und 8x sowie 10x
Objektive 5,10,40,100
Die Größe bis zum Okular beträgt 36cm
Das Mikroskop hat keine Seriennummer!
Ich weiss natürlich nicht ob es Zeiss Leitz oder gar Erdmann&Grün Objektive sind.
Die Fotos die im Internet zu finden sind beziehen sich auf Willhaben vom Vorbesitzer von dem ich es erworben habe.
Wie die meisten wissen ist Erdmann&Grün hauptsächlich in der Industrie tätig!
Deshalb wüde es mich freuen wenn Kenner das Mikroskop besser einordnen können wie ich.
Gero
Zeiss Axiophot
Leitz Elvar
Wild Heerbrugg M400 Apozoom
Swift Reisemikroskop
Hund H600 Phasenkontrast
Leitz Ortholux2
Leitz HM Lux
CBS Studio Binokular Zeiss
Erdmann&Gruen Mono Leitz Wetzla
Olympus CHA
Reichert Wien Anno 1900
Tasco Mono 1990 China
C.O.C Japan Stereo Kleinmikroskop 1970-1980

Werner

Die Led-Rundumleuchte (!) statt der Birne im Lampenrohr ist natürlich ausgemachter Schwachsinn!

Gruß - Werner

Bob

Zitat von: Werner in März 01, 2020, 19:19:29 NACHMITTAGSist natürlich ausgemachter Schwachsinn!

Das hat ihn jetzt echt weitergebracht, Werner!

Hallo Gero,
da hast Du wirklich ein ungewöhnliches Instrument aufgetrieben. Grobtrieb unten und Feintrieb oben, das war in der Zeit ergonomisch schon deutlich überholt. Gleichzeitig fällt mir keine Spezialanwendung ein, für die das Vorteile gebracht hätte. Von dem Hersteller oder Vertreiber habe ich noch nie gehört, das Mikroskop auch unter keinem anderen Label gesehen. Gleichzeitig handelt es sich ja offensichtlich nicht um ein qualitativ drittklassiges Instrument, es kommt mir eher sehr gut verarbeitet, gleichzeitig aber ungelenk gestaltet vor. Spannende Sache. Zum Mikroskopieren eignet es sich bestimmt, zumindest wenn man auf einen Binokulartubus verzichten kann.

Viele Grüße,

Bob

Gero

Guten Abend Werner,
Die Led Rundum Leuchte wurde von mir absichtlich gewählt Eigentlich Maiskolben LED Lampe sie hat einen verbrauch von nur 4 Watt bei 430 Lumen bei 5000K
Farbtemperatur der Metaltubus hat vorne ein Milchglas eingesetzt sodaß eine gleichmässige ausleuchtung stattfinden kann die Leds sind Flackerfrei.
Das Licht ist sehr Hell und gleichmäßig angenehm!
Und noch etwas ich gehöre nicht zu den Schwachsinnigen der Ton macht die Musik!!!
Bitte erkläre mir den Nachteil?
LG Gero
Zeiss Axiophot
Leitz Elvar
Wild Heerbrugg M400 Apozoom
Swift Reisemikroskop
Hund H600 Phasenkontrast
Leitz Ortholux2
Leitz HM Lux
CBS Studio Binokular Zeiss
Erdmann&Gruen Mono Leitz Wetzla
Olympus CHA
Reichert Wien Anno 1900
Tasco Mono 1990 China
C.O.C Japan Stereo Kleinmikroskop 1970-1980

Gero

Hallo Bob,
ich steh auch vor einem Raten ich denke wenn der Erzeuger gewollt hätte macht er den Feintieb ebenfalls nach unten gesetzt die Technik war ja bekannt!
danke da eher als Mechaniker weniger Störanfällig da getrennte Triebe aber wirklich wissen nein!
das Ding ist für mich ein Rätsel auch keine Seriennummmer wozu Prototyp?
LG Gero
Zeiss Axiophot
Leitz Elvar
Wild Heerbrugg M400 Apozoom
Swift Reisemikroskop
Hund H600 Phasenkontrast
Leitz Ortholux2
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Erdmann&Gruen Mono Leitz Wetzla
Olympus CHA
Reichert Wien Anno 1900
Tasco Mono 1990 China
C.O.C Japan Stereo Kleinmikroskop 1970-1980

Gerd Schmahl

#5
Hallo Gero,
der Nachteil liegt darin, dass der LED-Maiskolben zur Seite strahlt und nicht nach vorne. Ein gute Mikroskopbeleuchtung ist auf eine recht kleine Leuchtfläche berechnet. Damals waren das i.d.R. Flachwendel-Glühlampen. Damit die Beleuchtung möglichst wenig Streulicht erzeugt (was das Bild flau macht), sollte die Leuchtfläche der LED genau an der Stelle liegen, wo früher die Glühwendel lag.
In sofern kann ich Werners Bemerkung schon nachvollziehen. Stell Dir vor Du baust so ein Teil in Deinen Autoscheinwerfer ein. Der würde bestimmt nicht dorthin leuchten, wo er soll.
Beste Grüße
Gerd
EDIT: Das Gerät macht auf mich eher den Eindruck eines Schülermikroskopes, als eines Labormikroskopes. Mit dem Monotubus mikrokopierte 1980 niemand mehr in einem Labor mehrere Stunden und auch der Spiegel riecht mir nach Schülermikroskop. Die zusätzliche Lampe im Fuß ohne Kollektorlinse war auch im Original nur ein mäßiger Notbehelf. Hier hat eine gnadenlose Preis-Nutzen-Rechnung stattgefunden, um ein möglichst preiswertes Gerät anbieten zu können für Menschen die höchstens stundenweise, wenn nicht nur minutenweise zu mikroskopieren.
Man sagt der Teufel sei, im Detail versteckt,
doch hab' ich mit dem Mikroskop viel Göttliches entdeckt.

Gero

#6
Hallo Gerd
welche Lampe soll ich dann nehmen
Wenn Schülermikroskop wo ist die Massenfertigung ich kenne nur das eineTeil!
LG Gero
Zeiss Axiophot
Leitz Elvar
Wild Heerbrugg M400 Apozoom
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Hund H600 Phasenkontrast
Leitz Ortholux2
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Erdmann&Gruen Mono Leitz Wetzla
Olympus CHA
Reichert Wien Anno 1900
Tasco Mono 1990 China
C.O.C Japan Stereo Kleinmikroskop 1970-1980

Gerd Schmahl

Hallo Gero,
eine originale war wohl nicht mehr dabei?. In jedem Fall eine, die nach vorne strahlt. Wenn Du nun aber ein einigermaßen brauchbares Bild mit der jetztigen Beleuchtung hin bekommst, kannst Du die natürlich ersteinmal weiter nutzen. Ich muss auch meine Ausführungen ein wenig revidieren: Ein "Berechnen" der Beleuchtung hat hier ganz sicher gar nicht stattgefunden, da keine wietere Optik zwischen Lampe und Spiegel verbaut ist. Meine Ausführungen bezogen sich auf eine köhlersche Beleuchtung mit Kollektorlinse und mehreren Blenden. Da müssen die Lichtwege schon stimmen. Wenn Du hier eine Lampe einbaust, die nach vorne leuchtet, sollte sie eine Mattierung haben, oder Du legst eine Mattscheibe in den Filterhalter, um das Bild möglichst gleichmäßig auszuleuchten. Die besten Ergebnisse solltest Du aber mit Tageslicht (kein direktes Sonnenlicht, am besten bedeckter Himmel) erreichen.
LG Gerd
Man sagt der Teufel sei, im Detail versteckt,
doch hab' ich mit dem Mikroskop viel Göttliches entdeckt.

Gero

Hallo Gerd
das war drinnen 200-236V 36 Watt schlecht lesbar denk 25Watt sind aber laut Messgerät nur 22,5 Watt
Ich bau halt die wieder rein hat so ne Zick Zack Wendel drinnen!
LG Gero
Zeiss Axiophot
Leitz Elvar
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Gero

Led und Glühlampe zum vergleich die dünklere ist die Glühlampe
Die Lampen sind im Tubus von der Front Fotografiert!
Zeiss Axiophot
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Gerd Schmahl

Hallo Gero,
due Glühlampe ist halt seh viel gelber, deshalb der Blaufilter, um das auszugleichen. Wenn Dir das Licht der LED besser gefällt, dann nimm die ruhig. Es müsste diese mattierten kleinen Lampen aber auch als LED geben: Stichwort "Kühlschranklampe". Dergleichen habe ich auch schon als Ersatz für solche Glühlampen benutzt. Aber das zeigt auch wieder, dass das ein im Preis-Leistungsverhältnis straff gerechnetes Gerät ist. Solche Allerweltsbirnen sind ja eigentlich keine Mikroskopleuchtkörper. Zeiss-Jena hatte aber in der damaligen Zeit auch ähnliche Lampen in ihren einfachen, nicht köhlerbaren Ansteckleuchten verbaut, an denen man sich die Finger ganz wunderbar verbrennen konnte.
Beste Grüße
Gerd
Man sagt der Teufel sei, im Detail versteckt,
doch hab' ich mit dem Mikroskop viel Göttliches entdeckt.

Gero

Guten Abend Gerd,
Das Glas oder Filter ist weiß matt.
Eine Köhlersche Beleuchtung ist indirekt möglich in dem man die vier Schrauben des Kondensors auf der Rückseite der mit dem Präperattisch verbunden ist löst und versucht den Kundensor in die richtige Position zu bringen das währe ja bei vielen Mikroskopen möglich oder ist das Unsinn?
Es müsste ja auch bei den billigeren Mikroskopen so etwas wie eine Grundjustage geben.
Lg Gero
Zeiss Axiophot
Leitz Elvar
Wild Heerbrugg M400 Apozoom
Swift Reisemikroskop
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Reichert Wien Anno 1900
Tasco Mono 1990 China
C.O.C Japan Stereo Kleinmikroskop 1970-1980

Gerd Schmahl

Hallo Gero,
für eine Köhlersche Beleuchtung braucht es mindestens 2 Blenden: Eine Leuchtfeldblende und eine Aperturblende. Die Aperturblende ist am Kondensor und regelt die Beleuchtungsapertur, also den Winkel des Lichtkegels. Ließ Dir das mal in der Mikrofiebel ab Seite 59 bis ca. 70 durch!
Du erreichst die Qualität der Köhlerschen Beleuchtung, wenn Du nur mit dem Spiegel und Tageslicht arbeitest. Dann kommen die Strahlen parrallel im Kondensor an. Übrigens: Für das Arbeiten mit dem Kondensor immer die plane Seite des Spiegels nutzen. Die gewölbte ist für das Arbeiten ohne Kondensor und niedrig vergrößernden Objketiven bis zu einer Apertur von ca. 0,20.
LG Gerd
Man sagt der Teufel sei, im Detail versteckt,
doch hab' ich mit dem Mikroskop viel Göttliches entdeckt.

Gero

Zeiss Axiophot
Leitz Elvar
Wild Heerbrugg M400 Apozoom
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Leitz Ortholux2
Leitz HM Lux
CBS Studio Binokular Zeiss
Erdmann&Gruen Mono Leitz Wetzla
Olympus CHA
Reichert Wien Anno 1900
Tasco Mono 1990 China
C.O.C Japan Stereo Kleinmikroskop 1970-1980