Liguster mit Hämatoxylin-Färbung & Malinol-Einbettung

Begonnen von hajowemo, Januar 02, 2021, 10:09:06 VORMITTAG

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hajowemo

Liebes Forum,
ich habe hier zum ersten Mal eine Hämatoxylin-Färbung mit Schnitten von einem Ligusterspross durchgeführt.
Auch zum ersten Mal erfolgte von mir eine Malinol-Einbettung.
Im Anhang befindet sich eine pdf-Datei mit der entsprechenden Dokumentation.
Hier habe ich eine Zellbestimmung gemacht und ich bitte um Kontrolle ob das soweit richtig ist.
Über Anregungen aller Art würde ich mich sehr freuen.
Lieben Gruß
Jochen
Vorstellung
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Gerne per "Du"
Man sieht nur mit dem Herzen gut.
Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.

Bob

Hallo Jochen,

danke für die Vorstellung dieser Färbung! War das Hämatoxylin nach Delafield, was Du da verwendet hast?

Viele Grüße,

Bob

hajowemo

Hallo Bob,
das war Hämatoxylin von Euromex (PB 5286) und es stand auf dem Fläschchen nichts näheres drauf.
Aber soweit ich weis ist das Hämatoxylin nach Ehrlich.
Lieben Gruß
Jochen
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Bob

Hallo Jochen,
auf die Frage war ich gekommen, weil mir Hämatoxilin zwar ein Begriff war, aber im Zusammenhang mit histologischen Färbungen, und ich mal gegoogelt hatte.  Auf unserer Webseite findet sich Schoemmers Kryptogramenpraktikum : http://www.mikrohamburg.de/Schoemmer/Schoemmer_Kap4.pdf
in dem die unterschiedlichen Hämatoxilin-Anwendungen beschrieben werden. Dort wurde im Zusammenhang mit Botanik die Variante nach Delafield erwähnt. In wie weit sich das auf das Ergebnis auswirkt, kann ich nicht sagen. Deine Färbung liefert ja durchaus ein deutlich differenzierendes Ergebnis.

Viele Grüße,

Bob

hajowemo

Hallo Bob,
ich hatte eigentlich vor eine Hämatoxylin-Safranin-Färbung, wie es bei www.aeisner.de beschrieben wird, durchzuführen.
Dort wird für die Botanik Hämatoxylin nach Ehrlich oder Mayer oder Delafield angegeben.
Ich hatte als Zwischenergebnis einige Schnitte nach der Hämatoxylin-Färbung ausgesondert und diese in meiner Doku hier gezeigt.
Die weitere Safranin-Färbung erfolgte mit Safranin von Euromex (PB5295) mit 2 Stunden Färbezeit. Das anschließende
Differenzieren, mit 96%igem Ethanol, führte aber nicht zum gewünschten Erfolg. Es blieb alles Rot in Rot.
Ich werde es nochmal mit verdünnter Safranin-Lösung und kürzerer Färbezeit beim Safranin versuchen.
Lieben Gruß
Jochen

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Bob

Hallo Jochen,

Safranin färbt zunächst alles, lässt sich dann aber durch Differenzieren in die Schranken weisen. Gut geht das mit ca. 70% Ethanol mit ca. 0,5% Salzsäure. Das Differenzieren dauert dann so ca. eine Minute. Es schadet also nicht, deutlich zu überfärben.
Idealerweise weiß man, was gerade noch angefärbt bleiben soll und beobachtet genau mit dem Stereomikroskop, um im richtigen maße zu differenzieren. An den kräftig verholzten Strukturen hält sich Safranin sehr gut fest, so dass es auszuprobieren wäre, ob man die Safraninfärbung lieber an den Anfang stellt.

Viele Grüße,

Bob