Probenhalter/Handmikrotom

Begonnen von Jürgen P., Februar 18, 2021, 09:34:32 VORMITTAG

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Jürgen P.

Hallo zusammen,
ich habe jetzt einen Probenhalter für Handschnitte (64.50 EUR bei http://cutters-goettingen.de). Das Teil sieht genau so aus, wie das, was manche hier im Forum auf Fotos zu benutzen scheinen. Ich sehe auch keine Alternativen, wenn man einen Klemmhalter für die Probe möchte, jedenfalls wenn man Einzelanfertigungen und Antiquitäten ausschließt.

Mich würde interessieren, ob jemand von Alternativen weiß?

Beste Grüße
Jürgen
Hier geht's zum Laden: http://cutters-goettingen.de

mikrowastl

auch hallo,
ich finde es erstaunlich dass solch ein kleines Teil sage und schreibe 420kg auf die Waage bringt. ;D

Gruss Hans
Vorstelllung: https://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=33417.0
Axiostar plus /Wild M7s
,,Ich vermute inzwischen stark, dass ich doch nichts weiß!"

piu58

So weit ich das nach den Bildern beurteilen kann habe ich dasselbe Mikrotom. Einige Hinweise:
- du brauchst eine lange Klinge die auf der ganzen Fläche aufliegt. Mit Rasierklingen oder Apollo-Klingen komme ich nicht zurecht. Ich nehme ein Rasiermesser.
- Wenn du due Spindel wieder zurückdrehst: Nicht zu weit. 2-3 Umdrehungen reichen. Der Stempel muss per Hand hineingedrückt werden.
- Die Breite der Klemmhalterung kannst du ausnutzen. Aber versuche, mit nicht so dicken Objekten auszukommen. Ich bette in Möhren ein, das geht gut
- Bei dickeren Objekten wie Pflanzenstängeln musst du in die Möhre musst du einen Hohgraum schnitzen. Die beiden Schnittflächen sollten sich berühren, kein scraubstockartiges Klemmen.

20-µm-Schnitte sind auf diese Weise mit etwas Übung von Frischmaterial möglich.
Bleibt dran, am Okular.
--
Uwe

kare

#3
Hallo Jürgen,

als ich mich nach Mikrotomen umgesehen habe ist mir noch das Rasierklingenmikrotom aufgefallen, aber da nutzt man natürlich nicht diese Einwegklingen wie bei Dir angeboten. Bin mir nicht sicher ob Du soetwas überhaut im Sinn hast. Selbst benutze ich aber ein ähnliches Gerät wie bei dir angeboten (gebrauchtes Jung Mikrotom).

Da gibt es auch einen schönen Bericht beim Mikroskopischen Kollegium Bonn dazu ...
http://www.mikroskopie-bonn.de/bibliothek/botanische_mikrotechnik/161.html

Viele Grüße,
Karl

Fahrenheit

#4
Lieber Jürgen,

dieses Mikrotom (oder ein baugleiches chin. Fabrikat) hatte (oder habe?) ich auch. Es funktioniert soweit gut, wichtig für mich ist, dass die Klemme gerade Backen hat. Allerdings hängt sie an einem Federstahl, die Schraube drückt auf die Schweißstelle zwischen Feder und Backe. Das ist nicht optimal, man muss sich wie Piu schreibt, was aus der Möhre schnitzen.

Hier ist das gute Stück beschrieben:
http://www.mikroskopie-bonn.de/bibliothek/botanische_mikrotechnik/160.html

Mittlerweile nutze ich das "klassische" Jung Handzylindermikrotom, das mechanisch in einer ganz anderen Klasse spielt; aber aber bessere Neuware gerade um den Preis gibt es meines Wissens nicht.

Die Geräte wurden einmal mit und ohne Messer angeboten: das Messer ist aus einem Stück geschmiedet und schlicht unbrauchbar. Kann man weg lassen, es gibt ja den SHK Halter und die Einwegklingen.

Lieber Karl,

danke fürs Verlinken! :)
Bei den Haga Mikrotomen muss man wirklich die von Rolf-Dieter Müller vorgeschlagenen Modifikatione beachten und viel üben. Auch da sind 20 µm drin.

Allen herzliche Grüße
Jörg
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Arbeitsmikroskop: Leica DMLS
Zum Mitnehmen: Leitz SM
Für draussen: Leitz HM

Bob

Hallo Jürgen,
ein interessantes Qualitätsmerkmal bei Zylindermikrotomen ist die Passung zwischen Außen- und Innenzylinder. Der Innenzylinder sollte möglichst straff geführt sein, damit er unter der Schnittkraft nicht verkippt und man planparallele Schnitte bekommt. Die straffe Führung sorgt auch dafür, dass der Innenzylinder nicht von der Klinge angehoben werden kann, was auch wieder den Schnitt vermurksen würde. Wie sieht es damit bei dem von Dir angebotenen Zylindermikrotom aus?

Viele Grüße,

Bob