Druckschriften Zeiss-Winkel Neofluare und Mocromat

Begonnen von Jürgen Boschert, November 15, 2023, 23:43:21 NACHMITTAGS

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Jürgen Boschert

Hallo zusammen,

kürzlich hat Reinhard hier seine schöne schwarze Edition von Winkel-Zeiss Objektiven vorgestellt. Hierzu hatte ich geschrieben, dass ich eine Druckschrift der Nachfolger habe. Zudem kamen wir wieder einmal auf die schwarzen Phomis; auch dazu habe ich eine Druckschrift, allerdings nur auf Englisch. Beide Schriften habe ich hier einmal als PDF angehängt.
Mikroforum Zeiss Instruments for Doctors and Hospitals 1952.pdf
Mikroforum Zeiss Winkel Neofluare 1952.pdf 
Beste Grüße !

JB

Apochromat

#1
Hallo Jürgen,

Deinen schönen Neofluar Prospekt vom Juli 1952 habe ich auch. Er hängt bei uns sogar im Flur. Da Göttingen Interferometer und Beschichtungsanlagen erst weit nach 1952 bekam, wurde das wohl anfänglich in Oberkochen erledigt. Oberkochen hatte bereits sehr früh eine Anlage der Fa. BALZERS aus Liechtenstein kaufen können Göttingen bekam die dann auch. Aber erst später - wie immer. Der Erfinder der reflexmindernden Vergütung, Alexander Samkula (ZEISS 1936) wurde 1945 gleich von den Amerikanern "eingesackt" und in den Westen gebracht. Smakula war dann lange Professor am MIT. Ein anderer Vergütungsspezialist aus Jena wurde dann in Oberkochen abgeladen.

Und lieferbar waren die Neofluare auch erst, nachdem die Optikfertigung in Göttingen im Werk II anlief, also weit nach 1952. Die Optikfertigung im Werk II lief so 1954 an. Das Hauptwerk in der Königsallee 9-21 platzte aus allen Nähten, da die Baureihe "STANDARD" ihren Erfolgsgeschichte schrieb und zur erfolgreichsten Mikroskopserie wurde, die je produziert wurde.

Anfang der 1960er Jahre und 1970 wurden bedeutende Erweiterungsbauten im Hauptwerk in der Königsallee errichtet. Unsere Abteilung befand sich aber im altehrwürdigen Gebäude, in dem auch schon Arthur Ehringhaus und Kurt Michel gearbeitet hatten.

Ein längst pensionierter Kollege, den ich dazu oft beim gemeinsamen Mittagessen in der Kantine ausfragen konnte, wusste das mit Bestimmtheit, dass die modernen Fertigungsmethoden erst im Werk II eingeführt wurden, da er die interferometrische Prüfung von Mikroskopobjektiven bei CZO in Göttingen über viele Jahrzehnte begleitet und perfektioniert hatte.

Das gab es erst alles im Werk II in der Carl- Zeiss- Str. und das wurde erst etwa 1954/ 55 fertig.

Den Kollegen nannte man auch mit etwas Ehrfurcht den "Doktor der Interferenz".

LG

Michael

Reinhard

Hallo Jürgen, hallo Michael,

besten Dank für Eure weiteren Informationen und die  hochinteressanten Prospekte! Den Prospekt über das Schwarze Phomi werdet Ihr wohl haben, sonst könnte ich den beitragen.

Herzliche Grüße
Reinhard
seit wann ist Kunst ein Fehler ?



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www.mikrochemie.net

Jürgen Boschert

Hallo Reinhard,

wenn Du einen ausführlichen Prospekt zum schwarzen Phomi hast, wäre ich daran interessiert; ich habe nur diese Broschüre, die ich eingestellt habe.
Beste Grüße !

JB

beamish

Hallo Jürgen,

vielen Dank für die Prospekte! Der erste (Doctors and Hospitals) ist aber wohl von 1956. Siehe die das Druckereikürzel auf der letzten Seite rechts unten: VIII/56.

Grüße
Martin
Zeiss RA mit Trinotubus 0/100
No-Name China-Stereomikroskop mit Trinotubus
beide mit Canon EOS 500D