Einige (unfreiwillige) Experimente zum CZJ-Phototubus – Mikroval-Serie 1

Begonnen von MiR, Mai 23, 2022, 08:24:07 VORMITTAG

Vorheriges Thema - Nächstes Thema

MiR

Hallo Enzo,

das hatte ich auch vermutet, dass das Problem nicht am Phototubus selber besteht. Da kann ich dir nur zustimmen, dass der Phototubus mit dem Prismen-Schlitten wohl die bessere Variante ist. Wir werden wohl nie erfahren, was die Hintergründe für den komplizierten Mechanismus der "Schwenk"-Variante waren. Vielleicht, teilweise, auch ein Schlafproblem ... ;)
Ob der Phototubus von Thomas wieder einwandfrei funktioniert, ist mir nicht bekannt. Wahrscheinlich ist er zeitlich noch nicht dazu gekommen...

Viele Grüße,
Michael

Jürgen Boschert

Hallo Michael,

als Grund könnte ich mir folgenden vorstellen: Oft wurde ja der Fototubus mit Einstellokular verwendet; nun ist der sehr eng an den Okularen des Beobachtungsbinos dran, sodass eigentlich kein Zugang zu ihm ist; wenn man den Beobachtungstubus wegdreht, ist der Einblick in das Einstellokular frei. Eigentlich eine relativ elegante Lösung, das dann gleich mit dem Einschwenken des Umlenkprismas zu koppeln.
Beste Grüße !

JB

micromax

Hallo an alle,

vielen Dank für die zahlreichen Infos und Diskussionen. Wie Michael schon vermutet hat, bin ich noch nicht dazu gekommen mich mit dem Problem weiter zu beschäftigen. Allerdings hätte ich auch nicht vermutet, dass es so kompliziert wird. Aus dem Grund habe ich mich schlicht weg auch noch nicht daran gewagt den Fototubus komplett zu zerlegen.
Ich muss mir den ganzen Beitrag nochmals in Ruhe und Schritt für Schritt durchlesen, damit ich beim Zerlegen meines Tubus keinen Fehler mache.

Viele Grüße und ein schönes Wochenende

Thomas

3nzo

Hallo Michael,
Ich nutze diese Gelegenheit, um um Klarstellung zu bitten. Ich habe nicht verstanden, wofür die Pfanne (blauer Kreis in Abbildung 6 Ihres Beitrags #4) ist. Mir scheint, dass die beiden Anschlagpositionen durch die beiden Federstifte bestimmt werden, die in die eingefräste Vertiefung (gelbes Rechteck) passen gleiche Abbildung 6).
Danke und viele Grüße.

Enzo

MiR

Guten Morgen Enzo,

die beiden (Feder-) Stifte in Bild 5 (Antwort #4) sind, in Verbindung mit der Pfanne (Bild 6, blauer Kreis), für  die Einstellung der beiden Positionen (Optik ein bzw. aus) verantwortlich. Wenn du einen direkten Blick auf die "Pfanne" hättest, würdest du sehen dass der (jeweilige) Stift perfekt in die Pfanne passt. Damit ist auch die (sicherlich gewünschte) Schwergängigkeit zu erklären, wenn ein Stift in die Pfanne einrastet. Womit auch das Rastgeräusch (für beide Positionen) verbunden ist. Man könnte meinen, das müsste ausreichend sein, um die gewünschten Endpositionen einzustellen.
Aus Sicherheitsgründen hat man sich wohl noch für feste Begrenzungen für den Optikträger (zweites Bild in Beitrag #5) entschieden. Welche durch die eingefräste Vertiefung (gelbes Rechteck, Bild 6) und die Backe (Block) (orangenes Rechteck, Bild 2 3) definiert werden.
Vielleicht war/ist der Verantwortliche für diese Technik ein Eisenbahn-Freund! Also jeweils am Ende des Fahrweges noch zwei "Prellböcke" aufzustellen, damit der "Zug" sich nicht aus dem "Fahrgleis" bewegt.  ;) ;)  (Na, da bin ich aber mal gespannt, was das Übersetzungsprogramm aus diesem Satz macht...)

Viele Grüße,
Michael

3nzo

Hallo Michael,
die Übersetzung ist für mich schwierig und unsicher...
Zitat von: MiR in April 13, 2024, 10:05:49 VORMITTAGAus Sicherheitsgründen hat man sich wohl noch für feste Begrenzungen für den Optikträger (zweites Bild in Beitrag #5) entschieden. Welche durch die eingefräste Vertiefung (gelbes Rechteck, Bild 6) und die Backe (Block) (orangenes Rechteck, Bild 3) definiert werden.
Ich sehe in Abbildung 3 keine orangefarbenen Rechtecke, aber in Abbildung 6, und es befindet sich innerhalb des festen Teils. Es kommt mir eher wie ein Prismenblock vor.
Ich denke, ich verstehe, dass der eigentliche Block die berühmte Pfanne ist, die eine genau definierte Vertiefung hat, während der gefräste Teil keinen bestimmten Bezug bietet und nur dazu dient, den anderen Federstift zu verlängern, um Spannungen und mögliche unerwünschte Bewegungen zu vermeiden.
Was das komplizierte Rotations- und Bewegungssystem angeht, scheint Jürgens Erklärung richtig zu sein, da er davon ausgeht, dass der Sucher über dem vertikalen Tubus zur Bestimmung des Bildausschnitts verwendet wird. Das spätere Fernglas mit Schlittenbewegung war mit dem Tubus mit Linsen und Fokussierung verbunden und scheint auf Spiegelreflexkameras einer späteren Ära ausgerichtet zu sein, bei denen der Sucher für die Bildeinstellung auf dem vertikalen Vertikaltubus nicht notwendig ist.
Schließlich berücksichtige ich nicht das Federrohr, das Teil des Schraubflansches für das Sitzrohr ist (Antwort Nr. 4, Abbildung 1 links). Es scheint dazu gedacht, einen glatten vertikalen Tubus mit kleinerem Durchmesser aufzunehmen, vielleicht einen Fototubus einer früheren Serie. Ich weiß nicht mehr, ob dieses Detail auch beim Trinokular mit Prismenschieberbewegung vorhanden ist, kann jemand, der es besitzt, dazu etwas sagen?
Danke und viele Grüße.

Enzo

PS: Es tut mir leid, aber die Rückübersetzung ins Italienische sagt etwas anderes aus, als ich wollte. Ich hoffe, Sie können meine Gedanken verstehen.