Bauprojekt: Drehtisch für Lackringe

Begonnen von georgk, März 15, 2024, 13:55:42 NACHMITTAGS

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georgk

Hallo zusammen,

ich möchte euch an einem - zumindest für mich - sehr schönen Bauprojekt teilhaben lassen, einem einfachen Drehtisch für Lackringe.

Basis ist so ein Videokopf aus einem Videorekorder, den ich für 17€ inkl. Versand auf eBay erstanden habe. Wer einen alten Videorekorder sein Eigen nennt kann auch diesen schlachten. Darauf ist eine 5mm dicke Aluronde mit 90 mm Durchmesser für 7€, ebenfalls von eBay. Die Holzplatten sind Reste, Objektträgerklammern von einem Lomo geliehen (hat jemand sowas zufällig übrig? Ich könnte noch vier Stück gebrauchen.) Eine Anleitung auf Englisch findet sich im Internet.

Das ganze Projekt war nicht schwer oder langwierig, vielleicht 2 Stunden und funktioniert erstaunlich gut. Ist auch mit ca. 25€ deutlich billiger als der Import des (schöneren) Drehtischs aus UK. Als Lack habe ich übrigens Nagellack verwendet.

Jetzt brauche ich noch Vorschläge, wie sich die Objektträger am schönsten beschriften lassen.

Grüße
Georg

Peter Reil

Meine Arbeitsgeräte: Olympus BHS, BHT, CH2, CHK, Olympus SZ 30, antikes Rotationsmikrotom

Michael K.

Hallo Georg,

Ich habe den Drehtisch ebenfalls mit einem Videokopf gebaut. Die sind super gelagert und haben eine sehr lange Nachlaufzeit. Ich habe die aber nochmals mit einer Schwungscheibe aus eine Tonbandgerät erhöht.
Das ganze Gebilde ist in Anlehnung an das englische Modell gebaut.
https://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=41761.msg335453#msg335453

Was die Beschriftung angeht habe ich ein eigenes Design erstellt. Links Daten zum Objekt, rechts ein Bild des selben. Aber ich denke da hat jeder seine eigene Vorstellungen.


Gruss
Michael





georgk

Hallo Michael,

deine Drehscheibe ist auch toll. Im Prinzip kommt's ja auf das Trägheitsmoment der Scheibe an, das.hab ich mit meiner Aluronde vergrößert. Meine läuft ca. 50 Sekunden fix, das reicht mir aus.


Zitat von: Michael K. link=msg=356581
date=1710512404
Was die Beschriftung angeht habe ich ein eigenes Design erstellt. Links Daten zum Objekt, rechts ein Bild des selben. Aber ich denke da hat jeder seine eigene Vorstellungen.

Druckst du dann für jeden Objekträger ein eigenes Blatt aus und wie klebst du das Papier fest, so dass es auch kleben bleibt?

Michael K.


Ich benutze Aufkleber von Avery Zweckform, quadratische Etiketten 35x35mm  (6251-10)


Gruss
Michael

Sourdough

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#5
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Michael K.

Hallo,

Es sind permanent klebende Etiketten. Von Avery Zweckform gibt es zu jedem Aufkleber Format ein Muster.
Dieses lade ich in ein Grafik Programm. Lege es quasi auf ein leeres Blatt Papier, dieses ist Layer 0. auf  dem Bogen wo noch freie Sticker sind platziere, ich den entsprechenden erstellten Aufkleber.
Beim Drucken MUSS man Layer 0 wieder entfernen sonst wird das mit gedruckt.

Ein anderer Weg ist sich mit Hilfslinien den Bogen "nach zu bauen". Dazu muss man den Bogen vermessen und die
Maße entsprechend ins Grafikprogramm übertragen. Ich nutze dazu Corel Draw.


Ob es in Text Programmen geht, kann ich nicht sagen. Aber da wird es mit dem erstellen von Grafiken; dem eigentlichen Aufkleber; schwierig. Es sei denn, es soll nur Text drauf.


Gruss
Michael

Gerd Schmahl

Hallo,
für alle die nicht so lange basteln wollen sei dieser Beitrag empfohlen, in dem ich meine Lackringdrehscheiben- und Lachring-Lack-Odyssee beschreibe. Um es abzukürzen:
diese Töpferscheibe
und Hammeritte-Metallschutzlack + Nitro-Universalverdünnung (hält auch der Reinigung mit Xylol nach Immersionsöl stand)
sowie ein sehr dünner Marderhaarpinsel Größe "0"(manche Kunsthaarpinsel vertragen die Nitroverdünnung nicht)
funktionieren zu meiner vollen Zufriedenheit.
Meine Aufteilung für die Präparate-Etiketten sieht so aus:
linkes Etikett: Artname deutsch, darunter wissenschaftlicher Artname, darunter welches Körperteil und ggf. Schnittorientierungen
rechtes Etikett: Endeckmedium, darunter "nach" Vorbehandlung in Kurzform (z.B. Mazeration in NaOH), darunter Datum, darunter mein Name.
Ich halte die Angaben zur Präparation und Eindeckung für sehr wichtig. Sie fehlen leider fast immer bei gekauften Präparaten, erlauben letztlich aber die Beurteilung dessen, was man sieht und auch Rückschlüsse auf die Haltbarkeit von Eindeckmedien. Ich nutze ja auch unkonventionelle Eindeckmedien wie z.B. UV-Kleber. Außerdem erlaubt das Wissen um das Eindeckmedium die Erarbeitung einer Strategie zum Umbettung, falls diese einmal nötig werden sollte.

LG Gerd
Man sagt der Teufel sei, im Detail versteckt,
doch hab' ich mit dem Mikroskop viel Göttliches entdeckt.

Sourdough

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#8
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