Hauptmenü

Alpine Jochalgen

Begonnen von A. Büschlen, Juli 06, 2024, 22:56:39 NACHMITTAGS

Vorheriges Thema - Nächstes Thema

Rawfoto

Danke Arnold

Den Nachschlag sehe ich gerne, die Felsenprimel ist wunderschön, die Farbe Violett ist super. Die Sonne sorgt a da schnell für Aufhellung.

Liebe Grüße

Gerhard
Gerhard
http://www.naturfoto-zimmert.at

Rückmeldung sind willkommen, ich bin jederzeit an Weiterentwicklung interessiert, Vorschläge zur Verbesserungen und Varianten meiner eingestellten Bilder sind daher keinerlei Problem für mich ...

A. Büschlen

Hallo,

diesmal waren es viele Höhenmeter und viele Kilometer zu Fuss bis ich oben bei der Capanna Cadlimo auf 2569 müM. ankam um von dort durch das Val Cadlimo am wilden ungefassten Reno di Medel entlang am Lukmanierpass das letzte Postauto 5min. vor der Abfahrt noch erreichte. Der Bergweg im Val Piora und Val Cadlimo führte an vielen wunderschönen Bergseen vorbei. Diese beiden Täler liegen auf der südlichen Seite der Alpen. Das Val Piora entwässert sich nach Süden in den Ticino, das Wasser aus dem Val Cadlimo fliesst aber z.T. Richtung Lukmanier und von dort nach Norden in den Rhein.
Am Weg sammelte ich an sickerfeuchten Stellen einige Wasserproben. Auf zwei Bildtafeln zeige ich wiederum einige Jochalgen und vorher einige Bildeindrücke aus der atemberaubenden Landschft.

Blick Richtung Gotthardpass

Bild  01. Val Cadlimo .JPG

Seen im Val Piora

Bild 02. Val Piora .JPG

Ohne Worte!

Bild 03. Val Piora .JPG

Bei der Capanna Cadlimo

IBild 04. Cap. Cadlimo 2569 .JPG

Im Val Cadlimo

Bild 05. Val Cadlimo .JPG

Der wilde, ungefasste Reno di Medel

Bild 06. Reno di Medel .JPG

Jochalgen aus sickerfeuchten Stellen

Jochalgen Val Cadlimo 1200 Tafel I Balken 20µm.jpg

Jochalgen aus sickerfeuchten Stellen

Jochalgen Val Cadlimo T. II. 1200 Balken 20µm.jpg

Grüsse Arnold
Schwerpunkt z.Z.:
- Laub- und Lebermoose.
- Ascomyceten als Bryoparasiten.

A. Büschlen

Hallo,

zurück von einer weiteren ausgedehnten Bergwanderung stehen die Probebecher neben dem Mikroskop. Was lässt sich dieses Mal dokumentieren? Der Fundort ist eine sickerfeuchte Stelle weit oben in den Bergen. Das Hangwasser rieselt fein über Moospolster, Felsen und Steine. Aus diesen feuchten Moospolster habe ich einige kleine Büschel gezupft und mit reichlich Fundortwasser eingepackt.

Dieses Mal zeige ich neben drei Jochalgen auch zwei Kieselalgen.

Aber zuerst ein Blick in die alpine Berglandschaft. Ausgangsort war der Oberalppass. Die Wanderung führte durchs Val Maighels bis zum Passo Bornengo von dort zurück zum Pass Maighels, dann im Nachbartal nach Andermatt.
Blick ins Val Maighels.JPG

Am Pass Maighels .JPG

Probebecher.JPG

Jochalgen 1200 .jpg

Diatomeen  copy.jpg

Grüsse Arnold
Schwerpunkt z.Z.:
- Laub- und Lebermoose.
- Ascomyceten als Bryoparasiten.

Siegfried

Hallo Arnold
Auch deinen neuen Bericht habe ich mit Interesse gelesen und deine dokumentierten Funde mir angeschaut.
Die Art und Weise dieser Fortsetzungsdokumentation finde ich sehr gelungen und kann mich davon begeistern.
Freue mich schon auf die nächsten (Folgen). :D
  Gruß von Siegfried

A. Büschlen

Hallo Siegfried,

danke für dein mitteilen. In dieser eindrücklichen Bergwelt unterwegs sein um dann zu Hause am Mikroskop in die gesammelten Proben eintauchen hat schon etwas besonderes.

Deshalb habe ich hier noch eine Gomphonema sp.

Gomphonema sp. .jpg

Grüsse Arnold
Schwerpunkt z.Z.:
- Laub- und Lebermoose.
- Ascomyceten als Bryoparasiten.

A. Büschlen

#20
Hallo,

noch einmal bin ich im Quellgebiet des Rheins unterwegs gewesen. An den Ufern der Bergseen spiegeln die Wollgräser ihre weissen Samenstände mit den büscheligen Schöpfen im Wasser. Die Winde sind bereits kühl und schon bald geht die kurze Vegetationszeit zu Ende. Eine Wasserprobe habe ich wiederum mit nach Hause genommen. Und daraus einige Desmidiaceen fotografiert und die Aufnahmen zu einer Bildtafel gefügt. Man könnte sagen: "klein mit gross". Und dann ist da noch Geum reptans mit seinen aparten Samenständen und mit seinen oberirdischen Ausläufern links im Bild. G. reptans und im Hintergrund Oxyria digyna sind ausgesprochene Spezialisten der Silikatschutt-Vegetation und besiedeln grobe, blockige, befestigte Halden bis gegen 3000müM.

Grüsse Arnold Büschlen

1.jpg

3.jpg

5.jpg

4.jpg

23.08.2024.jpg
Schwerpunkt z.Z.:
- Laub- und Lebermoose.
- Ascomyceten als Bryoparasiten.

Siegfried

#21
Hallo Arnold
Wieder eine klasse Fortsetzung deiner Berichte aus den Schweizer Alpen mit atemberaubenden Ansichten der Landschaft und deiner Funde.
Deine Desmidiaceen-Funde machen Lust auf Selbstsuche. Ich hatte hier bei mir einen Fundort mit
Micrasterias thomasiana, wo ich aber dieses Jahr noch keine einzige gesichtet habe.
   Gruß von Siegfried

Peter T.

#22
Zu diesen fantastischen Aufnahmen noch eine Anfängerfrage bezüglich der Algen: Sind das Aufnahmen in schiefem Licht? (hatte erst polarisiertem Licht geschrieben, was Quatsch ist).
Liebe Grüße
Peter

purkinje

#23
Hallo Arnold,
wunderbare Impressionen deiner hochalpinen Exkursionen;
als Bayer muss ich ja stets bedenken, dass uns Franz Josef I die Zugspitze geschenkt hat, damit wir auch einen echten Berg haben  ;D

Hallo Peter,
nicht nur polarisiertes Licht allein, es kommen noch zwei Prismen dazu, nennt sich differentieller Interferenzkontrast (DIK, engl DIC: https://micro.magnet.fsu.edu/primer/techniques/dic/dicoverview.html).
Du wirst bald bemerken dass es stets auch ein "polarisierendes" Thema hier im Forum sein kann  ;)
Beste Grüße Stefan

Peter T.

Liebe Grüße
Peter

A. Büschlen

Hallo Siegfried, Stefan, Peter und... danke euch ganz herzlich für euere Reaktionen!

Anfangs Juli war Bergfrühling und nun anfangs September sind bereits wieder die ersten winterlichen Verhältnisse. So schnell vergeht die Vegetationszeit im alpinen Raum. Vergangene Woche hatte ich die Gelegenheit, nochmals ein Bergtal zu erwandern. Das Val Fedoz liegt im oberen Oberengadin. Geprägt ist dieses stille Bergtal vom Aua da Fedoz der mit seinen unverbauten Ufern eine wunderschöne Auenlandschaft bildet. Sein Wasser entspringt weit oben am Gletscher Vadrec da Fedoz. Ganz hinten sagte mit eine kleine Ziegenherde tschüss und bis zum nächsten Jahr!

Das Val Fedoz

Val Fedoz .jpg

Gletscherwasser

Gletscherwasser .JPG

Ohne Worte!

Ziegen.JPG

Ausblick aus dem Tal.

Ausblick.JPG

Und noch etwas kleines aus der Wasserprobe, dieses Mal im Hellfeld abgelichtet.

Hellfeld .jpg

Grüsse Arnold Büschlen
Schwerpunkt z.Z.:
- Laub- und Lebermoose.
- Ascomyceten als Bryoparasiten.

Peter T.

Wieder sehr stimmungsvoll und ... einfach wohltuend, Dein Beitrag.
Liebe Grüße
Peter

Siegfried

#27
Hallo Arnold
Danke für deinen, wie ich es sehe, Abschlußbericht zum Thema "Alpine Jochalgen" für dieses Jahr.
Mich haben alle deine Beiträge fasziniert, sowohl die begleitenden Landschaftsbilder, als auch die Mikroaufnahmen deiner Funde.
Ja auch bei uns hier im Thüringer Wald beschleicht einen schon ein  Gefühl des Wechsels der Jahreszeiten bis zum ersten Schneefall, der so um den 25. Oktober immer zu erwarten ist.
Obwohl ich hoffe jetzt selbst durch kühlere Temperaturen auf mehr Diversität in den Teichen und Tümpeln meiner Umgebung. Im Sommer fand ich selten Desmidiaceen und Andere, oder gar nicht.
   Gruß von Siegfried

Nordlicht

Hallo Arnold,

vielen Dank für deinen netten und lehrreichen Bericht.

Als Norddeutscher finde ich diese Landschaften einfach
aufregend und schön, die norddeutsche Tiefebene kann da irgendwie
nicht so richtig mithalten.
(Wobei es hier auch schön ist. Wir haben Tee, Entspannung und den Horizont)

Deine Darstellung der Algen gefällt mir ausnehmend gut.

Grüße aus dem Norden

Matthias