Vergrößerungsfaktor einer Einschlaglupe feststellen: Wie?

Begonnen von Oecoprotonucli, März 17, 2025, 18:08:42 NACHMITTAGS

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Oecoprotonucli

Hallo zusammen,

Wie stelle ich den Vergrößerungsfaktor einer (Einschlag-) Lupe fest? So etwas wie ein Okularmikrometer gibt es ja da nicht und auf ein Blatt kann ich ja wohl auch nicht projizieren - oder? Irgendwie über die Brennweite?

Viele Grüße

Sebastian
Ich benutze privat:
Leitz SM-Lux mit (LED-) Durchlicht und Phaco-Ausrüstung (ca. 1975-77)
Hensoldt Wetzlar Stereomikroskop DIAMAL (1950er Jahre)

Jürgen Boschert

Hallo Sebastian,

ich würde es über die Brennweite machen: Lupenvergrößerung V = 250mm : f. 250mm ist die sog. konventionelle Sehweite, f die Brennweite der Lupe in mm.
Beste Grüße !

JB

Oecoprotonucli

...ja, da war doch was, dämmert mir auch wieder. Danke, Jürgen!

Gruß S.
Ich benutze privat:
Leitz SM-Lux mit (LED-) Durchlicht und Phaco-Ausrüstung (ca. 1975-77)
Hensoldt Wetzlar Stereomikroskop DIAMAL (1950er Jahre)

Werner

Für die Brennweitenmessung ein entferntes Objekt (aus dem Fenster, oder Sonne, Mond) verwenden und den Abstand der scharfen Abbildung auf einem Papier zur Lupenmitte messen/schätzen. Bei nahen Lichtquellen (Lampe) muß man deren Abstand mitverrechnen und das ist unbequem.
Lupenmitte ist nur eine Näherung, aber das ist für eine ganzzahlige Vergrößerung ausreichend.

Gruß - Werner

Oecoprotonucli

#4
Ich danke Euch!

Wie wahrscheinlich ist es, dass solche Lupen "krumme" Vergrößerungszahlen haben?

Ich hab's auf dem Balkon mit Sonne, Hauswand und Zollstock gemacht (Lupe verschoben, bis mir der helle Punkt minimal groß erschien und großzügig vom Zollstock abgelesen) und am ehesten als aufgerundete, ganze Zahl käme  heraus 4-fach einzeln und 8-fach doppelt (es ist eine Lupe mit zwei kombinierbaren, klappbaren Linsen. Der Wert für die Doppelten liegt aber eigentlich näher an der 7, ist also mit Gewalt aufgerundet. Für die Einzellinsen aber eher Richtung 4. Wäre auch 3,5x einzeln und 7-fach doppelt ein gängiges Maß? Oder addieren sich die Einzelvergrößerungen nicht so einfach...?

Die Physikstunden sind lange her... (nicht dass ich das nicht recherchieren könnte, aber ich will Euch doch teilhaben lassen ;) - und ob es übliche Faktoren für solche Einschlaglupen gibt/gab, weiß ich wirklich nicht. )

Viele Grüße

Sebastian
Ich benutze privat:
Leitz SM-Lux mit (LED-) Durchlicht und Phaco-Ausrüstung (ca. 1975-77)
Hensoldt Wetzlar Stereomikroskop DIAMAL (1950er Jahre)

Oecoprotonucli

Hallo,

hier hilft natürlich die Linsengleichung weiter, die ich inzwischen vergessen hatte... 1/f(ges) = 1/f(1)+1/f(2) .

https://web.archive.org/web/20160211163550/https://research.uni-leipzig.de/mqf/poeppl/praes_OP_kap_1_4.pdf

Damit scheint es ganz gut zu passen, dass bei zwei Einzelbrennweiten von ca. 67 mm (Vergrößerung ca. 3,7x) rechnerisch eine Gesamtbrennweite von 33,5 mm und gemessen von ca. 35 mm herauskommt (Gesamtvergrößerung ca. 7,4x).

Beste Grüße

Sebastian
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