Sonnen- und Schattenblätter

Begonnen von Gerd Schmahl, April 21, 2025, 19:56:59 NACHMITTAGS

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Noch so'n Michael

Hallo Gerd,

Sonnen- und Schattenblätter sind auch auf "UDE BioSLiDES" zum virtuellen Mikroskopieren verfügbar, z.B.:

Fagus sylvatica - Sonnen- und Schattenblatt quer 20x

Dort gibt es auch viele andere typische Schulpräparate, mittlerweile über 500:
UDE BioSLiDES Präparatesammlung

Viele Grüße,
noch so'n Michael

Gerd Schmahl

Hallo Michael,
das ist sicher ein sehr interessantes Projekt, aber die Schüler sollen schon selber mikroskopieren, auch wenn Dauerpräparate nur so etwas wie Dias sind. Die Portfolios zu den Präparaten enthalten deshalb auch immer einen Teil, der erläutert, wie die Präparate entstanden sind, besonders, wie die Farben zu interpretieren sind.
LG Gerd
Man sagt der Teufel sei, im Detail versteckt,
doch hab' ich mit dem Mikroskop viel Göttliches entdeckt.

Gerd Schmahl

#17
Hallo,
ganz ohne Schleuder, sondern von einem jungen Baum mitten auf einem 5 Jahre alten Kahlschlag konnte ich schöne Sonnenblätter ernten. Schattenblätter sind ohnehin kein Problem:
Schattenblatt-Sonnenblatt-Buche-Stitch.jpg
Färbung: FCA nach ETZOLD.
Ich danke allen, die sich an der Diskussion beteiligt haben. Ich habe selber wieder viel gelernt, mehr als die Schüler ab Hand der fertigen Dauerpräparate lernen können. So habe ich z.B. gelernt, dass sich eben noch gestreckten Schnitte, in dem Moment wo sie von ISO in EUPARAL überführt werden, ganz gruselig verdrehen können.
verdrehter Schnitt.JPG
Die Lösung ist eine Lösung von EUPARAL in ISO (einfach ein paar EUPARAL in die Schale mit den Schnitten, die in ISO schwimmen und vorsichtig verrühren). So werden die Schnitte nicht vom EUPARAL "geschockt". Was ich gerne noch wissen würde: Welcher Teil der Schnitte sich hier so plötzlich zusammenzieht oder ausdehnt, dass eine Verdrehung stattfindet.

LG Gerd
Man sagt der Teufel sei, im Detail versteckt,
doch hab' ich mit dem Mikroskop viel Göttliches entdeckt.

Spectrum

Hallo Gerd,
Schönes Resultat.
Und ich kann mich dem Sebastian nur anschließen. So einen Hausmeister hätte ich mir in meiner Schulzeit auch gewünscht.
Überhaupt toll das was diese Schule so alles auf die Beine stellt.

LG Holger
Holger
Duzen und meine Bilder (auch ungefragt)  bearbeiten, mit eigenen Aufnahmen ergänzen und weitergeben erwünscht!

Peter T.

Liebe Grüße
Peter

unkenheini

Moin Gerd,
Wenn Du die Mitose der Küchenzwiebel färben möchtest.
Probier mal ein Quetschpräparat mit Orceinessigsäure.
Mein Präparat ist aus Anfang der 90er und sah letztes Jahr noch sehr gut von den Farben aus.Eingedeckt hatte ich in Entellan .
Sogar auf Colchizinlösung gekeimte Wurzelspitzen sind als Dauerpräperat noch von der Färbung erhalten.
Mit freundlichen Grüßen.
Jörg
Mit freundlichen Grüßen
Jörg G.

p.s. Mir ist es lieber mit Du angesprochen zu werden als mit Sie.Danke.

Peter T.

Noch ein Wort zu den sich verdrehenden Schnitten. Ich habe das Phänomen nicht nach der Überführung in Euparal, sondern wenn die Schnitte zu spät mit Euparal bedeckt werden, also wenn auf dem Objektträger das ISO zu schnell verdunstet (was es zu tun pflegt). Wenn ich noch ausreichend ISO mit auf dem Objektträger habe und schnell euparalisiere, die Schnitte also nicht trrocken fallen, hat sich bei mir noch nichts verdreht.
Liebe Grüße
Peter

Gerd Schmahl

Hallo Jörg,
Zitat von:  unkenheiniWenn Du die Mitose der Küchenzwiebel färben möchtest.
Probier mal ein Quetschpräparat mit Orceinessigsäure.
Danke für den Tipp, aber den Farbstoff habe ich nicht parat und bei mephisto kosten 100ml (kleinste Menge) 88,21 € Da kaufen wir dann doch lieber 5 Präparate. Mehr brauchen wir nicht. Die Frischpräparation ist ja auch kein Problem. Im Bio-Leistungskurs habe die Schüler und Schülerinnen das auch schon gemacht, aber es ist nicht immer genug Zeit dafür. Dann müssen die Dauerpräparate herhalten.

Hallo Peter,
Zitat von: Peter T.Noch ein Wort zu den sich verdrehenden Schnitten. Ich habe das Phänomen nicht nach der Überführung in Euparal, sondern wenn die Schnitte zu spät mit Euparal bedeckt werden, also wenn auf dem Objektträger das ISO zu schnell verdunstet (was es zu tun pflegt). Wenn ich noch ausreichend ISO mit auf dem Objektträger habe und schnell euparalisiere, die Schnitte also nicht trrocken fallen, hat sich bei mir noch nichts verdreht.

Ich tropfe zuerst das EUPARAL auf den OT und hebe den Schnitt direkt aus dem ISO in den Tropfen. Da ist kaum Zeit zum trocknen, aber gesehen habe ich das auch schon, deshalb war meine erste Idee, dass der Schnitt noch nicht vollständig entwässert gewesen wäre und habe nochmal das ISO gewechselt, aber das hat nichts genützt. Das Euparal-ISO-Gemisch hingegen hat gut gewirkt.

Nochmal besten Dank für die Unterstützung!
Gerd
Man sagt der Teufel sei, im Detail versteckt,
doch hab' ich mit dem Mikroskop viel Göttliches entdeckt.