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Keyence VHX 600

Begonnen von Jayy, März 09, 2010, 09:29:05 VORMITTAG

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liftboy

Hallo in die Runde,
der Vorschlag ist doch gar nicht so schlecht:
Schreiben erst nach Vorstellung! (wie Acrobat reader)
Das würde manchen Ärger sparen > s.a. Troll
Gruß
Wolfgang
http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=785.msg3654#msg3654
LOMO-Service
Das Erstaunen bleibt unverändert- nur unser Mut wächst, das Erstaunliche zu verstehen.
Niels Bohr

Werner Jülich

Vorsicht. Dem Forum tut eine niedrige Einstiegshürde zum Schnuppern nicht schlecht. Ich denke, die Quote der Klebenbleiber ist nicht so schlecht und man sollte nicht zu leichtfertig darauf verzichten.
Werner Jülich

TPL

#32
Zitat von: Werner Jülich in März 19, 2010, 14:00:41 NACHMITTAGS
Vorsicht. Dem Forum tut eine niedrige Einstiegshürde zum Schnuppern nicht schlecht. Ich denke, die Quote der Klebenbleiber ist nicht so schlecht und man sollte nicht zu leichtfertig darauf verzichten.

Danke, Herr Jülich!
das haben Sie schön kurz und prägnant formuliert.
Bedauerlich, dass jetzt schon wieder die unsägliche Forums-Büttelei mit überflüssigen Unterstellungen und Forderungen nach Einhaltung selbstgestrickter Regeln losgeht. Das hat hier nichts - aber auch gar nichts - zu suchen und gehört gelöscht!

Wir benutzen bei der Arbeit einen Vorgänger des VHX 600 mit geringerer (aber völlig ausreichender) Auflösung. Das Gerät unterscheidet sich von den Angeboten anderer Hersteller v.a. durch die extrem hohe Integration von Mikroskop, bildgebendem System und der Bildbearbeitung. Das ist im Prinzip gut und macht daraus ein transportables, kompaktes und (scheinbar) leicht zu erlernendes Werkzeug.
Allerdings hat dies auch eine Menge Nachteile:

  • einige der Möglichkeiten, z.B. das "Überfliegen" der vorher (in langwieriger Arbeit zusammengestellten) 3D-Oberflächen bietet keinen nennenswerten Nutzen da die Oberflächen i.a. voller Artefakte sind. Ich halte das für einen Marketing-Gag, es sei denn, man brauchte dies auch schon vor der Vorführung durch den adretten Herrn von K.
  • wie schon angesprochen kann auch die Firma K. nicht die Physik austricksen: erhöhte Schärfentiefe geht auf Kosten eines anderen wichtigen Parameters. Die wurden bereits genannt
  • Vermeintlich einfache Maßnahmen zur Kontrastverbesserung führen teilweise wieder zu Artefakten, die bei einer Bildanalyse richtig stören
  • die Integration bringt es mit sich, dass Produkte von anderer Hersteller schwer oder gar nicht zu adaptieren sind. Proprietäre Dateiformate und die (ansonsten günstige) geschlossene Bauweise machen Anpassungen an die eigenen Bedürfnisse schwer - es sei denn, man hat greift immer tiefer ins Budget, um den adretten Herrn von K. um eine K.-interne Lösung zu bitten
Damit wird so ein System sehr schnell genauso komplex, aber teurer als Baukasten-Geräte der "großen Vier" oder Speziallösungen kleinerer Firmen, die Baugruppen der "Großen" einsetzen. Es ist deshalb auch nicht so leicht möglich, die K.-Geräte mit denen anderer Hersteller zu vergleichen.

Umso wichtiger ist es aber, bei der Leistungsbeschreibung die eigenen Fragestellungen und die speziellen Anforderungen an allererste Stelle zu setzen. Das können nur (ausschließlich!) diejenigen, die diese Aufgaben kennen und mit deren Bearbeitung Erfahrungen gesammelt haben. Die Forderung
ZitatEs sollte nur ein "Komplettsystem" sein, also nichts wo man selber noch irgendwelches Know-How reinbringen muss um es letztendlich zu nutzen.
halte ich für sehr problematisch! Aus meiner Erfahrung mit Vorführungen der Firma K. kann ich bestätigen, dass man offensichtlich auf genau diese Haltung setzt, während die "großen Vier" i.a. durch Personen repräsentiert werden, die nicht nur die eigenen Geräte gut vorführen können, sondern zuerst die Anforderungen des Kunden kennenlernen wollen.

Leider habe ich schon reichlich Geräte in meinem Arbeitsumfeld gesehen, die für eine "black-box" (Probe rein - Ergebnisbericht raus) gehalten werden, bei denen man sich nicht mit deren komplexer Technik beschäftigen muss, sondern die - automatisch und in 3D - so hübsche "Lösungen" liefern, wie sie auf den WWW-Siten von Keyence präsentiert werden. Da haben häufig die Nichtfachleute den Kauf entschieden. Schade drum.

Eine ordentliche Leistungsbeschreibung und die Ausschreibung für ein Gerät in dieser finanziellen Größenordnung erfordern bei Ungeübten (wie mir) mehrere Arbeitstage und die Einbindung eines oder mehrer erfahrener Praktiker. Man kann das sicher auch schneller schaffen, aber ohne eigene Kenntnis der technischen Zusammenänge wird das -fast garantiert - ein teurer Flopp.
Schönen Gruß, Thomas

liftboy

Hallo Thomas,
ich stimme Dir zu.
Gruß
Wolfgang
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Niels Bohr

Jayy

Hallo Thomas,
vielen Dank für die wertvolle Antwort. Ich werde die von dir genannten Punkte mit unseren Anwendern besprechen.
Schönen Start in die Woche
Jayy