Universeller DSLR Adapter brauchbar gemacht für Fotografie mit Endlich-Optik

Begonnen von rhamvossen, April 11, 2026, 16:20:16 NACHMITTAGS

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rhamvossen

Hallo,

Nein, nicht wieder eine Kamera-Adaption!! :o  ::) . Ich kann mir vorstellen, dass manche dies denken werden. Ich möchte dieses Setup aber trotzdem zeigen. Die sogenannte Universellen DSLR Adapter mit interner Optik werden bei manche bekannt sein. Die meisten werden so ein Teil aber nicht haben weil es in der Regel unbrauchbar ist für die Fotografie mit Endlich-Optik, weil die Optik die Restfehler im Bild der Objektive nicht Kompensiert.

Plaziert man aber eine einzige Linse im Adapter, wird das Teil Plötzlich ganz gut brauchbar. Wies das Funktioniert ist hier zu lesen:

https://mikroskopiedernatur.de/modifikation-eines-universellen-dslr-adapters-fuer-die-mikrofotografie-mit-endlich-optik

Aber warum sollte man das Teil brauchen wollen? Weil es zu den einfachste Adaptionen gehört, der Adapter passt in jeder Tubus. Billig ist es aber nicht, solche Adapter kosten normalerweise > 100 EUR.

Beste Grüsse,

Rolf

Peter Reil

Hallo Rolf,

tolle Zusammenstellung deiner "Experimente" mit überraschenden Ergebnissen!

Ich freue mich jedesmal über deine Erfahrungen. Die sind aus der Praxis für die Praxis. Dazu braucht es keine seitenlangen physikalisch-optischen Erklärungen mit entsprechenden Formeln.  ;)

Freundliche Grüße
Peter
Meine Arbeitsgeräte: Olympus BHS, BHT, CH2, CHK, Olympus SZ 30, antikes Rotationsmikrotom

Jürgen Boschert

Beste Grüße !

JB

AlexS

hallo,
verstehe ich das richtig : im Dslr Adapter ist keine weitere Optik , kein Okular , kein Objektiv,
lediglich die Feldlinse ?
Gruß Alex

Thomas Böder

Hauptmikroskope: Leitz Panphot, Ortholux, Zeiss Nf u. Technival u. Citoval 2, Reichert Zetopan
Kleinmikroskope: reichlich...

Jürgen Boschert

Hallo Rolf,

dass die Feldlinse eines Leitz Okulares funktioniert, erklärt sich wohl. unter anderem auch daher, dass Leitz bei den Okularen einen Großteil der Restfehler eben mit der Feldlinse und nur noch gering mit der Augenlinse korrigiert; man erkennt das daran, dass Strichplatten und die Feldblende bei Leitz-Okularen nahezu farbsaumfrei erscheinen. Im Gegensatz dazu korrigiert Zeiss-West die Restfehler praktisch komplett mit der Augelinse mit entsprechend "bunter" Darstellung von Strichplatten und Feldblende.

@ Alex: Nein, der von Rolf benutzte Universaladapter enthält eine eigene Optik, aber eben ohne Kompensationswirkung. Dazu legt er dann, quasi als Augenlinse, die Feldlinse eines Leitz-Periplans kameraseits ein.
Beste Grüße !

JB

rhamvossen

#6
Hallo,

Danke an Alle :)

@Jürgen
Zitatdass die Feldlinse eines Leitz Okulares funktioniert, erklärt sich wohl. unter anderem auch daher, dass Leitz bei den Okularen einen Großteil der Restfehler eben mit der Feldlinse und nur noch gering mit der Augenlinse korrigiert; man erkennt das daran, dass Strichplatten und die Feldblende bei Leitz-Okularen nahezu farbsaumfrei erscheinen. Im Gegensatz dazu korrigiert Zeiss-West die Restfehler praktisch komplett mit der Augelinse mit entsprechend "bunter" Darstellung von Strichplatten und Feldblende.

Interessant! Ich habe aber gerade festgestellt das die Feldlinse eines Kpl8x Okulars auch gut funktioniert, das heisst, mit meine PEN Kamera und nicht mit die Canon. Also, der Abstand zwischen Feldlinse und Sensor ist manchmal kritisch (kan man optimieren mit Zwischenringe wenn der Abstand zu kurz ist). Bei die Canon liegt der Sensor tiefer, ich denke darum das eine micro 4/3 Kamera wie die PEN besser geeignet ist.

Im Algemeinem: man sollte die alte Okulare in die Schubladen besser nicht wegschmeissen, mit die moderne Okulare kan man nichts anfangen wenn man gerne experimentiert.

Beste Grüsse,

Rolf

Bernhard Lebeda

Hallo Rolf

wie heißt es so schön: Was mir an der Idee nicht gefällt, ist dass sie nicht von mir ist.  ;D

Genial!!  Einfach und effektiv, so soll es sein!

Viele adaptive Mikrogrüße

Bernhard
Ich bevorzuge das "DU"

Vorstellung

rhamvossen

#8
Hallo,

Danke dir Bernard für die Blumen.

Noch eine algemeine Frage:

Vielleicht hat Jemand noch so einen Adapter zuhause rumliegen der nicht genützt wird. Wäre es möglich das mir jemand dieses Teil für kurze Zeit ausleiht? Ich würde gerne wissen ob der Trick mit die Feldlinsen auch mit Adapter anderer Hersteller funktioniert, vielleicht gibt es kleine Unterschieden in wie die aufgebaut sind. Oder vielleicht kann Jemand der so ein Teil hat es selbst testen. Vielen Dank.

Beste Grüsse,

Rolf

purkinje

Hallo Rolf,
hallo werte Kameraadaptations-Profis,

Bisher wurde nur fürs gelegentliche Foto am schwarzen Laborlux III mit Trino entweder eine kleine Okularkamera oder eine alte Powershot mit dem angeschraubtem Periplan GF10 Brille verwendet. Nun soll eine remote-taugliche Canon (APS-C) her.
Welche der Adaptationen wäre Eurer Meinung nach sinnvoll?
Da es sich um eine Art Reise-Mikroskop handelt, soll weder ein Leitz- Fototubus noch ein Kameraobjektiv daran (beides schwer), weshalb ich zu dieser Lösung hier oder dem verlängerten Periplan GF 10 nach Rolfs Vorschlag neige; Problem aber, dass bei diesen schwarzen alten Leitz-Modellen eine Tubuslinse von 1,25x vorhanden.
Meine Frage daher: hat diese Feldlinsen-Fotoadapter-Kombi hier oder ein verlängertes Periplan GF 10 jemand an diesen schwarzen Modellen von Leitz in Verwendung und ggf für den Tubusfaktor 1,25x modifiziert?

Beste Grüße Stefan

rhamvossen

#10
Hallo Stefan,

Die Verlängerte Okulare funktionieren auch mit dem 1.25x Tubusfaktor. Dir ist klar das die benötigde Kompensation für 37mm Leitz Objektive nicht ausgeglichen war? Wenn du 37mm Objektive an dein Stativ verwendest dan must du Okulare wechseln. Das ist bei die afokalen Fotografie nicht anders, die kleine Objektive ≤10/0.25 werden beim Gebrauch von Periplan Okulare überkompensiert.

Wenn du am Bino-Tubus mit verlängerte Okularen fotografieren möchtest: der untere Teil des Tubus meinem Leitz Laborlux III hat 26mm Aussendurchmesser, der vordere Teil aber 25mm. Ein Klemmadapter für 25mm (ich verwende der IHAGEE) funktioniert da nicht gut! Mit einem Monotubus ist das natürlich kein Problem.

Was die Feldlinsen-Fotoadapter-Kombi angeht, geht auch und ist mechanisch einfacher. Aber auch hier gilt: mit 37mm Objektive ≤10/0.25 verwendet man der Adapter ohne Feldlinse und mit die Grössere Objektive mit die Feldlinse eines Periplan GF10x. Wegen der nicht ausgegleichen Kompensation. Aber du köntest auch 45 mm Leitz Objektive (wenn du die hast) an deinem Stativ verwenden, dan wird alles einfacher.

PS: ich weiss nicht welches Stativ du als Reisemikroskop verwenden willst, aber die hier beschrieben Leuchte:

https://microscopievandenatuur.nl/een-handige-regelbare-led-verlichting-voor-microscopen

passt perfekt im Fuss meines Laborlux IIIa

Beste Grüsse,

Rolf




purkinje

Hallo Rolf,
Dank Dir für die Ausführungen zu Deinen Adaptationen.
Du hast Recht, unter Reisemikroskop kann man vieles verstehen  ;), hier ist eher das nur gelegentlich transportierte, fürs Ferienhäuschen gemeint.
Ein Laborlux III wird es wohl werden, mit NPL Fluotaren, also völlig Periplan-tauglich.
An meinem Fahrradtaschen-Mikroskop bei dem gelegentliches Foto mit Mobiltelefon oder 5MP OkularCam reicht, verwende ich gerne die einfachen kurzen Achromate. Es handelt sich um ein echtes Reisemikroskop mit Klappfuß und -tisch  aus den späten 1920er Jahren von Leitz.
Um das von Dir genannte Problem von Huygens oder Periplan-tauglichen kurzen Achromaten zu umgehen verwende ich 6:1 (2), 13:1 (3b) und 45:1 (6L). Letzteres ist auch Huygens-Okular-tauglich. Im Gegesatz zu den etwas neueren kurzen 40:1 Achromaten und leider auch dem 25:1, beide nur für Periplane korrigiert.
Beste Grüße Stefan