Hensoldt Protami Versionen?

Begonnen von Thomas Böder, Januar 31, 2026, 20:46:43 NACHMITTAGS

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Thomas Böder

Moin ihr Lieben.
Hat schon mal jemand die beiden Versionen des Protamis verglichen?
Gibt es da qualitative Unterschiede?

Grüße, Thomas.
Hauptmikroskope: Leitz Panphot, Ortholux, Zeiss Nf u. Technival u. Citoval 2, Reichert Zetopan
Kleinmikroskope: reichlich...

purkinje

Hallo Thomas,
meinst Du den Unterschied bei den Tischen, oder was meinst Du mit Versionen?
Beste Grüße Stefan

Thomas Böder

Hauptmikroskope: Leitz Panphot, Ortholux, Zeiss Nf u. Technival u. Citoval 2, Reichert Zetopan
Kleinmikroskope: reichlich...

lumipan

Eine Frage: das erste Protami habe ich noch nie original gesehen, hatte das eigentlich auch schon die Halterung für Immersionsflüssigkeit unter dem Tisch? Ich finde die Taschenmikroskope auch sehr spannend und interessant umgesetzt

Thomas Böder

Ich habe gestern die erste Version gekauft.
Ich werde berichten.
Hauptmikroskope: Leitz Panphot, Ortholux, Zeiss Nf u. Technival u. Citoval 2, Reichert Zetopan
Kleinmikroskope: reichlich...

Jürgen Boschert

Hallo zusammen,

das Immersionsöl-Fläschchen ist doch im Text beschrieben. Bei der älteren Version ist es im Fuß untergebracht, bei der neueren am Tisch angehängt. Von den Abbildungen her sieht es so aus, als hätte die neuere Ausgabe einen solideren Fokusmechanismus.
Beste Grüße !

JB

dicentra

Hallo Thomas,

ich habe die neuere Version. Beide vergeichen konnte ich noch nicht.
Wenn du auch auf die Kornrade kommen solltest könnten wir unsere Exemplare evt. nebeneinander vergleichen?

Viele Grüße,
Oliver

Alfons Renz

#7
Hallo Thomas & Oliver,

Ich hätte die Nummer 4143 - wahrscheinlich also das frühe Modell. Leider etwas zu schwer um es heute Abend zu unserem Mikroskopie-Treff 'Sande' mitzubringen, aber wir könnten die beiden Modelle bei Gelegenheit in Ruhe vergleichen.

Wobei der Behälter für Immersionsöl an meinem Protami leider fehlt.

Grüße und - @Oliver: Bis heute Abend!

Alfons

olaf.med

Lieber Alfons,

ZitatLeider etwas zu schwer um es heute Abend zu unserem Mikroskopie-Treff 'Sande' mitzubringen

und ich dachte immer das sei ein Reisemikroskop 8)

Herzliche Grüße,

Olaf
Gerne per Du!

Vorstellung: http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=4757.0

... und hier der Link zu meinen Beschreibungen historischer mineralogischer Apparaturen:
https://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=34049.0

Alfons Renz

#9
Lieber Olaf,

" ich dachte immer das sei ein Reisemikroskop" - es kommt eben, wie immer, darauf an: Ob Expedition, mit 20 Trägern und Sänfte, oder Exkursion, mit der Botanisiertrommel und Plankton- oder Schmetterlingsnetz!

Hensoldt-Protami-Tami-0.jpg

Links das Protami, mit 1,13 Kg eher ein Schwergewicht für die Expeditionen mit Trägern, und rechts das modernere Tami, mit 450 gr eher ein leichtgewichtiges Taschenmikroskop.

Hensoldt-Protami-Tami.jpg

Nr. 4.143 ist ein recht Frühes - aber nicht das erste Modell - und Nr 49.915 eines der Letzten. Immerhin eine Produktion von ca. 50.000 Mikroskopen!
Der Behälter für das Immersionsöl wurde beim allerersten Modell unter dem Tisch angeschraubt, beim Späteren (meinem) in einer Schwalbenschwanznut unter dem Tisch eingeschoben.

Hensoldt-Protami-Tami-2.jpg

Hensoldt-Protami-Tami-3.jpg

Bei meinem Protami fehlt leider der Behälter für das Immersionsöl:

Protami-1.jpg

Wohingegen das Objektiv trotz seiner winzigen Größe doch mit einer Apertur von 1,3 imponiert. Dazu passt auch der hochaperturige Kondensor mit Irisblende.

Protami-2.jpg

Dafür überzeugt das neuere Tami mit einem umlegbaren und dadurch bequemeren Stativ sowie einem - etwas fummeligen - Spiegel.

Tami-2.jpg

Um ehrlich zu seine: Beide Mikroskope habe ich noch nie benutzt, sollte dies aber mal bei Gelegenheit nachholen! Am besten zu unserem ZOOM-Stammtisch am Sonntag!

Herzliche Grüße zum Wochenende,

Alfons


 

CMB

#10
Moin in die Runde,

ich habe beide Versionen bei Exkursionen und Expeditionen ausgiebig benutzt.

Das Protami ist ähnlich wie das Metami von der Auflösung her ziemlich gut. Vom Handling her für mich aber zu fummelig. Das Tami habe ich für die schnelle Durchsicht eigentlich immer dabei, die optische Qualität ist für diesen  Zweck ausreichend.

Für unterwegs finde ich als Kompromiss zwischen Handling, Gewicht und optischer Qualität die (Kinder)Mikroskope von Olympus für Rucksackreisen und gelegentliches Durchmustern gelungen.

Aber je nach Reisesituation, Verkehrsmittel,  Häufigkeit, Dokumentations- und Auflösungserfordernissen und natürlich dem Geldbeutel  bietet der (historische) Markt ein breites Spektrum von Instrumenten. Wenn man diese Instrumente tatsächlich auf Reisen benutzt, ist auch die Möglichkeit des Verlustes oder der Beschädigung in die Bewertung mit einzubeziehen. Bei hochpreisigen Instrumenten kann das zu klugen Verwendungsbeschränkungen führen.

Exkurs: Zum Lomara, über das im Alten Forum ein sehr guter Beitrag existiert, könnte ich Details zum Entwickler, Hersteller usw. ergänzen, aber im alten Forum kann man nicht mehr schreiben. Wie kann man das sinnvoll zusammenführen?

Bei Fernreisen sind die Reaktionen  auf solche Instrumente im Handgepäck oder im Aufgabegepäck sehr unterschiedlich.

Zwischen interessierten Blick durch Okulare, absolutem Desinteresse, Griff des Sicherheitsbeamten zur Schusswaffe, aber auch  stundenlangen Gesprächen mit Sicherheitsbeamten auch auf höherer Ebene mit verpassen des Fluges habe ich da schon vieles  erlebt. Bei größeren Geräten wie dem  Wild M11 hat es sich aus meiner Sicht bewährt, das Instrument komplett auseinandergenommen in einer eigenständigen Box zu transportieren. Man kann die Schrauben mit Inbus vereinheitlichen, so dass man diese Instrumente dann auch bei der Ankunft schnell wieder zusammenbauen kann.

Vielleicht könnte man ja mal eine Liste von häufigeren Reisemikroskopen erstellen mit Bewertungsrubriken, für welche Reisetyp wie gut geeignet ergänzt ist.
Grüße in die Runde
CMB