Botanik: Traueresche (Fraxinus excelsior f. Pendula) *

Begonnen von Hans-Jürgen Koch, Juni 15, 2026, 14:33:56 NACHMITTAGS

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Hans-Jürgen Koch

Baum der nordischen Mythlogie.
Wegen ihrer hohenGestalt verglichen die Wikinger die Welt mit de Esche – der Weltenesche ,,Yggdrasil ".

Die ursprüngliche Wildform der Gemeinen Esche (Fraxinus excelsior) ist in fast ganz Europa sowie Teilen Vorderasiens heimisch.
Das natürliche Verbreitungsgebiet reicht von Irland und Schottland im Westen bis zum Kaukasus und Iran im Osten. In nördlicher Richtung erstreckt es sich bis nach Südskandinavien, während im Süden die Pyrenäen, Mittelitalien und Griechenland die Grenzen sind.

Die Traueresche (Fraxinus excelsior f.'Pendula')
ist keine eigene botanische Art, sondern eine Kulturform (Cultivar) der Gemeinen Esche.

Als Zierbaum hat sie kein natürliches Verbreitungsgebiet, ist aber in ganz Europa (vor allem in Parks, Gärten und als Alleebaum) verbreitet

Bild 01 Habitus, Traueresche (Fraxinus excelsior f. pendula)

Quelle: https://www.promessedefleurs.de/straucher/straucher-nach-sorten/fraxinus-esche/gemeine-esche-pendula-fraxinus-excelsior.html

Fraxinus excelsior f. Pendula hat überhängende Äste, die eine Trauerform bilden.

Die Traueresche, auch Hängeesche genannt 'Pendula' ist ein schirmförmig wachsender Baum mit lichtdurchlässiger Krone. Sie erreicht gewöhnlich eine Höhe von 10 – 15 Meter und wird ca. 8 - 10 Meter breit. Rasch wachsend. In der Regel wächst sie 15 - 20 cm pro Jahr.

Bild 02 Typische Netzborke, Traueresche (Fraxinus excelsior f.'Pendula')

Author: Michael Linnenbach

Die Rinde ist eines der ältesten Ersatzmittel für Chinarinde und diente einst zur Malaria – Behandlung.
Als Chinarinde bezeichnet man die getrocknete Rinde des Chinarindenbaums (Cinchona), der ursprünglich aus den Bergregionen Südamerikas stammt.

Große Bestände von Eschen wurden im der Nähe von Wehranlagen und Burgen angepflanzt, um im Kriegsfall genügend Nachschubmaterial für neue Speere, Pfeile und Bögen zur Hand zu haben.
Das Holz der Traueresche wird für Turm- und Sportgeräte verwendet.
Mein Gewehrschaft ist aus dem Holz der Esche gefertigt.

Interessant ist auch die Legende, da man sich lästige Vampire am besten mittels eines Holzpflockes entledigte – kraftvoll in das Herz des schlafenden Blutsaugers gerammt und immer geschnitzt aus dem Holz der Esche.

Der Stamm bildet oft einen Zwiesel.
In der Jägersprache bezeichnet ein Zwiesel die gabelige Aufteilung eines Pflanzenstamms oder Astes in zwei (oder mehr) etwa gleich starke, konkurrierende Haupttriebe. Dieses Phänomen tritt besonders häufig bei Bäumen auf, wenn die ursprüngliche Endknospe beschädigt wird und zwei Seitenknospen die Führung übernehmen.

Wurzel:
Fraxinus excelsior 'Pendula' ist ein Pfahlwurzler und bildet, je nach Boden, ausladend verzweigte Wurzeln.

Bild 03 Blätter, Traueresche (Fraxinus excelsior f.'Pendula')

Quelle: CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=232790

Blätter:
Die sommergrünen Blätter der Hängeesche 'Pendula' sind dunkelgrün gefiedert, gegenständig. Diese sind etwa 5 - 12 cm groß. Hänge-Esche 'Pendula' zeigt sich leuchtend gelb-grün im Herbst.
Die Blätter sind zusammengesetzt, ungleichmäßig gefiedert und lanzettförmig.
Der Blattrand    ist gesägt.

Bild 04 Zwittriger Blütenstand., Esche (Fraxinus excelsior)

Author: AnRo0002

Bild 05 Männlicher Blütenstand an kahlen Zweigen, Esche (Fraxinus excelsior)

Quelle:  Donar Reiskoffer, CC BY 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=104131

Die kleinen Blütenstände erscheinen vor den Blättern.

Blüten:
Blütezeit    : Ende März – Mai
Im Mai schmückt sich die Traueresche zudem mit gelblichen Blüten, die in Rispen zusammensitzen.
Die Blüten der Traueresche sind wie die der Gemeine Esche zwittrig, wobei abhängig vom Individuum ein Geschlecht reduziert sein kann (Triözie).

Triözie (auch Dreihäusigkeit) ist eine seltene Form der Geschlechterverteilung im Pflanzenreich. Sie beschreibt den Umstand, dass innerhalb einer Pflanzenart die geschlechtlichen Merkmale auf drei verschiedene Individuen aufgeteilt sind.
Eine Population umfasst bei triözischen Arten drei verschiedene Pflanzentypen:

Männliche Pflanzen: Tragen ausschließlich Pollen produzierende (staubblatttragende) Blüten.

Weibliche Pflanzen: Tragen ausschließlich Samenanlagen enthaltende (fruchtblatttragende) Blüten.

Zwitter (Zwittrige Pflanzen): Tragen Blüten, die sowohl weibliche als auch männliche Organe in sich vereinen.
Das klassischste Beispiel für Triözie in der Botanik ist die Gemeine Esche (Fraxinus excelsior).

Geschlechtsverteilung sehr komplex: Die Bäume können im Laufe ihres Lebens sogar ihr Geschlecht wechseln, was die Vermehrung und Züchtung erschwert.

Die Hänge- oder Trauerform der Esche, Fraxinus excelsor f. pendula, soll etwa 1838 in England entdeckt worden sein.

Durch Veredelung wurde sie vermehrt und alle heute gepflanzten Hängeeschen gehen auf diese Pflanze zurück, sind also ein Klon; so ist das ja auch bei vielen anderen gärtnerisch interessanten Formen und auch Obstbäumen der Fall.

Die Traueresche ist einhäusig (monözisch), was bedeutet, dass sich an ein und derselben Pflanze sowohl rein weibliche als auch rein männliche Blüten befinden.

Obwohl die Esche windblütig ist, spielt sie eine grioße Rolle als Bienenweide. Etwa 25.000Pollen pro Blüte stehen für die Bienen bereit.

Systematik:

Familie: Ölbaumgewächse (Oleaceae)
Klasse: Bedecktsamer (Magnoliopsida)
Ordnung: Lippenblütlerartige (Lamiales)
Gattung: Eschen (Fraxinus)
Art: Gemeine Esche (Fraxinus excelsior)
Wissenschaftlicher Name:: (Fraxinus excelsior f. pendula)
Trivialname: Hängeesche
Englische Bezeichnung: Weeping Ash

Das " f ,, in der botanischen Bezeichnung (Fraxinus excelsior f. pendula) steht für Forma (lateinisch für Form).

In der botanischen Nomenklatur kennzeichnet diese Abkürzung eine Forma innerhalb einer Art. Es handelt sich dabei um eine rangniedrige Untereinheit, die eine natürlich vorkommende, aber eher unscheinbare oder punktuelle Abweichung von der Normalform der Pflanze beschreibt.

Der Zusatz pendula bedeutet "hängend" und beschreibt die charakteristisch herabhängenden Äste der Hänge-Esche.

Die Gattung  Fraxinus umfasst 6600  Arten, davon in Europa 4 vorwiegend in der nördlich temperierten Zome.
Die Gattung ist seit der Kreide (Zeitraum: Vor etwa 145 bis 66 Millionen Jahren) fossil nachgewiesen.

Der lat. Name fraxinus  =  Name der Pflanze bei den Römern, so von Vergil und Plinus d. Ä, gebraucht.

Fraxinus rührt aus dem griechischen ,,phrasso", was so viel wie umzäunen, einhegend bedeutet und zwar im beschützenden Sinn, weniger im eingrenzenden.

Bild 06 Reife Fruchtstände, Traueresche (Fraxinus excelsior f.'Pendula')

Quelle: IKAl - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=7857150

Flügelnüsse mit basal sitzenden Samen.

Der Begriff ,,basal sitzende Samen" (oder basale Plazentation) beschreibt in der Botanik die Anordnung, bei der die Samenanlagen am unteren Ende (der Basis) eines Fruchtknotens befestigt sind.

Frucht:
Besonders dekorativ sind die Früchte von Fraxinus excelsior 'Pendula'. Diese erscheinen ab September. Haften sehr lange.
Fruchtreife: September – Oktober.
Fruchtart: Schließfrucht, Nussfrüchte, Flügelnüsse

Bild 07 Illustration, Traueresche (Fraxinus excelsior f.'Pendula')

Von Autor/-in unbekannt - Polnische Nationalbibliothek,  https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=174932102
Meyers Konversations-Lexikon Diese Abbildung stammt aus der 4. Auflage des Meyers Konversationslexikons (1885–90). Das Urheberrecht ist erloschen, die Inhalte sind gemeinfrei.

Bild 08 Winterknospe, Esche (Fraxinus excelsior)

Quelle: Von Botaurus - Eigenes Werk - 9. Januar 2008, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=3377647


Bild 09 Querschnitt durch den Stamm,  Traueresche (Fraxinus excelsior f.'Pendula')

Quelle: CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=561369


Teil 1
Junger Spross, Querschnitt
25  Mikrometer

Meine Pflanzenproben stammen aus dem Arboretum Schloss Erbhof Thedinghausen.

Bild 10 Schnittstellen, Traueresche (Fraxinus excelsior f. Pendula)

Foto: H.-J_Koch

Bild 11 Übersicht, ungefärbter Schnitt, Traueresche (Fraxinus excelsior f. Pendula)


Der Spross liefert ungewöhnlich festes Holz.

Bild 12 Detailaufnahme, ungefärbter Schnitt, Traueresche (Fraxinus excelsior f. Pendula)


Bild 13 Detailaufnahme, ungefärbter Schnitt, Traueresche (Fraxinus excelsior f. Pendula)


Bild 14 Detailaufnahme, ungefärbter Schnitt, Autofluoreszenz, Traueresche (Fraxinus excelsior f. Pendula)

LED Modul 455 nm
Reflektormodul FL mit Filtersatz 67
Erregerfilter: BP 470 nm
Strahlenteiler: FT 477 nm
Emission (Sperrfilter): LP 485

Bild 15 Detailaufnahme, ungefärbter Schnitt, Autofluoreszenz, Traueresche (Fraxinus excelsior f. Pendula)


Bild 16 Xylem, ungefärbter Schnitt, Autofluoreszenz, Traueresche (Fraxinus excelsior f. Pendula)



W-3A-Färbung nach Wacker (Acridinrot-Acriflavin-Astrablau)

Arbeitsablauf:
1.Pflanzenprobe liegt in 30 % Ethanol.
2. Aqua dest. 3x wechseln je 1 Minute.
3. Vorfärbung Acridinrotlösung 7 Minuten
4. 1x auswaschen mit Aqua dest. .
5. Acriflavinlösung (differenzieren bis gerade keine Farbwolken mehr abgehen - Lupenkontrolle) ca.15 Sekunden !!
6. 2 x auswaschen mit Aqua dest..
7. Nachfärbung Astrablaulösung 1 Minuten
Bei der Nachfärbung mit Astrablau eine Mischung aus Astrablau und Acriflavin im Verhältnis 3 : 1 verwendet (blau + gelb = grün).

Tipp:

Eine schöne Variante erhält man, wenn man in der letzten Färbestufe eine Mischung aus Astrablau und Acriflavin im Verhältnis 3:1 verwendet. (3 Tropfen Astrablau und 1 Tropfen Acriflavin separat ansetzen und Gemisch mit der Pipette übertragen.
8. Auswaschen mit Aqua dest. bis keine Farbstoffreste verbleiben.
9. Entwässern mit 3x gewechseltem Isopropylalkohol (99,9 %)
10. Einschluss in Euparal.

Ergebnis:
Zellwände blaugrün bis grün, verholzte Zellwände leuchtend rot, Zellwände der äußeren Hypodermis orangerot, Cuticula gelb, Zellwände der innenliegenden Hypodermis tiefrot.
Bei der Betrachtung wird eine Kontrastverbesserung bei Verwendung eines BG 38 Filters (blaugrün, 3 mm dick) erreicht.
Fotos: Nikon D5000

Bild 17 Übersicht, Traueresche (Fraxinus excelsior f. Pendula)


Bild 18 Detailaufnahme mit Beschriftung, Traueresche (Fraxinus excelsior f. Pendula)

MP = Markparenchym, XY = Xylem, STR = Holzstrahl, T : Trachee, K = Kambium, ST = Steinzellen, RP = Rindenparenchym, PE = Periderm, PH = Phloem

Bild 19 Detailaufnahme, Traueresche (Fraxinus excelsior f. Pendula)


Bild 20 Detailaufnahme, Traueresche (Fraxinus excelsior f. Pendula)


Bild 21 Detailaufnahme, Traueresche (Fraxinus excelsior f. Pendula)


Bild 22 Detailaufnahme, Auflichtbeleuchtung Fluoreszenz, Traueresche (Fraxinus excelsior f. Pendula)

Reflektormodul FL mit Filtersatz 67
Erregerfilter: BP 470 nm
Strahlenteiler: FT 477 nm
Emission (Sperrfilter): LP 485

Bild 23 Detailaufnahme, Auflichtbeleuchtung Fluoreszenz, Traueresche (Fraxinus excelsior f. Pendula)


Teil 2
Spross, Längsschnitt
30 Mikrometer

W-3A-Färbung nach Wacker (Acridinrot-Acriflavin-Astrablau)

Bild 24 Übersicht, Radialschnitt, Traueresche (Fraxinus excelsior f. Pendula)


Bild 25 Detailaufnahme, Traueresche (Fraxinus excelsior f. Pendula)


Bild 26 Detailaufnahme, Auflichtbeleuchtung Fluoreszenz , Traueresche (Fraxinus excelsior f. Pendula)


Bild 27 Tangentialschnitte, Auflichtbeleuchtung Fluoreszenz, Traueresche (Fraxinus excelsior f. Pendula)


Bild 28 Detailaufnahme, Auflichtbeleuchtung Fluoreszenz, Traueresche (Fraxinus excelsior f. Pendula)


Bild 29 Steinzellen, Auflichtbeleuchtung Fluoreszenz, Traueresche (Fraxinus excelsior f. Pendula)


Literaturverzeichnis:

Wikipedia; Freie Enzyklopädie

Georg Aas ,,Bäume", ISBN: 3-7742-1016-0

Bachofer ,,Der Kosmos Baumführer", ISBN: 978-3-440-146660-6

Andreas Hase ,,Bäume", ISBN: 978-3-440-15869-2

Spohn ,,Kosmos Baumführer Europa", ISBN: 978-3-4440-44741-5

,,Das Kosmos Wald & Forst – Lexikon", ISBN: 978-3-440-15219-5

Peter A. Schmidt ,,Taschenlexikon der Gehölze", ISBN: 978-3-494-01448-7

P. Schütt ,,Lexikon der Bäume und Straucharten", ISBN: 978-3-86820-123-9

P. Schmidt, U. Hecker ,,Die wildwachsenden und kultivierten Laub- und Nadelgehölze Mitteleuropas, ISBN: 978-3-494-01800-3

,,Botanica" Das Abc der Pflanzen, ISBN: 3-8290-0868-6

,,Der Kosmos Waldführer", ISBN: 978-3-440-17680-1

,,Tiere und Pflanzen", ISBN: 978-3-440-14136-6

,,Das große illustrierte Pflanzenbuch", 1966

,,Welcher Baum ist das ?", ISBN: 978-3-440-16449-5

,,Bäume in Mitteleuropa", , 1983

Meine Recherche gleicht einer Entdeckungsreise, bei der ein Fakt oft zu weiterführenden Zusammenhängen führt.
Ich folge dem Schneeballprinzip:
Beim Verknüpfen der Informationen stoße ich kontinuierlich auf neue, spannende Aspekte.
Ich exploriere das Thema intensiv und erschließe mir fortlaufend neue Informationsquellen.
Ich arrangiere Informationen aus Büchern und Internet, um sie zu einer in sich geschlossenen Darstellung zu fusionieren.
Ich freue mich über Rückmeldungen jeglicher Art, sei es Lob oder konstruktive Anregungen.

Hans-Jürgen



   





     

     
Plants are the true rulers - Pflanzen sind die wahren Herrscher.

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Gerne per "Du"

Daniel Scheibenstock

Lieber Hans Jürgen,

Sehr informativ 💪 jetzt weiß ich was gegen Vampire zu tun ist🥳

Die Struktur Holzstrahl ist wahrscheinlich nur bei Bäumen und dickeren Teilen zu finden?

Vielen Dank für den Schönen Beitrag,

Lg Daniel
Leica DMRB HC (DL, Pol, DIC, PH)
Motic BA310 LED (DL: PH; DF;POL, AL: POL)
Zeiss Universal (DL: Fluo; POL AL: Fluo,POL. DIC)
Zeiss IM35 (DL; PH; Fluo;POL)
Olympus SZX12
Bresser Stereolupe

Vorstellung: https://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=48126.0

Peter T.

Lieber Hans-Jürgen,

toller Beitrag, sowohl was Gewehre, Vampire als auch die Aufnahmen angeht. ;)

Was mich besonders beeindruckt hat, ist die (Nicht)färbung des Periderms (Bild 20), so etwas sieht man wirklich selten.
Mein Favorit ist aber Bild 29, die Fluoreszenz der Steinzellen. Grandios!

Natürlich freut sich die Botanik-Liste bereits auf diese Esche!


Herzliche Grüße aus dem endlich wieder etwas sonnigeren München

Peter

Hans-Jürgen Koch

#3
Hallo Daniel und Peter,

danke für euer Feedback.

@ Daniel,

Holzstrahlen (auch Markstrahlen genannt) gibt es auch bei jüngeren Bäumen.

@ Peter,

zum Vampir kann ich sehr wenig sagen.

Gewehrschäfte aus Eschenholz sind etwas besonderes, Büchsenmacher wenden spezielle Techniken an, um die Einstellung zu verändern.

Das Einstellen (Biegen oder Schränken) eines Gewehrschafts in heißem Öl ist eine traditionelle Büchsenmacher-Methode, um zzzden Schaftwinkel — speziell bei Flinten — an den Anschlag des Schützen anzupassen. Dabei wird heißes Öl über den Bereich geleitet, um das Holz weich zu machen, bevor es mechanisch gebogen wird.

Für Rechtsschützen wird der Schaft leicht nach rechts geschränkt, damit das Auge genau hinter die Visierschiene wandert.

Da Holz ein "Gedächtnis" hat, kann sich die Biegung nach vielen Jahren minimal zurückstellen.

Gruß aus  Weyhe

Hans-Jürgen
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Jürgen Boschert

Lieber Hans-Jürgen,

wieder wunderbar!

Die Fluoreszenzaufnahmen sind sagenhaft.
Beste Grüße !

JB

Hans-Jürgen Koch

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