Wie Honig analysieren?

Begonnen von Thomas Böder, August 31, 2026, 09:00:10 VORMITTAG

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Thomas Böder

Moin ihr Lieben,

ein guter Freund von mir ist seit Kurzem Imker.
Da er natürlich weiß, dass ich mit reichlich Mikroskopen ausgestattet bin, kam die Frage auf, ob ich seinen Honig auf Pollen analysieren könnte.
Theoretisch geht das wohl.
Datenbänke für Pollen wird es sicherlich geben.
Wie gehe ich aber bei der Probenvorbereitung vor?
Gefühlt würde ich sagen, Honig in Wasser verdünnen, zentrifugieren, wieder verdünnen usw.
Und dann den Bodensatz pipettieren und ab unter das Mikroskop.
Passt das so?

Grüße, Thomas.
Hauptmikroskope: Leitz Panphot, Ortholux, Zeiss Nf u. Technival u. Citoval 2, Reichert Zetopan
Kleinmikroskope: reichlich...

RainerTeubner

Hallo Thomas,

im MIKROKOSMOS gab es mal einige Artikel zu dem Thema, die Vorschriften sind praxisnah und amateurfreundlich, den Artikel der MVM sollte man nicht vergessen.Pollen sammeln und präparieren.pdf

Viele Grüße!

Rainer
Mikroskop: Carl Zeiss Standard Universal
Bildbearbeitung: Gimp, Helicon focus und picolay
Kamera: Canon EOS 5D II

hajowemo

#2
Lieber Thomas,
im Anhang eine Doku von mir.
Lieben Gruß
Jochen
Vorstellung
Homepage www.mikroskopie-hobby.de
Gerne per "Du"
Man sieht nur mit dem Herzen gut.
Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.

Thomas Böder

Hauptmikroskope: Leitz Panphot, Ortholux, Zeiss Nf u. Technival u. Citoval 2, Reichert Zetopan
Kleinmikroskope: reichlich...

Peter V.

Hallo,

und wenn Du es genau wissen willst:

https://www.academia.edu/36119604/Illustrated_Pollen_Terminology

480 Seiten, reichlich bebildert. Für "umme"...

Herzliche Grüße
Peter
Dieses Posting ist frei von kultureller Aneigung, vegan und wurde CO2-frei erstellt. Für 100 Posts lasse ich ein Gänseblümchen in Ecuador pflanzen.

hajowemo

#5
Hallo,
Noch was.
Gruß Jochen
Vorstellung
Homepage www.mikroskopie-hobby.de
Gerne per "Du"
Man sieht nur mit dem Herzen gut.
Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.

dicentra

Hallo Thomas,

wenn es um Honiganalyse geht wäre der Mann, der als "Astore" hier im Forum auftritt, ein guter Ansprechpartner. Er ist selbst auch Imker und hat bei einem unserer TMG-Treffen schon mal über das Thema sehr interessant referiert.

Viele Grüße,
Oli

Carsten Wieczorrek

Hallo,
Wer es verbindlich haben möchte, schaue hier nach:
DIN 10760, Untersuchung von Honig - Bestimmung der relativen Pollenhäufigkeit.
Carsten
Für's grobe : GSZ 1
Zum Durchsehen : Amplival Hellfeld, Dunkelfeld, INKO, Phasenkontrast
Zum Draufsehen : Vertival Hellfeld, Dunkelfeld
Zum Polarisieren : Amplival Pol u Auf-/Durchlicht
Für psychedelische Farben : Fluoval 2 Auflichtfluoreszenz
Für farbige Streifen : Epival Interphako

Peter V.

Hallo,

 ;D  ...wäre auch ein Wunder, wenn es dafür nicht auch eine DIN gäbe!

Genormte Grüße
Peter
Dieses Posting ist frei von kultureller Aneigung, vegan und wurde CO2-frei erstellt. Für 100 Posts lasse ich ein Gänseblümchen in Ecuador pflanzen.

witweb

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Leitz Orthoplan mit Ploemopak 2.1
Lomo Biolam, Motic SMZ-168
Canon EOS 750D
https://mikrokristalle.net
https://www.youtube.com/@Mikrokristalle

Gerd Schmahl

Hallo,
Jochen hat ja schon sehr schönes Material geliefert. In seiner Doku sind auch Literaturangeben. Ich möchte hier besonders verweisen auf
,,Apidologie der Methodik der Melissopalyologie" von 1970
der Internationalen Kommission für Bienenbotanik der I.U.B.S.
von J. LOUVEAUX, Anna MAURIZIO und G. VORWOHL.

Darin wird unterschieden zwischen der "Laborprobe" (mindestens 100g besser 200g)
und der "Testprobe" (10g auf 0,1g genau abgewogen).
Wichtig ist in diesem Zusammenhang, dass die Testprobe erst nach gründlichen Aufrühren der Laborprobe aus dieser gewonnen wird, da sich Pollen und andere Honigbestandteile absetzen (und das unterschiedlich schnell), wenn der Honig flüssig ins Glas gegeben wird. In der Praxis ist immer ein ganzes Glas Honig gut aufzurühren, wenn man belastbare Ergebnisse erhalten will. Schließlich geht es dabei auch um eine quantitative und nicht nur um eine qualitative Analyse der Pollen. Die Anteile der einzelnen Pollenarten entscheiden darüber, wie der Honig deklariert und in Verkehr gebracht werden darf. Da Bienen natürlich immer viele Quellen nutzen, ist die Sortenabgrenzung immer an Grenzwerte gebunden. Für das öffentliche Inverkehrbringen, also für den Verkauf ist deshalb immer eine Honiganalyse von einem zertifizierten Labor notwendig. Natürlich wird jeder Hobbyimker, der die Möglichkeit dazu hat, seinen Honig auch mal selber analysieren wollen, aber immer dann, wenn der Honig öffentlich als Sortenhonig (Lindenblütenhonig, Rapshonig, Waldhonig) verkauft wird, kommt man um ein zertifiziertes Labor nicht umhin.
LG Gerd
Man sagt der Teufel sei, im Detail versteckt,
doch hab' ich mit dem Mikroskop viel Göttliches entdeckt.