schlichter Betrug ? ? ? - Nachtrag

Begonnen von Jens Jö, August 30, 2010, 10:28:35 VORMITTAG

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Peter V.

#15
Hallo!

Da es hier ja noch friedlich zugeht, darf ich vielleicht noch - wenn auch ot - Stellung nehmen:

Grundsätzlich reicht es aus, wenn der Heilpraktiker vor dem Gesundheitsamt nachweist, dass er "keine Gefahr für die Volksgesundheit darstellt". Dazu reichte es vor Jahren noch, wenn man auf dem Gesundheitsamt angab, zu wissen, dass man als Heilpraktiker keine Krebserkrankungen und keine Geschlechtskrankheiten behandeln dürfe.

http://de.wikipedia.org/wiki/Heilpraktiker

Mittlerweile gibt es schon etwas detalliertere Prüfungen, die allerdings auch lediglich dazu dienen, zu überprüfen, ob der Prüfling über basale Kenntnisse der Anatomie, Physiologie, Krankheitslehre und Hygiene verfügt. Es entspricht vom Umfang her etwa dem Wissen, das auch eine Krankenschwester, Altenpflegekraft oder Arzthelferin zu diesen Themen haben muss.

http://www.heilpraktiker-fragen.de/pruefungsfragen/framen.html

Früher wurde man einfach Heilpraktiker, indem man zum Amtsarzt ging und die Krebs-Geschlechtskrankheiten-Frage beantwortete. Heute werden in aller Regel Heilpraktikerschulen zuvor besucht. Eine "vorgeschriebene oder genormte Ausbildung" ist allerdings auch weiterhin nicht verpflichtend!!

Was das Thema "Therapien" betrifft, muss selbstvertsändlich keinerlei Wissen vorhanden sein, außer, dass er eben Patienten mit bestimmten Erkrankungen nicht ( allein ) behandeln darf. In diesem Bereich kann der Heilpraktiker weitestgehend tun und lassen, was er will ( und darf ja auch erstaunlich viel, z.B. i.m.-Injektionen ).

Ein Kuriosum am Rande: Physiotherapeuten ( "Krankengymnasten" ) haben mittlerweile eine hochqualifizierte medizinische Ausbildung, in manchen Ländern ist das gar ein Hochschulstudienfach. Dennoch erzählte mir letztlich eine Physiotherapeutin, dass sie primär aus dem Grunde nach ein paar Jahren in eigener Praxis zusätzlich eine Heilpraktikerschule besucht und die Prüfung abgelegt habe, weil sie nur als Heilpraktikerin Patienten physiotherapeutisch ohne ärztliche Verordnung behandeln dürfe. Da die Kassen nur bestimmte Anzahlen von krankengymnastischen Behandlungen bezahlen, bäten oft Patienten, diese fortzuführen und seien bereit, diese auch privat zu zahlen, da der Arzt keine weitere Verordnung ausstellen dürfe. Und genau das dürfe sie als alleinige Physiotherapeuten nicht - als Heilpraktikerin dürfe sie das selbstverständlich! Schon ein wenig abstrus - oder?

Herzliche Grüße
Peter


Dieses Posting ist frei von kultureller Aneigung, vegan und wurde CO2-frei erstellt. Für 100 Posts lasse ich ein Gänseblümchen in Ecuador pflanzen.

Jürgen

Guten Morgen zusammen,

hier wird ja ziemlich auf die Heilpraktiker-Zunft und die Homöopathie eingeschlagen. Dann oute ich mich mal als "Fan" der alternativen Medizin!

Kurz mal ein paar Anmerkungen zu den von mir und meiner Familie gemachten Erfahrungen:

- Gute Schulmediziner zu finden ist oft genauso schwierig, wie gute Homöopathen/Heilprkatiker. Meine "Leiden" (Gelenkprobleme von den Füßen bis zur Wirbelsäule, Darmprobleme) wurden jahrzehntelang von der Schulmedizin falsch behandelt (Schuheinlagen, Spritzen, 10xKrankengymnastik auf Rezept). Bereits bei der Anamnese äußerte mein Heilpraktiker eine Vermutung, woher die Probleme kommen. Diese Vermutung bestätigte sich bei der ersten körperlichen Behandlung. Nun trage ich seit 10 Jahre keine Einlagen mehr, bin schmerzfrei und meine Darmprobleme sind Geschichte. Da können mir doch alle Orthopäden und Schulmediziner, die mich in meinen ersten 30 Lebensjahren verpfuscht haben, allesamt den Buckel runterrutschen.

- Meine Frau hat durch die Heilpraktikerbehandlung ihre Allergie-Probleme weitestgehend in den Griff bekommen.

- Meine drei Kinder werden von einer Kinderärztin (mit Kassenzulassung!) betreut. Die Behandlung erfolgt aber fast ausschließlich homöopathisch. Ob das jetzt der Placeboeffekt ist oder nicht ist mir eigentlich egal. Wenn ich aber sehe, wie andere Kinder bei jeder kleinen Mittelohr- oder Mandelentzündung mit Antibiotika vollgestopft werden, kann ich nur mit dem Kopf schütteln. Derartige Erkrankungen werden bei uns homöopathisch behandelt und was soll ich sagen: meine Kinder leben noch und sind immer mindestens genauso schnell gesund und schmerzfrei wie die mit Antibiotika behandelten Kinder.

- Unsere Kinderärztin und unser Heilpraktiker kennen ihre Grenzen und verweisen uns bei schwerwiegenden Krankheiten an Fachärzte. Unser Heilpraktiker würde z. B. nie eine Krebserkrankung alleine behandeln wollen. Unterstützend würde ich seine Dienste aber in Anspruch nehmen.

Fazit für mich: Meiner Erfahrung nach hat die Alternativmedizin in vielen Bereichen sehr wohl eine Berechtigung und wirkt oftmals genausogut oder sogar besser und schonender als die Schulmedizin. Oftmals ist die Behandlung auch noch günstiger.

Um beim Thema zu bleiben: Die Blutuntersuchung nach Enderlein macht mein Heilpraktiker (aus gutem Grund?) nicht.

Und ebenfalls zum Thema: Nein wir fühlen uns nicht betrogen. Im Gegenteil fühle ich mich eher oft von der Schulmedizin betrogen, die oftmals nur Symptome behandelt und den Urschachen einer Erkrankung nicht auf den Grund geht. Da fühle ich mich bei der Alternativmedizin mit dem Grundsatz der ganzheitlichen Behandlung besser aufgehoben.

Viele Grüße
Jürgen

Chipart

Lieber Jürgen,

erstmal Danke, dass Du Dich traust, auch ein positives Statement abzugeben. Man sieht an den objektiven Zahlen, dass es viele Leute in Deutschland gibt, die denken wie Du, aber in einem solchen eher wissenschaftlich geprägtem Forum trauen sie sich einfach nicht, sich zu "outen".


Ein paar Gedanken zu dem, was Du geschrieben hast:
- Es fällt mir schwer, zu glauben, das es jemanden gibt, der tatsächlich Fan der Alternativen Medizin ist. Hierfür ist dieser Begriff viel zu unbestimmt und enthält auch Bereiche, bei denen man wirklich an der Vernunft der Anhänger ernsthaft zweifeln muss (einige davon wurden ja schon in Vorbeiträgen genannt).
- Es freut mich, dass Du einen Therapeuten gefunden hast, der Deine Gesundheitsprobleme lösen konnte. Gerade bei unspezifischen Schmerzproblemen bekleckern sich viele "Schulmediziner" nicht gerade mit Ruhm. Und gerade für solche Erkrankungen gilt: Ein sehr guter Heilpraktiker ist allemal besser, als ein sehr schlechter Schulmediziner.
- Das daneben viele Krankheitsbilder wie "Darmprobleme" oder "Allergien" auch psychosomatische Ursachen haben und es bei deren chronischen Formen oft wie Du selbst schreibst mehr darum geht, die Probleme "in den Griff zu bekommen", als die Krankheit wirklich zu heilen, hat auch die Schulmedizin (wenngleich och noch nicht alle Schulmediziner) in der Zwischenzeit verstanden. Diese steht nur (auch) vor dem Problem, dass für viele Menschen eine Überweisung zu einem Psychotherapeuthen asl ehrenrührig empfunden wird, während man den Heilpraktiker für genau die gleiche Leistung, nämlich Gesprächstherapie, sogar noch aus eigener Tasche bezahlt.
- Bei Mittelohr- und Mandelentzündung gehen meine Kinder überhaupt nicht zum Arzt, weder zum Schulmediziner, noch zum Homöophathen. Nur bei Anzeichen auch bakterielle Infektionen geht's dahin und dann sind Antibiotika auch notwendig. Aber natürlich verwenden auch wir sehr erfolgreich homöophatische Mittel: Sowohl bei Beulen und blauen Flecken, als auch bei Reiseübelkeit nehmen sie extrem erfolgreich garantiert (Neben-)Wirkungsfreie Globuli und die ganze Familie erfreut sich am Plazeboefekt.   


Gruss,
Chip


P.S.: Das ist zwar alles total OT, ich hoffe aber dennoch, dass die Mods diesen Thread offen lassen, so lange die Diskussion hier vernünftig weiter geführt wird. Es stört doch auch keinen.

Peter V.

#18
Liebe Freunde der Heilpraktik,

solange der Heilpraktiker sich auf seriöse Diagnostik ( und eben nicht so einen Enderleinquatsch und Co. )  beschränkt und im Rahmen seiner Fähigkeiten per "Zuwendung", mittls Gesprächen und gewissermasen "psychsomatisch" tätig wird ( was durchaus sicherlich gute Erfolge bringen kann! ) bin ich der Letzte, der etwas dagegen einzuwenden hat. Auch nicht gegen die Homöapathie, die eben ( über Placeboeffekte ) auch sehr wirksam sein kann, solange mir nur niemand ernsthaft mit den Wassergedächtnistheorien etc. ankommt.

Und viele Ärzte nutzen oft auch selbst den oft wirklich sehr positiven Placeoeffekt, nicht selten wird in "aussichtslosen" Fällen auch mal ein 1 ml Kochsalzlösung in den Gesäßmuskel versenkt  ;) Und wären nicht die Phyopharmaka von der Erstattung durch die Kasse ausgeschlossen....aber ich erwähnte das ja schon einmal.
Wobei interessant ist, dass die Patienten, die zum Teil sehr viel Geld beim Heilpraktiker lassen, sich bei Arzt über jedewede notwendige Zuzahlung köstlich aufregen.

Warum fühlen sich manche Patienten beim Heilpraktiker besser aufgehoben als beim Arzt? Neben den vielen bekannten Faktoren ( Zeitmangel in der Schulmedizin, Massenabfertigung ) spielt vielleicht auch der alte Spurch "Wat nix kost, is auch nix" eine Rolle.
Ein erfahrener Pychiater sagte mir einmal, es sei bekannt, das die beste Psychotheraopie die sei, die nicht von der Kasse ( auch nicht privaten Krankenkasse ) übernommen werde. Patienten, die solche Sitzungen aus wirklich eigener Tasche bezahlen, seien erheblich motivierter, zielführend mitzuarbeiten.

In einem kleinen westerwäldischen Dorf gab es in den 70er Jahren einen Heilpraktiker, der in einem Fabrikgebäude mit einer Laderampe praktizierte, man nannte ihn daher den "Rampendoktor". Wenn die einzige Allgemeinarztpraxis im Dorf morgens wieder einmal völlig überlaufen war, pflegte der knorrige Arzt ins übefüllte Wartezimmer zu rufen "Wer ernsthaft krank ist, bleibt jetzt hier. Der Rest mit den kleinen Zipperlein ab zum Rampendoktor". So gut und pragmatisch kann die Kooperation Schulmedizin/Heilpraktik funktionieren. :D

Herzliche Grüße
Peter





Dieses Posting ist frei von kultureller Aneigung, vegan und wurde CO2-frei erstellt. Für 100 Posts lasse ich ein Gänseblümchen in Ecuador pflanzen.

Ortholuxianer

Liebe Gläubige und Skeptiker ;),

auch in der wissenschaftlichen Medizin werden Placebos eingesetzt, man kann sie sogar auf Rezept verordnen (gibt es inklusiver schöner Schachtel samt Beipackzettel mit Nebenwirkungen usw...!). Viele Ärzte haben Placebos schon eingesetzt, es gibt einige Studien dazu (rote Placebos wirken besser als weiße, Placebo rektal ist besser als oral etc, i.m. natürlich noch besser - Fazit: je invasiver man ein Placebo appliziert, desto besser seine Wirksamkeit).

Ich denke, wie auch schon hier öfters geäußert - dass es Raum für beide Formen der Medizin gibt, solange die Behandelnden ihre Grenzen kennen.

Das Problem mit den eigenen Grenzen ist sicherlich bei den Heilpraktikern schwieriger zu bewerten - wo man keinen Wirknachweis-/Mechanismus nachweisen kann, ist die Umkehrung natürlich häufig ebenso schwierig ("Soll erstmal jemand nachweisen, dass die Lecher-Antenne nicht wirkt").

Vielleicht haben einige schon von dem Psi-Test gehört, der an der Uni Würzburg durchgeführt wird sowie vom James Randi Contest - hier wurden 10 000 € bzw. 1 Million Dollar ausgesetzt für denjenigen, der unter wissenschaftlich kontrollierten Bedingungen eine paranormale Fähigkeit nachweisen kann. Es gab Wünschelrutengänger, Homöopathen, Wasser-Energisierer u.a. - letztlich konnten bisher keiner der Preise je vergeben werden...
Auch der bevorzugte Heilpraktiker eines meiner Familienmitgliedes hat dabei teilgenommen, sehr von seinen eigenen Fähigkeiten und der Aussicht auf 1 Million überzeugt - letztlich mit dem gleichen Erfolg wie alle bisherigen Teilnehmer auch. Der Mißerfolg hat ihn aber nicht seine grundsätzlichen Fähigkeiten bzw. Methoden in Frage stellen lassen - soviel zum Thema Selbstreflexion...

Ein interessantes Video gibt es dazu auf youtube
http://www.youtube.com/watch?v=PwS0OW7TBUg

Nachtrag zu Enderlein: Bei einer bakteriellen Sepsis ist die Erregerlast i.d.R. weniger als 1-10 koloniebildene Einheiten pro ml Blut! Man kann es sich also leicht ausrechnen, wie wahrscheinlich es ist, in 10µl-25µl eingesetztem Blutvolumen auf einem Objektträger ein Bakterium zu finden (zumal bei einem Patienten, der noch in der Lage ist, in eine Heilpraktiker-Praxis zu gehen, d.h. ohne schwere Sepsis). Bei einer Fungämie ist die Dichte sogar noch geringer!
Genau deshalb werden in der Medizin auch kulturelle Verfahren eingesetzt (Blutkultur), die erstmal bei optimalen Bedingungen eine Erregervermehrung ermöglichen, um sie dann mikroskopisch und später auf Festmedien kulturell nachweisen zu können. Wenn Enderlein funktionieren würde, stände so ein Mikroskop wohl auf jeder Intensivstation.

Viele Grüße,

Axel


Holger Adelmann

Liebe Kollegen,

voellig wertfrei moechte ich auf diesen Webauftritt des leider frueh verstorbenen Klaus Janus hinweisen, mit dem ich einige (nette) Debatten zum Thema Blutdiagnostik auf den Mikroskopietagen in Hagen hatte:

http://www.iape.de/html_ger/frameset_ger.htm

Viel Spass
Holger


Georg Abele


Ein Patient der traut nur widerwillig
dem Arzt, ders schmerzlos macht und billig.
Lass nie den alten Grundsatz rosten:
Es muss A wehtun, B was kosten.
Eugen Roth

Grüße, Georg Abele

P.S.: Insiderwissen der Pharmaforschung: Schwerste Schmerzmittel wirken im Doppeltblindversuch nur marginal besser als Plazebos.
www.duennschliff.com  www.thin-section.com  Gute Ideen sind fast immer einfach.

Kathleen

Lieber Herr Abele!

ZitatP.S.: Insiderwissen der Pharmaforschung: Schwerste Schmerzmittel wirken im Doppeltblindversuch nur marginal besser als Plazebos.
P.S.: Insiderwissen von Betroffenen: Äusserst fragwürdige Aussage!!!

Grüße,
Kathleen

Peter V.

#23
ZitatEin Patient der traut nur widerwillig
dem Arzt, ders schmerzlos macht und billig.
Lass nie den alten Grundsatz rosten:
Es muss A wehtun, B was kosten.
Eugen Roth

Danke, Georg, für dieses schöne Zitat, das ich noch gar nicht kannte - besser kann man es nicht auf den Punkt bringen!!! ( Die Kernaussage stimmt wirklich! ). Typisch Eugen Roth, der menschliche Eigenschaften genau so trefflich und pointiert darstellen konnte wie Loriot.
Jeder Arzt weiss z.B. aus Erfahrung, dass Patienten bei Schmerzen oftmals lieber "eine Spritze" möchten als Tabletten.

Allerdings ist die Aussage
ZitatP.S.: Insiderwissen der Pharmaforschung: Schwerste Schmerzmittel wirken im Doppeltblindversuch nur marginal besser als Plazebos.
etwas "sarrazinistisch": Das mag tatsächlich für bestimmte chronische / pysychosomatische oder leichte Schmerzformen gelten, allerdings kann man dieses Statement in seiner Einfachheit so keineswegs stehenlassen. Bei Tumorschmerz, traumatischen Schmerzen etc. ist eine solche Aussage natürlich Unsinn. "Schmerz" ist eines der komplexesten Phänomene unseres Körpers, wobei hier zweifellos auch Placebowirkungen, psychischer Zustand etc. einen besonders hohen Stellenwert haben. Das beginnt schon in der Kindheit mit dem "Pusten" der Mama auf "Aua-Stellen".

Herzliche Grüße
Peter
Dieses Posting ist frei von kultureller Aneigung, vegan und wurde CO2-frei erstellt. Für 100 Posts lasse ich ein Gänseblümchen in Ecuador pflanzen.

Georg Abele

ZitatP.S.: Insiderwissen der Pharmaforschung: Schwerste Schmerzmittel wirken im Doppeltblindversuch nur marginal besser als Plazebos.

Ich nehme diese Aussage, soweit sie "echte Patienten" betrifft, in dieser Form als Unsinn zurück. Diese Aussage bezog sich auf zur Prüfung der Wirksamkeit von Schmerzmitteln an freiwilligen Probanten künstlich standartisiert herbeigeführte Schmerzen. Ich vergaß dies zu erwähnen. Die Aussage stammt nicht von mir, sonden von in der Pharmaforschung tätigen Personen.

Grüße, Georg Abele
www.duennschliff.com  www.thin-section.com  Gute Ideen sind fast immer einfach.