Noch ein RAW-Frage....

Begonnen von Peter V., Juni 06, 2011, 07:40:28 VORMITTAG

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Peter V.

Hallo!

Bislang habe ich mich noch nie mit dem RAW-Format beschäftigt, deshalb die Frage an die Erfahrenen hier:

1) Ich kann in meinen diversen "alten" PS- und PSElements-Versionen keine RAWs öffnen, weil es keine passenden Plugins für aktuelle Digitalkameras gibt.  Ich kann sie nur im von Canon mitgelieferten Programm öffnen, sie als z.B. 8- oder 16-Bit-TIFF abspeichern und das dann in PS oder PSElements öffnen.
Macht das Sinn ( im Vergleich zur Verwendung von Kamera-JPGs )?
Sidn die "Verluste" bei Abspeichern als TIFF irrelevant?

2) Zur Verwendung meines Entrauschungsprogramms NeatImage kann ich nur 8-Bit-Dateien verwenden. Ich muss also entweder bereits im Canon-Programm nur als 8-Bit-TIFF speichern oder die Tiefe in Photoshop auf 8 Bit reduzieren.

Macht die Verwendung des RAW-Formates auch noch Sinn, wenn ich nur mit 8 Bit arbeite?

Herzliche Grüße
Peter
Dieses Posting ist frei von kultureller Aneigung, vegan und wurde CO2-frei erstellt. Für 100 Posts lasse ich ein Gänseblümchen in Ecuador pflanzen.

Denis

Hallo Peter,

guck mal hier: http://fotonoma.de/bildbearbeitung/raw-bildbearbeitung/camera-raw-6-4-als-release-candidate/

Das ist ein Plugin für Photoshop, mit dem du die Raw-Bilder importieren kannst.

Gruss
Denis

Peter V.

Hallo Dennis,

Ja,ja, - für Photoshop CS5, aber nicht für die von mir verwendete Uropa-Version 7.0!

Herzliche Grüße
Peter

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Stefan_O

Dann solltest Du wenigstens NeatImage updaten, die 7er Version kann 16bit TIFFs sogar in der HOME-Edition und 32 bit als Pro Version. Die 34 EUR sollten es wert sein, wenn Du die Entrauschung unbedingt brauchst. Auf 8 bit reduzieren würde ich nicht. Ausser den Meta-Daten wirst Du eigentlich nichts verlieren, wenn Du von RAW auf unkomprimiertes TIFF wechselst. (Meine Meinung, nicht unbedingd ein Fakt). Ansonsten wäre Capture One auch eine Investitions-Alternative.

Gruss,
Stefan

Rawfoto

Hallo Peter

Wenn es Dir um Qualitaet im Workflow geht fuehrt kein Weg um Raw herum. Dann verwendet der Qualitaetsfanatiker aber auch einen eigenen RAW-Konverter (z.B. Capture One Pro, der defakto Standard bei den Profis) und man fuehrt so viele Optimierungen wie nur moeglich bereits in diesem RAW-Konverter durch. Dann gehts in den Photoshop und dort wird die Optimierung dann zwar im TIFF (16 Bit) aber mittels Steuerungsebenen und Alphakanaelen durchgefuehrt um die Interpolation nur bei zusammenrechnen der Ebenen zu haben und innerhalb der Ebene feinkorrekturen durchfuehren zu koennen ...

Wenn man so arbeitet und noch dazu die passenden Profile fuer Kamera, Bildschirm und Ausgabegeraete hat ist man im Highend-Bereich ...

Ob Du das fuer Deine Verwendung brauchst ist eine andere Frage die nur Du selbst beantworten kannst ...

Der Raw-Konverter hat ein eingebautet Rauschunterdrueckungsmodul und erreicht ( da er direkt auf die RAW-Daten losgeht) sicher eine bessere Qualitaet wie Dein derzeit verwendetes Tool!

Aber Achtung, nocht jeder braucht den Aufwand. In der Pressefotogrfafie werden fast keine RAWs gemacht, das ist zu zeitaufwaendig und im Zeitungsdruck kommt es nicht auf die volle Qualitaet an ...

Wenn man in Richtung RAWs geht muss man sich auch einiges an zusaetzlichem Wissen aneignen um die Vorteile nuetzen zu koennen. Eine Grundvoraussetzung um das nuetzen zu koennen ist ein Bildschirm der den Zielfarbraum moeglichst linear darstellen kann und der muss dann auch noch HW-Kalibriert und mit einem vermessenen Monitorprofil betrieben werden!

Es zahlt sich aber aus den Irrsinn zu betreiben. Die meisten meiner Workshopteilnehmer bleiben dei RAW und versrehen nicht warum sie je JPGs aufgenommen haben. jPG hat seine Vorteile bei der Uebergabe bereits optimierter Daten an eine Druckere, ein Labor welches eine Ausbelichtung anfertigen soll usw. ...

:-)

Gerhard
Gerhard
http://www.naturfoto-zimmert.at

Rückmeldung sind willkommen, ich bin jederzeit an Weiterentwicklung interessiert, Vorschläge zur Verbesserungen und Varianten meiner eingestellten Bilder sind daher keinerlei Problem für mich ...

Chipart

Um jetzt auch noch konkret auf die Frage von Peter einzugehen:

Photoshop verwendet intern immer ein Bitmap-Format wie TIFF, nie direkt RAW Daten. In so fern ist es - auch unter Qualitätsgesichtspunkten - für die Bearbeitung in PS völlig egal, ob Du die RAW-Daten der Kamera mit dem Hersteller-Tool, einem Dritttool (Phase One, Aperture, Lightroom, etc.) oder dem "Raw-Plugin" von PS in TIFF (oder ein anderes verlustfreies Bitmap-Format) wandelst.

8 oder 16 bit Tiff ist hingegen nicht egal.

Gurss, Chip

Rawfoto

Hallo Chip

Ich wiederspreche Dir ja nun ungerne, aber, natuerlich kann Photoshop auch mit RAW-Daten umgehen. Er beinhaltet die selbe engine wie Lightroom ...

Erst wenn die RAWs entwickelt sind hast Du recht, es ist also ein Minirawkonverter eingebaut und der ist unmittelbarer Bestandteil von Photoshop!

:-)

Gerhard
Gerhard
http://www.naturfoto-zimmert.at

Rückmeldung sind willkommen, ich bin jederzeit an Weiterentwicklung interessiert, Vorschläge zur Verbesserungen und Varianten meiner eingestellten Bilder sind daher keinerlei Problem für mich ...

Bernd

Hallo Peter,

im Canon Digital Photo Professional gibt es unter Extras die Funktion "Zu Photoshop übertragen". Hast du ausprobiert, ob das auch mit 7.0 funktioniert?

Viele Grüße
Bernd

Peter V.

Zitat von: Bernd in Juni 07, 2011, 20:22:10 NACHMITTAGS
Hallo Peter,

im Canon Digital Photo Professional gibt es unter Extras die Funktion "Zu Photoshop übertragen". Hast du ausprobiert, ob das auch mit 7.0 funktioniert?

Viele Grüße
Bernd

Hallo Bernd,

ja, funktioniert!
Danke für den Hinweis.

Herliche Grüße
Peter
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Peter V.

Hallo,

noch eine Verständnisfrage an die zahlreichen Profi-Fotografen und -bildbearbeiter unter uns:

Wenn ich RAW-Bild aus dem Canon-Programm mit der entsprechenden Futnkion heraus an Photoshop "übergebe",l öffnet es sich dort als TIFF. Kann ich denn davon ausgehen, dass dieses TIFF noch den vollen Informationsgehalt des RAWs hat?

Wie sieht das denn bei neueren PS-Versionen aus, wenn das RAW-Plugin installiert ist und damit ein RAW geööfnet wird: Wiue erscheint es dann in Photoshop? Auch als TIFF?

Herzliche Grüße
Peter

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bewie

Hallo Peter,

Ein RAW-Bild wird automatisch mit dem RAW-Modul von PS CS5 geöffnet. Dessen Methoden stehen dann zur Verfügung, um das Bild zu entwickeln. Mit der eigentlichen Bearbeitung im Photoshop hat das nichts zu tun und man kann vom RAW-Modul aus auch nicht auf die Photoshop-Funktionen und Bearbeitungsmöglichkeiten zugreifen, sondern nur RAW-spezifische Bearbeitungsmöglichkeiten des Moduls. Die sind nicht auf typische Bildbearbeitung, sondern auf das Entwickeln der Bilder ausgerichtet. Man kann also - ähnlich wie früher in der Dunkelkammer - Farbwerte, Helligkeit, Gradation verändern, schärfen oder unschärfer machen, das Bild drehen und so weiter. Und anschließend verlustfrei abspeichern, weil immer die ursprünglichen RAW-Daten abgelegt und die Bearbeitungsschritte bzw. Entwicklungseinstellungen zusätzlich dazu gespeichert werden.

Man kann das Bild aus dem RAW-Modul auch direkt an den Photoshop selbst übergeben. Dazu wird es dann aber unter Berücksichtigung der eingestellten Parameter entwickelt und auf eine RGB-Matrix reduziert. Man kann allerdings wählen, ob man statt der 8 Bit lieber 16 Bit pro Farbkanal haben möchte, und damit den Verlust an Informationen geringer halten. Das RGB-Bild mit 16 Bit Kanaltiefe kann man dann wie üblich in Photoshop bearbeiten (mit geringen Einschränkungen, da einzelne Funktionen bei dieser Kanaltiefe nicht verfügbar sind).

So viel zum Grundsätzlichen, natürlich könnte man im Detail noch sehr viel mehr dazu schreiben. Insgesamt bietet Photoshop CS5 zusammen mit Bridge eine Menge komfortabler Funktionen für RAW-Dateien. Aber vor einer Weiterbearbeitung mit Photoshop steht immer die oben beschriebene U'mwandlung.

Herzliche Grüße
Bernd