Ausleuchtung Zeiss Neofluar 63/1,25 (160/-)

Begonnen von infusorien, Juli 12, 2011, 10:42:39 VORMITTAG

Vorheriges Thema - Nächstes Thema

infusorien

Bernd,

ich denke die Sache ist geklärt worden. Ich gehe jetzt davon aus, dass das 63/1,25 eine Aperturblende besitzt, die - mit der Bertrand-Linse betrachtet - etwas kleiner erscheint als die Hinterlinse. Im Unterschied dazu erscheint z.B. bei einem Neofluar 40/0,75 die gesamte Hinterlinse ausgeleuchtet.

Viele Grüsse
Gerd

Nomarski

Hallo Gerd,

man sieht mit der Bertrandlinse eigentlich die Austrittspupille vollständig bis zum Rand bei jedem Objektiv, auch beim Planapo 63 mit der Apertur 1,4.
Wie sollte man sonst prüfen können, ob die Objektive in Ordnung sind und nicht etwa am Rande Delaminationen aufweisen?
Die Austrittspupille vom Neofluar 40/0,75 auszuleuchten schafft man mit dem 1,4er Kondensor auch schon ohne Immersion, da der Strahlenkegel einen kleineren Winkel hat.

Viele Grüße
Bernd

infusorien

Hallo,

einen Teil der beobachteten Phänomene konnte ich jetzt wohl klären:
Ich hatte bei der Beobachtung der Apertur-Ausleuchtung des 63/1,25 stets ein Präparat der Fa. Lieder benutzt. Es war das Diatomeen-Testpräparat DTS 06. Hier gibt es nun eine Variante A (Einschluss in Luft) und B (Einschluss in Balsam). Vermutlich habe ich die Variante A (Angabe von Lieder fehlt leider). Lege ich ein in Euparal eigeschlossenes Präparat auf, so kann ich den mit dem Hilfsmikroskop sichtbaren Bereich des Objektivs tatsächlich voll ausleuchten (Vielen Dank Bernd, dass Du so hartnäckig widersprochen hast). Die Apertur wurde also höchstwahrscheinlich von der Luftschicht unter dem Deckglas begrenzt. Wozu wird so ein Präparat überhaupt hergestellt, da man ja zur Auflösung der Strukturen sehr hohe Aperturen braucht?

Weiterhin rätselhaft bleibt die Tatsache, dass ich weiterhin bei vollständig ausgeleuchteter Apertur des 63/1,25 (Hilfslinse ausgeklappt) keine Einstellung nach Köhler hinbekomme. Könnte es evtl. daran liegen, dass die Linse im Stativfuss (in der Einheit mit Leuchtfeldblende und Umlenkspiegel) nicht zum Kondensor passt?

Viele Grüsse

Gerd

infusorien

Hier noch Bilder, die ich durchs Hilfsfernrohr aufgenommen habe:

1. Lieder Präparat (Lufteinschluss), maximal mögliche Ausleuchtung ohne Hilfslinse


2. Präparat mit Euparal-Einschluss, maximal mögliche Ausleuchtung ohne Hilfslinse


3. Präparat mit Euparal-Einschluss, Ausleuchtung mit Hilfslinse, Einstellung nach Köhler


Gerd

Nomarski

#19
Hallo Gerd,

ZitatWeiterhin rätselhaft bleibt die Tatsache, dass ich weiterhin bei vollständig ausgeleuchteter Apertur des 63/1,25 (Hilfslinse ausgeklappt) keine Einstellung nach Köhler hinbekomme. Könnte es evtl. daran liegen, dass die Linse im Stativfuss (in der Einheit mit Leuchtfeldblende und Umlenkspiegel) nicht zum Kondensor passt?

Es gibt verschiedene Hilfslinsen für die Standards, die alle unterschiedliche Brennweiten und unterschiedliche Positionen zwischen dem Kondensor und der Leuchtfeldblende haben. Zum Beispiel die Hilfslinse I in der dünnen Fassung direkt unter dem Kondensor, die Hilfslinse I in der dicken Fassung eine Etage tiefer, die Hilfslinse IV, die noch weiter unten sitzt und die Hilfslinse EL, die man in die neueren Kondensoren direkt unten einschrauben kann, sofern sie eine Gewindefassung dafür haben.
Und da gibt es noch verschiedene Kondensoren, wie z.B. den 0,9er mit der Klapplinse und den 1,4er zum Immergieren.
Je nach Kombination von Hilfslinse und Kondensor gibt es unterschiedliche "Ausleuchtverhalten" der Brennebenen.

Ich habe nun festgestellt, daß die Köhler-Einstellung nunmal nicht die optimale Brennebenenausleuchtung ergeben muß. Ich nutze sie daher nur, um den Kondensor bequem zentrieren zu können. Danach klappe ich die Hilfslinse meistens aus und stelle die optimale Höhe mit der Bertrandlinse ein, da ich in kritischen Fällen die Objekte, meistens Diatomeen, mit eingeklappter Hilfslinse gar nicht aufgelöst bekomme.

Auf deinem letzten Bild ist jedenfalls zu erkennen, daß die Leuchtfläche der LED nur teilweise abgebildet wird, da die Linsenfassung deines KPl-12,5x-Kollektors scheinbar zu klein ist, wenn er an der Stelle platziert ist. Er müßte also an die Leuchtfeldblende dichter ranrücken können.

Viele Grüße
Bernd