Partikel im Wasser definieren

Begonnen von berni_13, Juli 17, 2011, 12:44:46 NACHMITTAGS

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Tim

#15
Hallo Berni.
Zitat
Gibt es, oder besser gesagt kennst du vielleicht Membranfilter (Firma, Marke) die sich dann wieder Reinigen lassen? Oder muss ich für jede Wasserprobe einen Neuen benutzen?
Solche Filter sind in der Regel Wegwerfartikel. Ausserdem bräuchtest du z.b. eine Nutsche+Saugflasche und Wasserstrahlpumpe mit denen du das Wasser mithilfe von Vakuum durch den Filter "ziehst". Sonst kannst du ewig warten bis nennenswerte Mengen Wasser hindurchgelaufen sind. So was sollte sich aber in jedem Chemie/Biologiesaal einer Schule finden lassen.

ZitatWas ist mit Osmose Filtern muss dann, das Wasser diese mit hohen druck passieren?
Verstehe hier nicht ganz, was genau deine Frage ist. Bei Osmose braucht es immer hohen Druck. Das ist ja gerade der Witz dabei. Der Druck ist es, der das Wasser durch die Membran treibt und die Ionen zurücklässt (bildlich gesprochen). Solche Filter haben aber mit üblichen Filterpapier etc. wenig/nichts gemein.

Da fällt mir grad noch ein: was ist denn mit Staub? Der fällt beim Trocknen auf dem Objekträger nach deiner Methode doch auch in deine Probe?!

Grüße,
Tim

Klaus Herrmann

#16
Zitatwas ist denn mit Staub

das bringt mich auf einen Lösungsansatz: du hast die Probe wahrscheinlich über Nacht offen stehen lassen.

Dann ist es wahrscheinlich Sternenstaub, der bei unbedecktem Himmel permanet auf die Erde rieselt. Bei Andersen ausführlich beschrieben.

Soweit mir bekannt wurde er aber noch nie analysiert, der Dampfdruck ist relativ hoch, so dass er schon morgens verschwunden ist, es bleiben nur ein paar Aschekrümel übrig und die wirst Du gesehen haben.

Vorschlag: Du machst die Untersuchung auf Mount Palomar um möglichst Kontaminationen zu vermeiden, sammelst mindestens 8 Wochen lang die Aschekörnchen. In der Zwischenzeit trollst du dich um in einem Astro-Forum Kontakt mit Sternenstaubexperten aufzunehmen, weil nur die dir helfen können! 8)

Und sag uns wo die Veröffentlichung deiner Forschungsergebnisse kommt!

Viel Erfolg!
Mit herzlichen Mikrogrüßen

Klaus


ich ziehe das freundschaftliche "Du" vor! ∞ λ ¼


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Klaus Herrmann

#17
Hallo Berni,

Du hast einen Konkurrenten bekommen - pass auf, nicht dass der dir das Thema klaut! Oder kennt ihr euch etwa? ;)

http://www.mikroskopie-treff.de/viewtopic.php?t=1174

Übrigens: vor sicher mehr als 10 Jahren geisterte durch die Wissenschaftswelt das "Polymerwasser". Man hat vermutet, dass es eine Wasservariante gibt, die aus echten Polymeren des Wassers besteht mit einen neuartigen Bindungsmechanismus. Russische Forscher haben nach monatelangen Destillationen aus hochreinen Quarzapparaturen eine kleine Menge des gesuchten "Polymerwassers" angereichert - ausgehend von hunderten Litern hochgereinigten Wassers.

Die aufwändige Analyse des "Polymerwassers" ergab dann allerdings "Forscherschweiß" ein komplexes Gemisch aus Eiweißen, Fetten, Silikon!  ;D

Edit: hier habe ich noch einen Hinweis gefunden - es war doch schon länger her:

http://www.netmoon.com/rezepte/lexikon/w/wasser.html

ZitatIn der Esoterik heißt es, Wasser übertrage Informationen durch die so genannte HADO-Energie. Auch der Begriff des Polymer-Wassers scheint sich hier noch immer zu halten. Der wissenschaftliche Hintergrund: in den 1960er Jahren haben russische Forscher hochreines Wasser mehrfach destilliert. Sie konnten eine winzige Spur einer zähflüssigen Substanz extrahieren. Wiederholungen an anderen Forschungsinstituten ergaben, dass die Quelle für das Polymer-Wasser nicht etwa Wasser, sondern minimale menschliche Schweißabsonderungen waren - Forscherschweiß.
Mit herzlichen Mikrogrüßen

Klaus


ich ziehe das freundschaftliche "Du" vor! ∞ λ ¼


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jibi

Hallo Berni,
auf die Antwort von Tim muss ich nochmal ausführlicher werden.
Osmose und Umkehrosmose werden gerne verwechselt. Osmose ist die Diffusion von Wasser in den ionen-reichere Teil eine osmotischen Anordnung (ionenreichere Lösung / semipermeable Membrane / ionenärmere Lösung). Dies geschieht ohne externen Druck allein auf dem Prinzip des Osmotischen Druckes.
Bei der Umkehrosmose wird auf die ionenreichere Lösung ein Druck beaufschlagt, der Wasser durch die Membrane hin zur ionenschwächere Lösung zwingt (solange der Druck höher ist als der Osmotische Druck). Bei Trinkwasser reicht bereits ein Wasserdruck von 3-4 bar, um ionenarmes Wasser zu erzeugen.
Zum Thema Membranfilter: diese Filter (z.B. von MILLIPORE, M&N, S&S) sind in der Tat Einmalartikel. Sie werden aus verschiedenen Materialien hergestellt, für wässrige Lösungen etwa Celluloseacetat. Für die Filtration benötigt man eine Vakuumfiltration oder eine Druckpumpe mit einem Druckfilterhalter.
Was die Literatur von der Wasseranalytik betrifft: hier sind die DIN-Normen das "Gebetbuch" der Analytiker. Diese sind im Internet leicht zu finden.
Eine erste Übersicht hier:
http://www.wasseraufbereitungsseiten.de/wasseranalytikfaq_normen.htm

Für eine hobby-gemäße Wasseranalytik würde ich aber zu Testkits im Laborhandel oder im Aquarienbedarf raten. Da bleibt das Etat noch im Taschengeldbereich.

Mit besten Grüssen
Jürgen




berni_13

Zitatpass auf, nicht dass der dir das Thema klaut!
ich habe keine Angst, bin sehr jung und habe sehr viele unkonventionelle Ideen.

ZitatOder kennt ihr euch etwa?
Nein  kenne ich nicht, und wieso sollte ich in ähnlichen Forum gleiche Fragen stellen?
Jeder weißt doch, dass in gleichen Foren die gleichen User unterwegs sind, oft unter anderen Aliasen.


Zitatauf die Antwort von Tim muss ich noch mal ausführlicher werden.
Jürgen Danke für die Infos


Ich denke damit können wir diesen Thread schließen habe nämlich sehr viele gute Ansetze auf PN bekommen.
Habe auch gerade eine Nachricht von einer Firma bekommen – diese spendiert mir eine ,,bakteriensichere Membranfiltration"  :D

Denke herzlich für alle nützliche Antworten.

LG.
Berni.