Autor Thema: Onkolithischer Kalkstein  (Gelesen 3800 mal)

Ragin

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Onkolithischer Kalkstein
« am: August 22, 2011, 08:46:09 Vormittag »
Hallo,
Um das Thema der Gesteinsschliffe zu beleben habe ich gestern einen neuen Schliff fertig gestellt.
Es handelt sich dabei um einen Onkolithischen Kalkstein.
Onkoiden sind konzentrisch aufgebaute Kalkknöllchen, welche von Blaualgen und Cyanobakterien
um kleine, in der Brandung schwebende Teilchen herum gebildet werden.
Meine Probe hat zwei verschiedene Füllungen in den zwischenräumen.
Einmal sind es kleinere Onkoiden, welche noch nicht so groß geworden waren und dann ist eine feinere Füllung,
was eher nach Sand und Schill aussieht.
Hier nun die Bilder, http://www.flickr.com/photos/59970395@N02/sets/72157627485313044/

viel Spaß beim ansehen,
Schöne Grüße,
Rainer
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Holger Adelmann

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Re: Onkolithischer Kalkstein
« Antwort #1 am: August 22, 2011, 09:29:48 Vormittag »
Sehr schick, lieber Rainer.

Es freut mich sehr, hier mehr und mehr Schliffe zu sehen. Offenbar ist die schleifende Gemeinde im Forum gar nicht so klein  :)

Herzliche Grüsse
Holger


Ragin

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Re: Onkolithischer Kalkstein
« Antwort #2 am: August 22, 2011, 22:06:55 Nachmittag »
Hallo Holger,
Mir haben Deine Bilder auch sehr gefallen. Ich muss gestehen, dass ich mir nicht sicher war, ob meine Bilder ausreichende Qualität besitzen um hier gezeigt zu werden. Ich hab schon ne bessere Optik wenn ich das direkt unter dem Mik. ansehe. Bei vielen Schliffen, vor allem bei Rotkalken wird alles von diesem orangen Licht überflutet bei den Bildern. Ich kann die Farben aber im Modus Landschaft nicht verändern. Da ist die Coolpix L 22 nicht so ideal. Es gibt da eine Einstellung um Essen abzulichten, wo man die Farben einstellen kann aber damit ist ein Entfernungsmesser zum scharf stellen verbunden, der natürlich keinen Einfluss auf den Strahlengang vom Okular hat, so dass es auch mehr dem Zufall überlassen ist, wie die Bilder werden.
Ich müsste mich mal mit der Bildbearbeitung am Computer befassen aber ich muss gestehen, dass das nicht so meine Welt ist.
Herzliche Grüße,
Rainer
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Klaus Herrmann

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Re: Onkolithischer Kalkstein
« Antwort #3 am: August 22, 2011, 22:30:28 Nachmittag »
Lieber Rainer,

kauf dir lieber eine geeignete Kamera, als über Bildberabeitung suboptimale Bilder verbessern zu wollen. Wenn ein Bild im rot absäuft und unscharf ist, dann hilft die ganze Klaviatur nix!
Mit herzlichen Mikrogrüßen

 Klaus


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Holger Adelmann

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Re: Onkolithischer Kalkstein
« Antwort #4 am: August 22, 2011, 22:45:49 Nachmittag »
Da kann ich Klaus nur zustimmen, Rainer.
Wenn Du nicht so viel investieren möchtest, setze Dich doch mal mit Peter Höbel's Empfehlung einer Imaging Source Mkroskopie-Kamera incl. Software für 350 Euro oder so auseinander. Das löst Deine Probleme bestimmt.

Herzliche Grüsse
Holger

Ragin

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Re: Onkolithischer Kalkstein
« Antwort #5 am: August 22, 2011, 23:10:11 Nachmittag »
Hallo Holger,
So eine Imaging Source Mikroskopie-Kamera  ist natürlich sicherlich eine feine Sache. Ich fürchte nur, dass die Software mit meinem Mac nicht zusammen passt. Zudem hab ich schon etwas viel in meine wachsende Mikroskopsammlung reingebuttert. Hätte ich gewusst, wo das hinführt... :D
Ich hab mir grade einen strikten Investitionsstopp auferlegt und meide Ebay. 
Wenn´s ums Sammeln geht, da war ich schon in Jugendzeiten sehr gefährdet. Ob Kakteen, Mineralien oder Aquarienfische, jetzt sind halt Mikroskope am Start.
Das mit dem Rot passiert eigentlich nur bei manchen Kalken. Ich hatte da noch eine Canon Powershot A 550, die war eigentlich auch nicht schlecht nur hat die mir meine Frau nach wenigen Tagen abgeschwatzt als sie mal Urlaub machte. Ich kann natürlich mal nen Vergleich anstellen, ist ja noch verfügbar.
Schöne Grüße,
Rainer
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Klaus Herrmann

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Re: Onkolithischer Kalkstein
« Antwort #6 am: August 22, 2011, 23:26:07 Nachmittag »
Hallo Rainer,

die A 550 lässt sich allerdings nicht vom Rechner aus steuern. Kann man denn Filtervorsätze anbringen?

So wie hier zu sehen:

http://www.mikroskopie.de/mikforum/read.php?4,33431

Darüber kann man dann ans Mikroskop stabil adaptieren. Wenn sie noch ein Schwenkdisplay hat ist es ohne Halsverrenken möglich zu fokussieren.
Mit herzlichen Mikrogrüßen

 Klaus


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Frank D.

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Re: Onkolithischer Kalkstein
« Antwort #7 am: August 23, 2011, 00:27:52 Vormittag »
Hallo Rainer,

trotz der Kameraprobleme -wir hatten darüber ja schon einmal "gesprochen"-, finde ich die Qualitätssteigerung im Vergleich zu Deinen ersten Fotos schon beachtlich.
Dazu dann noch die selbst geschliffenen Präparate, bist Du sicher auf dem richtigen Weg.

Trotzdem, lass Dir mit dem Ausbau Deiner Gerätschaften ruhig Zeit und lerne von den vorhandenen erst einmal die Vor- und Nachteile kennen.
Mit welchem Mikroskop(Okular) sind die Aufnahmen denn entstanden und welche Kameraadaption hast Du benutzt?

Zu Deinem "....Hätte ich gewusst, wo das hinführt..." brauche ich wohl nichts mehr zu sagen, oder?  :D :D

Herzliche Grüße
Frank



Ragin

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Re: Onkolithischer Kalkstein
« Antwort #8 am: August 23, 2011, 01:41:19 Vormittag »
Hallo Frank,
Na ja, nach knappen 2 Jahren lernt man halt ein bisschen, besonders wenn man einen Lehrer wie Dich findet.
Ich hab die Bilder freihand gemacht wie ich es meistens tue. Mein einziges Trinokulares Mikroskop ist das Panphot, da mache ich gelegentlich kleine Filme mit oder ich benutze es mit dem Ultrapak, ist auch ganz nett.  Beleuchten tu ich mit der Auflichtlampe vom Laboval, Du magst mir verzeihen, ist halt noch provisorisch, was ich da an Beleuchtung so hab.
Zuerst hab ich mit  dem Zeiss Standard und dem 2,5er Planapo, welches Du mir verkauft hast gearbeitet.
Ich hab leichte Schwierigkeiten mit den 10er Weitfeldokularen beim Fotografieren. Die alten 8er hab ich auf die Schnelle nicht mehr gefunden ???
Dann hab ich das MBS 10 mit Durchlicht verwendet, das war ja mein erstes Mikroskop, also auch von Dir.
Dein schönes Meopta steht nur noch rum in der feinen Holzkiste verstaut. neulich hab ich es mal wieder ausgepackt und ein bisschen was damit angeschaut. Ist schon auch ein klasse Gerät. ich denk immer, ich nehme es als Reisemikroskop her wenn ich mal verreisen würde :-\
Eine andere Baustelle wäre noch das Zeiss NF oder NG? Ich hab das wegen dem pankratischen Kondensor erstanden, aber da krieg ich die Beleuchtung nicht richtig zentriert und der Objektführer fehlt. So weit mal die Übersicht meiner aktuellen Indoor- Geräte die Strom brauchen zum Beleuchten. Ich hab noch 2 Leitz Hufeisenmikroskope ersteigert, die eineinhalb Jahre in einer Schreinerwerkstatt gestanden hatten, voller Staub und mit ein paar schwergängigen Trieben. Da hab ich mal angefangen, ein bisschen selbst dran zu werkeln um die herzurichten so weit ich das kann. Ich fürchte aber, dass ich mir da auch noch Rat holen muss.
Hast schon recht, jedes Mik. hat seine Vor und Nachteile und ich mag die eben alle, grad die alten Forschungsteile wie das Panphot, wo man einfach noch merkt, was Feinmechanik bedeuten kann. Ein Ortholux daneben wäre auch noch ein Traum aber dann haut mich meine Frau, Platz ist richtig knapp geworden und ich tue gut daran, das Wort Mikroskop  zu Hause nicht laut auszusprechen, zumindest nicht im falschen Moment... ;D
Bin grad etwas ausgeschweift, passt nimmer ganz zum Thema.
Schön, von Dir gehört zu haben,
Liebe Grüße,
Rainer
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Klaus Herrmann

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Re: Onkolithischer Kalkstein
« Antwort #9 am: August 23, 2011, 11:48:46 Vormittag »
Hallo Rainer,

habe die A 550 gerade geoogled: sie hat kein Bajonett um einen Televorsatz anzubringen und ist deshalb noch weniger geeignet.
 510, 520, und 540 haben einen.
Mit herzlichen Mikrogrüßen

 Klaus


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Ragin

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Re: Onkolithischer Kalkstein
« Antwort #10 am: August 23, 2011, 12:34:29 Nachmittag »
Lieber Klaus,
Danke für Deine Recherche und den Link zu den Adaptionen. Das ist schon erstrebendwert, keine Frage.
Ich behelfe mir wenn ich was fest anbringen will noch mit einer anklemmbaren Halterung von Baader Planetarium.
Ist immer etwas fummlig bis alles so passt aber ich kann es an allen meinen Instrumenten anbringen.
So direkt mit dem Rechner verbinden und steuern können das fände ich natürlich schon ganz toll. das winzdisplay der Kamera
macht es ziemlich unmöglich, die beste Schärfe einzustellen. Ich werd mal nach ner passenden Kamera schauen wenn sich meine Finanzen wieder erholt haben.
Einen schönen Tag noch,
Rainer
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