Autor Thema: Getreidemehltau (Hafer) *  (Gelesen 2548 mal)

Gerd-G

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Getreidemehltau (Hafer) *
« am: August 29, 2011, 17:32:14 Nachmittag »


Echter Mehltau an Gräsern ist zurzeit überall zu finden. Auch auf früh abgeernteten Getreidefeldern mit
aufwachsendem Ausfallgetreide sucht man danach nicht vergebens. In intensiv bewirtschafteten
Getreideflächen mit hohem Fungizideinsatz ist der echte Mehltau in den Hauptbefallszeiten Mai-Juni
allerdings selten geworden.
Die Präparation ist einfach: die Epidermis wird abgezogen und in  Lactophenol-Anilinblau gefärbt,
anschließend frisch untersucht. Die vorliegende Probe stammt von einem Haferblatt, der Befall war noch gering.
Das Bild ist ein animiertes GIF, um einerseits die Hyphen des Pilzes an der Blattoberfläche
mit den Penetrationsorten zu zeigen,
andererseits die dazugehörigen Haustorien eine Etage tiefer in den Epidermiszellen
darzustellen.
Grüße in die Runde,

Gerd


« Letzte Änderung: Dezember 19, 2013, 12:51:05 Nachmittag von Florian Stellmacher »

Roderich Römhild

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Re: Getreidemehltau (Hafer)
« Antwort #1 am: August 29, 2011, 17:52:04 Nachmittag »
Danke für den spannenden Beitrag. Ich habe heute auch im Radio gehört, dass bundesweit aufgrund der Witterung etwa 6% weniger Getreide geerntet wird als im Vorjahr und deshalb Preisanstieg erwartet wird. Jetzt einen der "Teufel" von Angesicht zu Angesicht zu sehen ist echt klasse.

Gruß,

Roderich

reblaus

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Re: Getreidemehltau (Hafer)
« Antwort #2 am: August 29, 2011, 19:22:13 Nachmittag »
Hallo Gerd -

hoffentlich nimmst du es mir nicht übel, dass ich deinen thread missbrauche - aber es passt so schön zu deinen tollen Aufnahmen:
Ein kurzes Zeirafferfilmchen einer keimenden Spore des Echten Rebmehltaus - sieht nicht anders aus als beim Hafer. Hier keimt sie auf einem Objektträger in feuchter Kammer und bildet ein Appressorium. Da wächst dann nach unten eine Bohrhyphe (Durchmesser etwa 0,5 µm), welche die Cuticula und Zellwand mühelos durchbohren würde - aber den Objektträger natürlich nicht! Das stammt noch aus meiner aktiven Zeit als Rebforscher aber gemacht wurde die Aufnahme von meinem damaligen Mitarbeiter R. Wind.




Viele Grüße

Rolf